Was kann uns an dieser überretuschierten Welt noch amüsieren? Vielleicht das Ungewisse, die dunkle Ecke, die keiner kennt? Aus dieser scheint ein neuer Blog zu stammene. Fashion Industry Confessions ist “word on the street” in der Modebranche. Binnen weniger Monate emporgekommen, weiß diese Bloggerin nicht mit ihrem Kleiderschrank anzugeben, ihren Boyfriend die Kamera halten zu lassen oder sich auf einem roten Teppich zu platzieren… Im Gegenteil. Sie operiert in der Anonymität. Was Fashion Industry Confessions ausmacht, ist ein Mix an persönlichen Zitaten und Geständnissen von Mitarbeitern großer Designer, Fotografen, Modelbookern oder Magazinbossen. Es sind die “dirty secrets”, die man in keinem Hochglanzmagazin findet und die sich seit “Der Teufel trägt Prada” nur allzu prächtig verkaufen.
Wie die Bloggerin (sie lässt nur über sich verlautbaren, dass sie eine Modestudentin an eine westeuropäischen Universität ist) an ihre Informationen kommt, kennt man bereits aus der Erfolgs-Serie Gossip Girl: Es gibt eine Tipp-Emailadresse, die anscheinend von einigen dutzend pro Tag frequentiert wird. Die Gewissenserleichterung ist oft sehr radikal und soll wohl dem einen oder anderen Chef eins auswischen. So viele Lines wie im Modebusiness gezogen werden, so viele enttäuschte Praktikanten pflastern schließlich die Straßen der Modemetropolen und von diesen ernährt sich ein Blog wie Fashion Industry Confessions nur allzu prächtig.
Mittlerweile hat sogar das New York Magazin Fashion Industry Confessions als ernsthafte Quelle in seinen Artikel über die Kooperation zwischen H&M und Givenchy genannt! Entweder eine vollkommen überzogene (und verzweifelte) Art News zu verbreiten, oder dieser Blog (eigentlich ein Tumblr) wird wirklich ernst genommen.
Was auch immer daran dran sein sollte und in welche Richtung es sich bewegt – der Slogan “Let’s talk smack” ist nur allzu sehr nach dem Geschmack einer Gesellschaft, die sich nicht mit der heilen Welt abspeisen lassen möchte. Ist ja schließlich auch viel zu langweilig. Dort findet man dann auch so ätzend-schöne Kommentare wie: “Why everyone is so excited that Jil S. is going back to her label? She left twice before.”
Und wenn man anonym ist, kann man auch mal ganz schön heftig ablästern. Wie folgend…
foto/credit: Screenshots








Danke für den Tipp. Dann BILD ich mir mal ne Meinung.
Muss ich mir mal anschauen. Danke für den Tipp!
Liebe Grüße
hahahaha wie genial diese idee … das muss ich mir auch mal genauer ansehen! was C.F. angeht – kann mir schon gut vorstellen, dass viele sie nicht mögen, weil sie teilweise echt sehr arrogant rüberkommt, aber man muss es ihr schon lassen – respekt was sie mit ihrem blog erreicht hat. das schaffen nur wenige!
in diesem sinne … liebe grüße ;)