Bernd Serafin Thaler – Interview mit dem Schuhmacher der nächsten Stunde

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Bei Abschluss-Shows von Modeklassen stechen oft nur wenige Schüler wirklich hervor. Mit ein wenig Intuition erkennt man allerdings schnell Unterschiede und stellt dann fest: Aus ihr/ihm könnte noch was größeres werden. Bei Bernd Serafin Thaler stellte sich dieses Gefühl bei mir ein. Der Absolvent der Modeschule Hetzendorf hat sich mit einer Schuhkollektion damals ins Rampenlicht gerückt und ist seitdem besonders umtriebig gewesen.

Was er gemacht hat, welcher Designer sein Vorbild ist und warum Donatella Versace seine Schuhe tragen sollte, erzählte er im Interview.

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Berlin, Wien, Kitzbühel – Interview mit Senkrechtstarterin Marina Hoermanseder

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Obwohl ich nicht auf der vergangenen Mercedes Benz Fashion Week Berlin war, schwappte die Aufregung rund um die neue österreichische Designhoffnung Marina Hoermanseder, die wohl aufgrund der Internationalisierung auf den Umlaut in ihrem Namen verzichtet, weit in die Alpenrepublik. Was in der Öffentlichkeit wieder mal als “Overnight Success” wahrgenommen wird, ist Ergebnis jahrelanger Aufbauarbeit. Die junge Designerin hat unter anderem bei Alexander McQueen gearbeitet, die ESMOD Berlin absolviert und ist jetzt dabei ihren eigenen Signature Style zu etablieren: Leder, Schnallen und ein Hauch von Fetisch, der über ihren Kollektionen schwebt, ist unverkennbar. Damit hat sie schon eine der wichtigsten Punkte in ihrer Arbeit vollkommen integriert, die Pflichtteil sind um am sehr schwierigen Modeparkett zu reüssieren.

Warum sie es gerne hätte, dass Lady Gaga nicht allzu wild in ihren Teilen tanzt und wie man noch mit Fetisch entsetzen kann, lest ihr in diesem Interview!

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Mark & Julia präsentieren ihre Kampagne für Spring/Summer 2014

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“Pertungba” (das Sherpa Wort für “nackt”) ist der Titel der aktuellen Mark & Julia Kollektion, die sie demnächst auch beim EDGED Showroom auf der Capsule während der Paris Fashion Week zeigen werden, wurde von Fotografin Selina de Beauclair für die neue Kampagne abgelichtet. Die Bodyketten stammen von Hannah Wagner (CVD) und Flo Rottensteiner kreierte eine Special Edition! Dazu wurde ein Blouson von ihm handbemalt. read on

Es kann wieder eingereicht werden – “STEFFL Best Newcomer” geht in die dritte Runde!

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Shakkei (Gabriel Baradee) und Rebekka Ruétz haben die letzten beiden Jahre für sich erfolgreich entschieden. Nach einem halbjährigen Kampf um den Titel – mehrere Auswahlrunden mussten dabei bestanden werden – durften sie sich über 10.000 Euro und einen eigenen Corner für Herbst/Winter der kommenden Saison im Steffl Department Store freuen.

Und dieses Jahr wird alles noch größer! Ich freue mich wieder in der Jury zu sein und die jungen Designtalente zu sehen und ihre Ideen zu hören. Und ein weiterer Bonuspunkt, der die Arbeit der Jury allerdings nicht weniger macht: der Wettbewerb beschränkt sich zum ersten Mal nicht auf Österreich.

Labels, die in Deutschland und in der Schweiz zu hause sind, werden dieses Jahr auch in den Wettbewerb aufgenommen.

Verliehen wird der “STEFFL Best Newcomer” bei den Vienna Awards for Fashion & Lifestyle im Frühjahr 2014, wo die drei FinalistInnen ihre Kollektionen auch in einer Laufsteg Show präsentieren.

Die Kriterien:
  • Das Label existiert nicht länger als drei Jahre und ist in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ansässig
  • Der Designer/die Designerin ist nicht älter als 30 Jahre.
  • Es ist eine regelmäßige Produktion vorweisbar in üblichen Kollektionszyklen
  • Eine schulische Designausbildung ist nicht zwingend
  • Anforderungen an die zu entwerfende Kollektion:
    - Ready-to-wear
    - Womenswear oder Menswear
    - Die Kollektion muss ins Bild der Abteilung DISTRICT1 passen
    - Saison Herbst/Winter 2014
    - 10 komplette Looks müssen in der Laufsteg-Präsentation bei den Vienna Awards gezeigt werden.

Informationen und Teilnehmer-Sheets bekommen interessierte Labels über die Emailadresse newcomer.steffl@vienna-awards.at

foto/credit: Shakkei: Stylekingdom, Rebekka Ruétz: Jürgen Hammerschmid

Christopher Bailey wird noch einmal befördert

Burberry wäre ohne seinen Einfluss nicht die Marke, die wir heute kennen. Seit Jahren ist Christopher Bailey der Creative Director, jetzt sitzt er bald auf noch einem Stuhl: als CEO. Seine Vorgesetzte Angela Ahrendts verabschiedet sich Mitte nächsten Jahres in Richtung Apple, sie soll für das Store Design gleich unter Apple-Chef Tim Cook arbeiten, und dann übernimmt Bailey ihre Position. Das klingt nach ziemlich viel Arbeit. Alles Gute, Mr. Bailey!

Übrigens: Woher kommt die Apple-Connection Frau Ahrendts? Ist die Tatsache, dass die letzte Fashion Show der Spring/Summer 2014 Collection mit iPhone 5S gefilmt wurde, ein Indiz? Das hat allerdings Bailey eingefädelt, der mit Jonathan Ive, Apple’s Senior Vice President der Designabteilung, befreundet ist. Hier könnt ihr lesen, wie 14 iPhones dafür in Stellung gebracht werden mussten. Die erste Person, die von der Modeseite zu Apple wechselt, ist Angela Ahrendts nicht. Erst im letzten Jahr hat Yves Saint Laurent CEO Paul Deneve Frankreich gegen Kalifornien getauscht.

Quelle: WWD

Das Talent, das neben Isabel Marant untergeht: Minju Kim for H&M

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H&M tut sich gerade PR-technisch keinen Gefallen. Auf der einen Seite wird die lang erwartete Kollektion von Isabel Marant veröffentlicht, auf der anderen die der Gewinnerin des H&M Design Awards, der dieses Jahr an die Südkoreanerin Minju Kim gegangen ist. Eine Absolventin der Antwerpener Modeakademie, deren Kollektion “Be Cover” ich in diesem Juni in Antwerpen sehen durfte. Zwar muss man zur Verteidigung H&Ms sagen, dass die Fotos angeblich “geleaked” worden sind, aber der Hut ist so alt wie Flashmob und Limited Edition. Also darf man sich keine allzu großen dramatischen Szenen in der PR-Abteilung vorstellen.Minju Kims Kollektion für H&M besteht zwar nur aus wenigen Teilen, doch sie ist um einiges innovativer und vielversprechender als das was Marant da für den schwedischen Konzern gebastelt hat.Die Designs sind überraschenderweise überaus kompromisslos ausgefallen, was wirklich gut tut. Ein Pullover ist eine optische Illusion, ist an ihm doch ein Cape in Form eines Pinguins angefügt, ein ballonig geschnittener Mantel in gelb und altrosa Jaquard Materialien und Minikleider mit türkisen Krägen und die für Minju Kim bereits typischen Quästchen aus Leder, sowie Plateauschuhe mit Keilabsatz und Schnürung in Schwarz und Weiß sind ebenfalls an Bord.

Minju Kim dazu: “Bei meinen Designs geht es darum, Manga-Figuren in Kleidung zu verwandeln, und es ist aufregend sich vorzustellen, dass diese Charaktere bald von Menschen auf der ganzen Welt getragen werden.”
Auch ihr Lehrer Walter van Beirendonck scheint sehr stolz auf den Erfolg seiner Schülerin zu sein: “Minju Kim ist ein strahlender Juwel und eine echte Entdeckung. Sie ist eine junge Frau mit unglaublicher Vorstellungskraft und handwerklichem Können, und sie verfügt über eine unverwechselbare persönliche Vision, mit der sie an Mode herangeht. Es war ein Vergnügen, mit ihr zu arbeiten.”Auf jeden Fall ein aufgehender Stern, den nicht nur das AnOther Magazine auf die “One To Watch”-Liste gesetzt hat.
Am 17. Oktober 2013 wird die Kollektion online verkauft. Glück für mich, es wird dabei kein Onlineshop Server abstürzen.

 

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[Auf Minju Kim hat die Wahlheimat Antwerpen mit Rubens Kragen anscheinend schon abgefärbt]

foto/credit: H&M

Tiberius (MQ Vienna Fashion Week 2013)

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Marcos Valenzuela-Abril könnte es nach mehreren Jahren ja mittlerweile gewohnt sein am Ende seiner Tiberius Shows Standing Ovations zu bekommen, doch augenscheinlich ist das nicht der Fall. Die Popstar-Atmosphäre war zwar heuer leider etwas gedämpft, das Zelt nicht bis auf den letzten Platz belegt, doch das scheint eher an dem Termin unter der Woche gelegen zu haben, der bei einer B2C Fashion Week wohl undankbar ist. read on

Interview: Thomas Kirchgrabner über seinen Wechsel zu Lena Hoschek

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Wie ich euch bereits letzte Woche berichtet habe, ist Thomas Kirchgrabner ab sofort nicht mehr für Liska als Chefdesigner tätig. Ein Nachfolger bzw. eine Nachfolgerin wurde bis dato von Seiten Liskas nicht präsentiert. Trotzdem Grund genug einmal bei Kirchgrabner nachzufragen, wie der Hase ab sofort bei ihm läuft!

Du bist bei Liska noch als Konsulent tätig. Kollektionen fallen da aber nicht mehr in dein Aufgabengebiet, oder?

Nein, ich bin nicht mehr für die Liska Kollektion zuständig, ich stehe nur für spezielle Kundenanfragen zur Verfügung – da im Laufe der Jahre mir einige dieser treu bleiben wollen.

Gibt man “Lena Hoschek und Thomas Kirchgrabner” bei Google ein, findet man dutzende Fotos von euch beiden. Die private Freundschaft hat euch schon sehr zusammengeschweißt. Wie kam es, dass ihr beschlossen habt gemeinsame Sache macht?

Lena versuchte schon vor einigen Jahren mich für ihr Team zu gewinnen, jedoch war ich erst jetzt für diesen Schritt bereit. Uns verbindet nicht nur eine enge Freundschaft, sondern auch eine Leidenschaft für große Abendroben und Hochzeitskleider.

In welchem Bereich bist du ab sofort genau für Lena Hoschek tätig?

Ich bin seit August 2013 Lena Hoscheks Chefdesigner des Haute Couture Ateliers in Wien.

Lena Hoschek hat erst vor kurzem den Couture Salon eröffnet, ist mit einem Kleid für Lana Del Rey in Cannes extrem positiv in der internationalen Presse aufgefallen. Wird die Marke in Zukunft weiter in diese Richtung ausgebaut?

Ja, wir arbeiten intensiv an dem Atelier, bzw. wird es in Wien endlich wieder einen Platz für wahres Handwerk geben.

Sind die Ready To Wear Kollektionen weiterhin von Lena Hoschek designt oder wirkst du hier auch mit?

Lena designt weiterhin ihre Kollektion, es ist ja auch sie selbst, die ihre Marke am besten vertreten kann. Ich unterstütze die Kollektion natürlich so gut wie ich kann.

foto/credit: Julia Stix

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