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by • 14/10/2012 • ...from the runwayComments (3)33

“There’s a pink elephant in the room and no one is allowed to talk about it” oder “Wie keiner etwas kritisches über Louis Vuitton Spring/Summer 2013 sagte”

Wenn ich in der Show einer Modeschule sitzen würde und das präsentiert bekommen würde, würde ich mich doch fragen, ob es Wert ist noch einmal zu kommen. Ob sich das diverse Modejournalisten gedacht haben, als sie kürzlich die neue Kollektion von Marc Jacobs für Louis Vuitton in Paris gesehen haben? Vielleicht. Gesagt hat es aber keiner. Poppy Delevigne und Katie Grand säuselten gegenüber Style.com etwas über eine “iconic brand” von der nicht viel zu merken war. So funktioniert eben das Mediengeschäft, wenn Meinungen mit dem Anzeigenbudget verknüpft sind. “It’s nice to see something graphic and simple”, meinte Marc Jacobs mit aufgesetzter Stirnfalte. Simpel muss deswegen aber nicht stupide wirken. Schachbrettmuster in Schwarz, Beige und Sonnengelb – Das hat die Welt noch nicht gesehen. Karos in allen erdenklichen Farben auf weiß zu bringen, lieber Mr. Jacobs, das ist wahrlich keine Meisterleistung. Auch wenn man diese mit winzigen Pailetten handbesticken lässt.
Wie ist es soweit gekommen, dass Marc Jacobs eine Kollektion für Louis Vuitton präsentiert, die ein kommerzieller Abklatsch seiner eigenen ist? (Dieses Kommentar stammt übrigens von einer befreundeten Modejournalistin)

Aber wen interessiert das wirklich. Ein paar Millionen für die Inszenierung ausgeben und schon klappt es. Hochpolierte Böden, die einen Sternenhimmel über den Laufsteg magisch funkeln ließen, schwindelerregend hohe Rolltreppen auf denen jeweils Zwillings-Models vom Louis-Vuitton-Himmel zur Erleuchtung des anwesenden Modevolkes auf die Erde geschickt wurden. Das Publikum war wohl eher andächtig mit der Verarbeitung dieser Impressionen beschäftigt, denn der Kollektion. Ich würde mich freuen, wenn sich bald ein neuer Look einstellen könnte, als das bedauerliche Widerkäuen der Dekaden des 20. Jahrhunderts – vor allem der Sechziger Jahre.

 

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3 Responses to “There’s a pink elephant in the room and no one is allowed to talk about it” oder “Wie keiner etwas kritisches über Louis Vuitton Spring/Summer 2013 sagte”

  1. Ira says:

    Vielleicht stimmt dich dieser Bericht von Modepilot über die Kollektion etwas milder: http://www.modepilot.de/2012/10/05/paris-louis-vuitton-3/

  2. […] die Hauptrolle. Unglaublich klassisch und edel. Da vergisst man die Ausrutscher von Marc Jacobs bei der letzten Kollektion wieder. Vielleicht soll die erhöhte Markenpräsenz im Massenpublikum aber auch Awareness für das […]

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