FBD Statement: Für alle, die sich angesprochen fühlen.
Dass der Fashion Blogger Day der in Kürze stattfinden wird nicht nur Freunde haben wird, war klar, als auf der Teilnehmer-Liste keine österreichischen Blogs waren.
Warum die Reaktion allerdings so heftig ausfällt, verwundert schon. Deswegen wollte ich nach all der Kommunikationsarbeit, die bei (zu)vielen auf taube Ohren gestoßen ist, einmal selber Stellung beziehen, weil es mich einfach nurmehr nervt.
- Ein für allemal: Der Fashion Blogger Day, versteht sich NICHT als rein österreichische Veranstaltung, der über Blogs in Österreich referiert. Es grenzt schon an Xenophobie wie man an der Staatsgrenze die Linie ziehen will.
Es gab bereits in der Vergangenheit eine Diskussion mit dem Fokus auf das (unheimliche) heimatliche Verständnis über Medien die Vertreter von Printmedien und Onlinemedien auf die Bühne holte: die Hetzendorf Gespräche X an denen Michaela von Tschilp teilnahm. - Wir haben eine Liste potentieller DiskussionsteilnehmerInnen der Unit F vorgelegt. Diese hat dann entschieden, welche sie zum Fashion Blogger Day auf das Podium holen möchte. Punkt.
- Es gibt keine österreichische Fashion Blogger “Szene”. Ja, wir haben uns mal (im Werkzeugh) getroffen und schlußendlich hat die Hälfte der dort anwesenden bereits andere Dinge als Fashion Blogging im Kopf und damit wieder aufgehört.
Wenn man von ca. 20 Personen ausgeht, die in Österreich regelmäßig über die Themen Mode und Lifestyle Artikel veröffentlichen, kann man noch langer nicht von einer “Szene” sprechen. Wo die Definition des Wortes liegt, ist aber wie immer beim Betrachter.
Das hat aber nichts mit dem Vorwurf des Dilettantismus zu tun, sondern einfach dem, dass wir als kleines Land uns einfach damit abfinden müssen, dass wir größere Reichweiten brauchen, um Aufmerksamkeit zu erreichen. Ich verstehe nich was daran so schlimm ist, dass große Namen wie Susie Bubble und Diane Pernet nach Wien kommen und wir die Chance haben mit ihnen zu diskutieren und Meinungen auszutauschen!
Um auf Österreich - das nach außen erscheinende Nicht-Modeland - ein bisschen mehr den Scheinwerfer der Progressivität richten zu können, bedarf es nun einmal Internationalität. - Es scheint wohl ein typisches Mentalitätsproblem zu sein, wenn hier alle mit ihren Befindlichkeiten anrücken und eingebunden werden wollen. Der Tag ist seit letztem Oktober in Planung und es gab bis jetzt nur sehr wenige BloggerInnen, die ihre aktive Hilfe angeboten haben oder sich mit konstruktiven Vorschlägen direkt an uns gewandt haben.
Tatsache ist: Diesen Tag zu organisieren war für mich und Stefan von StylishKidsInRiot.com nicht immer ganz easy, zum Teil nervenaufreibend, unnötig hier das Wort “unbezahlte Arbeit” zu erwähnen und wir haben sehr viel Zeit, Energie und schlußendlich auch unser eigenes Geld hineingesteckt.
Für viele Firmen ist “Wirtschaftskrise” ein ganz tolles Schlagwort geworden, um nicht-kommerzielle Veranstaltungen bei Sponsoringanfragen in die Schranken zu weisen. Umso stolzer sind wir, dass es uns trotzdem gelungen ist Unternehmen zu finden, die gerade in diesen Zeiten Mut hatten und helfen dieses Event auf die Beine zu stellen. - Wenn irgendjemand zum Ziel hat, dass unabhängige Online-Medien ernst genommen werden, dann ist diese pingelige Selbstzerfleischung äußerst kontraproduktiv.










May 23rd, 2009 at 11:19
erstmal danke für die erwähnung der hetzendorf runde, die ich recht aufschlussreich fand.
dein doch recht beleidigt wirkendes statement hier kann ich nicht so ganz verstehen. kritik ist immer berechtigt, muss man aushalten und damit umgehen, wenn man eine öffentliche veranstaltung organisiert, das ist doch ganz normal.
es würde auch sehr zum verständnis beitragen, wenn du konkret nennen würdest, worauf du dich eigentlich beziehst. ?
ich hatte übrigens schon länger vor, mit dir und stefan ein email-interview zu machen, aber leider noch nicht geschafft, die fragen zusammenzustellen, vielleicht klappts ja noch, hättest du prinzipiell lust?
May 23rd, 2009 at 11:35
Klar habe ich Lust! Schick mir einfach die Fragen!
Ich denke die Schuld, dass sich viele nicht auskennen was wir mit diesem Tag bewirken oder bezwecken wollen, liegt vielleicht daran, weil wir es nicht klar genug kommuniziert haben.
Das Statement bezieht sich auf verschiedenste Kommentare, die in Blogs aufgetaucht sind und einen unfundierten Grundton hatten.
May 23rd, 2009 at 18:17
@michaela
kritik ist natürlich berechtigt. allerdings mag ich die kritik am liebsten wenn sie auch konstruktiv ist und wenn nicht nur was hingeknallt wird wie es manche dann doch tun.
ich denke aber das man vor allem auch die chancen sehen sollte die das ganze bringt. und wie maria schon gemeint hat, ist der fashion blogger day nicht als eine veranstaltung die rein dafür gemacht wurde die heimische “szene” zu bedienen, sondern einen internationalen touch haben soll.
bzgl. interview kann ich von meiner seite definitiv zusagen.
bestes,
stefan
May 24th, 2009 at 11:50
[Im Rahmen des 9festivals for fashion & photography findet am 6.Juni 2009 (also SEHR bald) der FashionBloggerDay statt!
Was genau das ist^^, wer alles dort sein wird & wo ihr mehr Info bekommt steht HIER!]…
May 26th, 2009 at 8:40
Danke für Dein Statement, das ich wie Michaela auch eher beleidigt aber dafür umso persönlicher finde.Ich denke nicht, daß der Begriff Xenophobie an der berechtigten Kritik, daß sich keinE einzigeR österreichischeR FashionbloggerIn in der Diskussionsrunde befindet, hier hergehört. Daß ausgerechnet Modeblogs dem Internationalen feindlich gesinnt sein sollen, entbehrt jeder Grundlage. Gerade dieser Bereich ist ja wirklich international ausgerichtet, denke ich.
Das hat doch nichts mit Österreichertümelei zu tun, wenn man sich darüber wundert, daß aus unserem kleinen Grüppchen niemand “das Zeug dazu hat, mitzureden”. Danke an Dich und Dein Engagement, diese Veranstaltung auf die Beine gestellt zu haben.
Ich freue mich jedenfalls auf die Berühmten und weniger Berühmten und werde mich modemäßig in Schale werfen! Ihr auch?
May 28th, 2009 at 10:24
bin schon sehr gespannt auf die diskussionen und freue mich endlich ein paar andere bloggerinnen (und blogger?) kennenzulernen!
um auch meinen senf zu dieser diskussion beizusteuern: bin der meinung, dass ein rein österreichischer fashion blogger day wohl noch weniger medienecho erhalten würde, ein internationaler fokus daher vollkommen verständlich für den anfang ist. abgesehen davon kennt das internet (in der regel) auch keine ländergrenzen, warum also auf österreich beschränken? würde es auch zukünftig gut heißen, einen internationalen fashion blogger day stattfinden zu lassen und hoffe, dass dann immer mehr österreichische bloggerinnen und blogger am podium platz finden.
und na klaro werd ich mich in schale werfen hehe