Video-Tour durch David Bowie Retrospektive

In Londons V&A Museum ist derzeit eine der schillerndsten Pop-Figuren des Jahrhunderts eine Retrospektive gewidmet: David Bowie. Geboren als David Robert Jones ist er aber nicht nur mit seinen Alben wie “The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars” berühmt geworden, sondern auch mit seinen Bühnenkostümen, die stets wohlüberlegt durchgeplant wurden. Dass Bowie damit vor allem in der Menswear-Ecke Grenzen sprengte und auslotete wie kein anderer, ist kein großes Geheimnis, kann aber nicht stark genug betont werden.

Wer nicht das Glück hat nach London zu reisen, kann sich jetzt dieses Video hier ansehen, das Exponate aus der Retrospektive zeigt.

Bis zum 11. August 2013 kann man sich die Ausstellung noch ansehen. Mehr dazu gibt es auf der Website des Victoria And Albert Museum.

Nach dem Klick noch ein BBC-Beitrag
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James Blake // Retrograde

Wie gut, dass James Blake nach “Waterfall” kein One-Hit-Wonder geblieben ist. Umso erfreulicher das neue Video “Retrograde”, das eine Mischung aus mysteriöser Alien-Landung á la David Lynch sein könnte. Oder vielleicht eine Traumverfilmung in der man seiner Vergangenheit begegnet? Der Sound, der immer knapp vor einer emotionalen Explosion steht und dann schön von der Blake’schen Stimme abgebremst wird, ist schon ein Meisterstück, das sich so oft immer wieder anhören lässt, dass man darin verschwinden könnte.

Lana del Rey arbeitet an ihrem ersten Film “Tropico”

2013 soll es so weit sein. Lana Del Rey hat sehr kryptisch in einem Subtext zu dem Song “Bel Air” bereits im November letzten Jahres verlautbart, dass “Tropico” heuer erscheinen wird. Um welche Art von Film es sich dabei handeln könnte, sagt sie natürlich nicht. Auch nicht wer Regie führt. Dafür ist “Bel Air” jetzt mein neuer Ohrwurm.

Dear MTV!

Justin Bieber und Taylor Swift. Zum drüberstreuen Heidi Klum und fünf Stunden Werbung. Herzlichen Dank, aber nein. Die European Music Awards präsentierten eine höchst nicht-repräsentative Auswahl der Musikbranche, die obendrein zum Großteil US-Künstler auszeichnet – auf diesem Kontinent fehlt es anscheinend an MTV-Material. Zu Nominierten wie Pitbull, Flo Rida und im besten Fall mit Chris Brown vereint, fehlen mir die Worte. Einziger Lichtblick: M.I.A. mit ihrem Video “Bad Girls”, das natürlich nicht gewonnen hat. Stattdessen ein überflüssiger K-Popstar mit einem idiotischen Ententanz, den in zwei Wochen keiner mehr kennen wird.

Wie auch immer. Mein “Best Video” 2012 steht fest: “Controversy” by Natalia Kills. Vielleicht etwas zu “deftig” für Teens, die mit Swifts Gedudel “You go talk to your friends talk — To my friends talk to me — But we are never ever ever ever getting back together” mehr anfangen können.

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Lady Gaga – ein Techno-Schlagerstar in Wien

Bis vor 3 Tagen habe ich nicht den Entschluss gefasst ein Lady Gaga Konzert zu sehen. Aber wie der Zufall so will (danke Karl) waren Carola und ich dabei. Zwar nicht im Monster Pit, der für Fans, die sich 12 Stunden vorher angestellt hatten, doch dabei ist dabei. Und so ritt die Dame 2 Stunden nach Veranstaltungsbeginn auf einem Fake-Pferd ein, plättete die schlechte Akustik der Stadthalle in ihren Grundfesten (that Lady can sing!!!!) und gab sich dankbar. Ich habe noch keinen Popstar erlebt, der sich sooft bei seinen Fans bedankte, Geschenke aus dem Publikum annahm (ich kann mich noch noch gut an eine Madame Aguilera erinnern, die 2006 damit drohte ein Konzert abzubrechen, falls ein Kuscheltier ihre Show stören sollte) und mit ihren Fans redete.
Auch wenn “I am you. We share the same dreams” oder “I am not a creature of your government” etwas pathetisch und schwülstig daherkommen, sind sie gut gewählter Teil der Selbstdarstellung. Die Authentizität bekommt einen fast Schlagerstar-artigen Touch wenn man dann noch Kinder auf die Bühne holt und sich die österreichische Fahne umwickelt.
Aber wahrscheinlich ist es auch nur Ausdruck von dem was es ist: Ein gut von sich selbst aus konzipiertes Produkt, das die Fan-Nähe per Definition nach Monster und Mother Monster zu einem Kult und Club erhoben hat, dass es jedem Marketing-Menschen nur so das Wasser in die Augen treibt. Aber weil das ganze stets aus eigenem Antrieb des Stars passiert, der sich selbst nach 35 Konzerten auf dieser Tour immer noch über ein ausverkauftes Haus freuen kann, wirkt es unverkrampft und einfach nett. Von Metal, der angekündigt war, habe ich nichts gemerkt, aber das war wohl die gewisse Prise der Selbstvermarktung, die Symbol für ein durch und durch perfektionierte Pop-Maschinerie ist.

“Marry the night” a-capella am Schluss stadionmäßig angesungen und noch ein “No dream is too big. Everyone can stand here”, in die Menge gebrüllt, bevor sie im Boden verschwand. Oh Lady Gaga, in the end you are a creature of your government