Jennifer Lawrence, die es am Weg zum Podium in Dior galant auf die Goschen haute (bei den Golden Globes hatte sie übrigens auch einen gigantischen Riss im Kleid) oder Anne Hathaway, die aus Angst ein zu ähnliches Kleid wie Amanda Seyfried (die trug Alexander McQueen) zur Notmaßnahme griff und sich eines von Prada borgte, das wohl die suboptimalste Wahl seit Gwyneth Paltrows 1999-Robe war, waren Gesprächsthema Nummer 1 der gestrigen Oscars.
Highlight: Jennifer Lawrence nahm bei der Pressekonferenz alles mit Humor.
Aber das ist eine andere Geschichte. Nein, reden wir doch über Helen Hunt. Ich habe sie das letzte Mal in “Was Frauen wollen” mit Mel Gibson wahrgenommen. Das war vor gefühlten hundert Jahren. Dazwischen ist Mel Gibson zu einem komischen Kautz verkommen, der Britney Spears in seinem Poolhaus Unterschlupf gewährt und antisemitische Filme über Jesus dreht. Kurzum: Frau Hunt hat nicht so viele Möglichkeiten ohne einen Blockbuster oder abrasiertem Schädel in den Schlagzeilen zu landen. Wie gut, dass es auch noch positive PR-Trickkisten gibt. Da wäre beispielsweise die Möglichkeit mit Understatement zu glänzen. Gesagt, getan! H&M wurde engagiert um der Mimin ein Abendkleid (natürlich wird es nie in den Handel kommen) auf den Leib zu schneidern. Den Rest hätte man sich besser überlegen sollen. Was H&M fabrizierte, war in jeder Faser langweilig. Abgesehen von Farbe und Schnitt – ein Allerweltsfetzen, den man auf jedem Provinzschulball findet – hängt das Teil knittrig in der Taille. Hat man der Dame überhaupt Maß genommen? Wieviel Hollywood Tape es gebraucht hat, um kein Nipplegate zu fabrizieren, lässt sich erahnen.
Oh, Helen! Hättest du dich doch mit diesem wunderschönen Ding begnügt, das 2012 mit der Conscious Collection erschien. Dass ich die Gelegenheit es zu kaufen verpasst habe, trauere ich bis heute nach.
Credit: Photo courtesy of H&M







stimme dir bei allem voll zu. jennifer lawrence interview war super. kleid von helen hunt war schrecklich. wobei ich nicht weiß, ob ich es so toll finde, dass sie ansich h&m trägt. ein besseres statement wäre es gewesen ein fair produziertes kleid von was weiß ich wem zu tragen.
Oh je oh je mensch Lawrence sah echt bezaubernd aus, aber vielleicht sollte sie sich nicht mehr solche Roben ausleihen, wenn sie mit Ihnen die Treppe schon nicht hochkommt. Einen Lift zur Bühne werden sie bei den Oscar wohl nicht extra bauen. War auch sehr erstaunt von dieser H&M Kreation, schließlich sieht es leider doch zu sehr nach Schulmädchen Ballkleid oder nein Jugendweihe Kleid aus. Helen you can do so much better!