
Seit heute Nachmittag zieht ein medialer Sturm über H&M und Walmart her. Grund: Anstatt unverkaufte Ware zu spenden, werden sie (H&M steht im Zentrum der Empörung) zerstört. Der Skandal hat sich online über Twitter (es wurde Trending Topic) nach den Artikeln der New York Times und des Modeblogs des New York Magazines The Cut entfacht und verbreitet, die mit kampagnenartigem Journalismus nicht gerade glänzen….:
Poor people who need clothes are freezing all over the city, but rather than donate unused goods, these stores are destroying them and treating them like garbage.
- The CutA few doors down on 35th Street, hundreds of garments tagged for sale in Wal-Mart — hoodies and T-shirts and pants — were discovered in trash bags the week before Christmas, apparently dumped by a contractor for Wal-Mart that has space on the block.
- New York Times
Und auch die Huffington Post schlägt in die gleiche Kerbe:
While H&M’s destroy-and-discard policy is a missed opportunity in this time of need, the fast fashion retailer isn’t the only one to practice these extreme measures.
Da wehen in “times of recession”, wie sooft in den Artikeln zitiert, schon fast sozio-ökologische Winde durch Amerika. Es wirkt so als wären die bösen Textilketten am Erfrierungstod der New Yorker Bettler Schuld und kein fehlendes Sozialsystem.
Außerdem wird mit keinem Wort irgendwo erwähnt, dass die Praxis, die spätestens seit Filmen wie “We feed the world” bekannt, auch in der globalen Lebensmittelindustrie angewandt wird und täglich Tonnen an unverdorbenem Essen im Müll landen. Auch ein unhaltbarer und unsozialer Umgang mit Ressourcen. Aber wahrscheinlich hat man sich an den Gedanken schon zu sehr gewöhnt, als das es noch jemanden aufregen würde.
foto/credit: mia




schön schrecklich, solche neuigkeiten.
und es sollte all jene bestärken sich von solchen firmen zu distanzieren- oder sie erziehen!
wenn sich von den millionen menschen, die so gerne bei h&m einkaufen, viele auf die beine stellen und kampagnen für ein sinnvolles verwerten von kleidung starten, dann gehen solche firmen in die knie.
das kann sich heute im medailen zeitalter keine firma mehr leisten, darauf nicht zu reagieren.
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