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by • 08/05/2012 • Fashion-WebComments (4)39

C&A erfindet sich ein bisschen neu.

Hauruck-Aktionen haben immer ein bisschen was zwanghaftes an sich. Was genau? Na, dieses penetrante Hip-werden natürlich. Da lädt man jüngst eine Menge Blogger zur Präsentation der neuen Kollektion und wahrscheinlich würden die wenigsten dieser glücklichen von sich behaupten können in den letzten Jahren einen C&A-Store betreten zu haben. Die Styling-Beschreibungen unter Outfit-Postings haben doch selten C&A als Quellenangabe aufblitzen lassen.

Damit aber nicht genug, hat sich C&A jetzt auch einer etwas hyper-social-media-lisierten Version zur Bewertung seiner Kollektionsteile hinreißen lassen. Ich spreche von Kleiderhaken, die seit kurzem (laut Futurezone) in Brasilien verwendet werden und den Like-Stand auf Facebook mit einem Display am Kleiderhaken verknüpft angeben. Es sind diese eigenartigen Dinge, die Unternehmen beginnen zu tun, wenn sie etwas hinterher hecheln. Dinge, die den Touch der Pseudo-Coolness nicht abschütteln können und bei denen man sich nur eines fragt: Was bringt das? Nach dem Motto C&A’s ganz einfach “When women go shopping they want a second oppinion.” Eine etwas holprige Argumentation. Fragt man sich doch noch am ehesten in der Umkleidekabine, ob es einem selbst steht. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass man per digitalem Wunderhaken versucht herauszufinden, ob es eine Korrelation zwischen Geschmacks-Voting und realem Kaufverhalten gibt.
C&A wird also weiterhin versuchen ein bisschen das Hipness-Ruder, das ihnen Mitte der Neunziger H&M entrissen hat, herumzureissen. Deswegen wird auch gerade (Die Presse berichtete darüber) viel Geld in neue Ladenbaukonzepte gesteckt und das Logo durfte sich bereits im letzten Jahr verjüngen.

Ob’s was bringt?

Hier mal das Video mit dem Haken

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4 Responses to C&A erfindet sich ein bisschen neu.

  1. wow das ist echt eine doofe aktion :D

  2. TouchKajal says:

    Ich hab diese Blogger-Aktionen auch schon auf anderen Blogs mitverfolgt. Ich glaube nicht, dass das aufgeht.
    Erstens funktioniert ein Image-Wandel nicht so schnell und wenn jemand das von heut-auf-morgen versucht, dann ist das nicht nur unglaubwürdig sondern auch peinlich und anbiedernd. Der Konsument checkt das doch. Was passieren könnte, ist das man dann bei C&A einkauft, aber dann verheimlicht von wo man das her hat.
    Ich kenne niemanden, der sagt, er kauft bei C&A ein, obwohl es vielleicht der ein oder andere tut.
    Sorry, C&A ist uncool.
    Um das zu ändern müssten die das ganze Konzept ändern und damit verkraulen sie dann vielleicht ihre anderen Kunden (bei denen C&A übrigens erfolgreich ist).

  3. TouchKajal says:

    haha, grad gesehen… Der Haken wäre ja schon wieder lustig: http://www.cooloutfit.at/2012/05/09/ego-booster-kleiderhaken/

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