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by • 19/07/2014 • BlogSphereComments (3)40

Bloggen: Warum man nicht für alles die Hand aufhalten sollte

Mittlerweile, und von dieser Entwicklung bin ich nicht nur beunruhigt, sondern ziemlich enttäuscht, sehen viele Blogger – egal ob alt oder neu – ihren Blog als Melkkuh an. Ich habe zwar vor kurzem ein Buch mit Sandra Konrad über Blog-Optimierung geschrieben, allerdings ist das nicht nur im monetären Sinn gemeint, sondern um sich selbst mit einem schönen und viel gelesenen Blog zu belohnen, dabei Stammleser und einen Namen aufzubauen. Das ist es worum es nicht nur beim Bloggen, sondern generell beim “Medienmachen” geht. Den Gedanken seinen Leser mit zielgruppenadäquaten Informationen zu versorgen, habe ich in allen Redaktionen in denen ich bisher mitarbeiten durfte, mitbekommen. Und das ging sehr wohl über den Gedanken des Geldmachens hinaus. Journalismus, und dazu zähle ich in gewisser Weise auch Bloggen, ist deswegen so diffizil, weil es auf der einen Seite Idealismus und auf der anderen Seite Geldverdienen verbindet. Es ist fast wie eine griechische Tragödie mit beständiger Aktualität und die Diskussion darüber wird niemals aufhören! Ich beziehe mich heute auf einen Artikel von “Independent Fashion Bloggers”, der eine mir so wichtige Grenze, die viele, die gerade mit dem Bloggen anfangen nicht kennen, thematisiert. Eine Pressemeldung wird von einer PR-Agentur oder einer Firma ausgeschickt. Darum geht es um ein Produkt oder irgendetwas, das gerade neu ist und auf den Markt kommt. Es ist ein Statement für die Öffentlichkeit. Erkennt der Journalist einen Mehrwert darin, übernimmt er es, recherchiert dazu und veröffentlicht anschließend einen Artikel. Das ist der berühmte Gatekeeper Prozess.

Und damit hat es sich!

Eine Pressemeldung ist nicht dazu da, um dem Absender automatisch sein Mediakit zuzuschanzen. Das machen allerdings mittlerweile nicht nur Blogger, sondern auch vermehrt klassische Medien. Prost, Mahlzeit.

Warum ist es wichtig nicht für alles die Hand aufzuhalten?

Sicher, habe ich in der Vergangenheit auch über eine Blogger-Verarschungsmaschinerie gesprochen, die nach wie vor existiert. Da werden Backlinks oder nach dem Zuschicken von Produkten automatische Berichte darüber verlangt. Auch nach dem Besuch von Events wurde von Firmen mehrmals (ziemlich aufdringlich) Artikel verlangt – “nichtmal ignorieren” ist hier die richtige Antwort.

Allerdings muss man dafür als Medienmacher nicht am gleichen Niveau”zurückschießen”!

Informationen sind wichtig für uns. Informationen sind unser Tagesgeschäft. Informationen haben die Macht die Welt zu verändern. Im positiven wie im negativen Sinn. Deswegen müssen wir, als Multiplikatoren von Meinungen, den Wahrheitsgehalt so genau nehmen! Diese Informationen, die uns zur Verfügung gestellt werden automatisch mit Geld zu verbinden, machen jedes Medium auf Dauer dumm. Stellen wir uns vor es würden nurmehr die Dinge veröffentlicht werden für die Firmen bezahlt haben. Würdet ihr diese Zeitung oder diese Website noch konsumieren wollen?

Für mich automatisch nach Geld für die Veröffentlichung einer Presseaussendung zu fragen, ist am gleichen Level wie beim Eintreffen auf einem PR-Event zu sagen …

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3 Responses to Bloggen: Warum man nicht für alles die Hand aufhalten sollte

  1. Frl. Emma says:

    Deine Meinung kann ich leider nur teilen.
    Ich habe selbst einen Blog und bekomme auch Angebote. Sehr bezahlte sogar. Bis ich mein erstes
    Angebot bekam, war ich mich über diese Tatsache gar nicht bewusst und lehnte es ab.

    Generell lehne ich es bei den meisten ab. Ich habe einen authentischen Blog mit Mehrwert. Ich möchte meiner Leserschaft klare Inhalte vermitteln. Wenn es bezahlte Kooperationen gibt, dann weil ich mit der Sache so viel Umstand habe, dass ich es anders nicht vertreten kann. Aber weder zocke ich ab noch kaufe ich ich irgendwas ein. Wir scheiben über das, was unsere Herzen berührt!

    Wenn ich aber mit meinem Online Shop andere anspreche wollen diese teilweise so viel Geld, obwohl sie Text und Bild geliefert bekommen, dass ich teilweise sehr geschockt bin.

    Ich wünschte auch, dass es sich wieder in die alt-gewohnte Bloggersphäre zurück entwickelt und
    Anzeigen als Anzeigen deklariert werden und Plätze zu einem “normalen Preis” verkauft werden.

    Aber gut.
    Muss jeder für sich selbst wissen – ich bin mir jedoch sicher, dass sich irgendwann die Spreu vom Weizen trennt!

  2. Frl. Emma says:

    Uhi welch Rechtschreibfehler. Man möge mir verzeihen! Ich tippe mit dem Handy ;-/

  3. […] Der Artikel “Do Bloggers Really Get Paid for Press Releases, Freebies or Campaigns?” von IFB, sorgte die vergangenen Tage für große Diskussionen und Aufregung. Maria von Stylekingdom hat sich mit dem Thema ebenfalls beschäftigt und ihre Gedanken hierzu niedergeschrieben. […]

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