Dass die Haute Couture durch ein dunkles Tal geht, ist kein Phänomen der Weltwirtschaftskrise, wie immer wieder irrtümlich angenommen wird. Bereits 2003 schrieb der Stern in “Das Sterben der großen Modehäuser” über den Absatzrückgang. Der kollektive Tod ist bis jetzt nicht eingetreten. Nur einzeln.
Ulrike Bretz von der Süddeutschen behandelt im aktuellen Artikel “Totgesagte leben ewig” das Thema mit den Worten: “Finanziell gesehen waren die protzigen Schauen ohnehin eher ein Verlustgeschäft.”
Wenn man Haute Couture von seiten der Verkaufszahlen betrachten möchte, kann man dem sicher zustimmen. Allerdings gibt es für ein Luxuslabel keine bessere Gelegenheit sich und sein kreatives Potential zu präsentieren. Gibt man eine Kampagne in Auftrag, ist eine solche in ihren Kosten mit einer Show vergleichbar, wird aber niemals von der Presse in Frage gestellt. Wenn die Verkaufszahlen bei Ready To Wear, Kosmetikartikeln und Accessoires stimmen und Haute Couture Schauen als Marketinginstrumente eingesetzt werden, haben sie wohl sicher ihre Berechtigung.
Für trübe Samstagnachmittage: “The Secret World of Haute Couture” (leider hier in einer sehr schlechten Qualität) ist eine Dokumentation von Hilary Alexander, die zum ersten Mal die sonst so scheuen Haute Couture Kundinnen zeigt. Die einzig bekannte darin ist wohl Daphne Guiness.
Ein weiterer (witziger) Film: “Signe Chanel”
foto/credit: style.com




Ah super, du hast die Chanel Doku von arte gefunden. merci :)
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