Paul Smith, Dandelion Print Top — Lanvin, Petal Pearl Necklace — Kanye West by Giuseppe Zanotti, Sandals — Chloé, Leather Shorts — Mulberry, Alexa Bag — Butter London, “West End Wonderland”
Music
Natalie Portman und Johnny Depp in Paul McCartney’s “My Valentine”
WOW
Lady Gaga kommt am 18.8.2012 nach Wien!
Wenigstens werden sich die Lady Gaga-Fans nicht den Kopf verbruzeln, denn statt dem Ernst-Happel-Stadion wird es in der Wiener Stadthalle sein. Karten gibt es ab dem 21. April im Vorverkauf. Für den Ticket-Alarm kann man sich bei OEticket anmelden. Die Tickets sollen zwischen 119 Euro und 129 Euro kosten.
Lana und die Crux mit der perfekten Popwelt
Der Unterschied: Die Person auf der Bühne scheint zu leiden. So gesehen wieder bei Lana Del Rey beim gestrigen ECHO, die sich durch ihren “Video Games”-Song durchmanövrierte als würde sie gleichzeitig mit Eiern beworfen werden. Schüchtern zu Boden blickend, scheint das beschimpfte “Management-Produkt” nicht so recht zu wissen, was sie mit der vielen Aufmerksamkeit anfangen soll. Im Studio schien das ja alles noch leicht, der Videodreh und das Foto-Shooting für’s Album-Cover waren vor weniger Leuten zu meistern.
Also was denn jetzt?
One Moment In Time
Kaum ist man als Superstar dieser Tag gestorben, ist der Otto-Normalverbraucher dazu bereit seinen Senf abzugeben. So forderte zumindest heute der Radio-Moderator in seiner Sendung auf in den Social Media Kanälen des Radiosenders über den Tod Whitney Houston’s “zu diskutieren”. Was gibt es zu diskutieren? Ganz einfach: Die Angst eines jeden vor dem Sterben. Denn in Fällen wie Amy Winehouse, Heath Ledger oder eben auch Houston kommt man sofort zum Schluss, dass es sich nur um Missbrauch von Drogen und Medikamenten handeln kann. Damit hätten die betroffenen ihren Tod selbst verursacht und schon tauscht man das Mitleid gegen einen hämischen Unterton aus, der Drogensüchtige unisono in eine Ecke stellt, die es wohl verdient hätten nicht mehr unter den Lebenden zu sein. Nur ein öffentlicher Entzug – inklusive tränenreichem Talkshow-Auftritt – entpuppt sich als einzig mögliche Rehabilitation (im wahrsten Sinne des Wortes) eines Stars, damit das Publikum den tiefen Fall verzeiht.
Das Zitat von Helmut Qualtinger “In Wien musst’ erst sterben, bevor sie dich hochleben lassen. Aber dann lebst’ lang”, kann man wohl auch auf das globale Dorf anwenden. Wie lange hatte man Whitney Houston für ihre zuletzt grotesken Auftritte an den Pranger gestellt und ausgelacht. Dass auf der Bühne ein Mensch stand, der an der Kritik wohl auch langsam zerbrochen ist, wird erst jetzt wieder ausgegraben.
Dieser mediale “Verurteilen-Sterben-Auferstehungs”-Prozess wird andauernd wiederholt. Spätestens wenn wieder der nächste Ex-Star-Drogenjunkie stirbt.
Give Me All Your Luvin’ – Madonna und ihr Lied
Irgendwann wird man nur mehr peinlich und flach und irgendwie älter als man ist – vor allem wenn man dauernd in Bodys oder leopardengemusterten BHs herumlaufen muss. Da helfen auch keine ambitionierten Jungstars wie Nicki Minaj oder M.I.A. mehr, die nur so darauf gewartet haben, eine Kollaboration mit Madonna für ihr CV einzustreifen. Die drei treten mit diesem Song gerade beim kommenden Super Bowl in der Halbzeit auf. Das Video passt ja dazu. Auch wenn man sich einfach nur die Ohren zuhalten möchte.
Edit: Na wir wollen mal nicht so sein. Den Super Bowl hat sie ja perfekt hinbekommen…
“Marry the night” by Lady Gaga
Dass sie als nächstes schauspielern will (vielleicht Amy Winehouse?) ist ja schon länger bekannt, zumindest mit dem Lidstrich huldigt sie im neuen Video der “Lioness”. Gaga lässt sich bekanntlich nicht lange bitten und legt “Marry the night” gleich eine eigenen Audition ihrer Schauspielkunst hin. Das Intro als verworrener Kurzfilm mit Black-Swan-Anklang wirkt durch die plakativen Gefühlsausbrüche, die auch noch mit Beethovens Klaviersonate Nr. 8 unterlegt ist, etwas lächerlich und over-the-top, aber so ist halt die Lady mit den tausend Gesichtern, die auch gleiche eine Trend-Prophezeiung in den Raum wirft: Mint wird DIE Farbe. Na, das hört Anna doch bestimmt gerne.
Das Video nach dem Klick.
Lana Del Rey is going to be HUGE
Sie ist am 12.11. in Köln und zwei Tage später in Berlin! Und wer noch mehr auf die melodramatische Stimme steht, klickt jetzt weiter… Ich bin sehr süchtig. Ein Portrait über die Neuzeit-Nancy-Sinatra mit Hang zu Nagelstudioskönnt ihr hier lesen. Wer beim Video oben die Film-Schnipsel im Fifties-Style genau ansieht, wird auch das Vollrausch-Video von Paz de la Huerta entdeckt haben.
Crazy Bitch in a Cave – PARTICLES
Wenn man den eigenen Blog ab und zu durchforstet, findet man das eine oder andere Goldstück darin und denkt sich “Was machen denn die gerade?” Dann googelt man zwei Sekunden durch die Gegend und findet heraus, dass gerade der Release zum Debut-Album von Crazy Bitch in A Cave stattgefunden hat. Wunderbar! Nachdem ich schon zu Klaus Nomi eine Affinität habe, ist es nicht weit her, dass mir die 12 Tracks von PARTICLES sehr gut gefallen. “Zwischen Elektropop und extrovertierter Performance bewegen sich die Shows von Crazy Bitch in a Cave”, schrieb einst FM4. Wenn dann bei der “verrückten Schlampe” wie die TAZ Patrick Weber vorvorgestern nannte, noch hübsche Einhörner durchs Video flitzen, macht das ganze gleich noch viel mehr Spaß.
Alles weitere lässt sich auch am hauseigenen Tumblr mitverfolgen.
Goodbye, Amy!
Auch wenn man die letzten beiden Jahren nurmehr ein Drogenwrack in den Medien vor sich hatte, das zu einem obskuren Kult-Objekt wurde, weil es keine andere so öffentliche Zurschaustellung einer Selbstzersetzung gab, so verwischte es die Person dahinter enorm. Und die war eine talentierte, intelligente Musikerin, die leider nicht mit ihrem Leben klar kam.
Amy Winehouse gab vor Jahren in einem Interview mit Jonathan Ross auf die Frage, ob sie von ihrem Managment in eine bestimmte Form gepresst würde, britisch trocken zur Antwort: “Yes, one of them wanted to mold me into a big triangle shape, but I went ‘No!’” Letzten Endes wurde sie aber mit dem Stempel ‘train wreck’ in die Ecke gestellt, der nichts mehr mit ihrer Musik zu tun hatte. Vielleicht beginnt man jetzt ihren musikalischen Nachlass ohne den Hintergrund dieses tragisch-komischen Schemas in dem sie endete, anzuhören, denn wie sie einmal meinte:
“I want kids to listen to my music and think ‘I can write whatever I wanna write. I don’t have to sound like Dido or Robbie Williams and certainly I don’t have to go to Pop Idol to be able to write music.’”
Vielleicht hat sie das auch geschafft. Mit ihrem Patenkind Dionne Bromfield, einem angehenden 15jährigen Soultalent, stand sie am Mittwoch das letzte Mal auf der Bühne. Und da sah Amy Winehouse alles andere als drogenwrackig aus…




