Wendy&Jim in Paris

Letzte Woche war die Galerie “Eric Michard” in der Rue St Claude Schauplatz für die Präsentation der neuen Kollektion von Wendy&Jim. Die Designer waren natürlich ebenso anwesend wie der verantwortliche Lookbook-Fotograf Lukas Gansterer. Der Verzicht auf eine Fashion Show ist dieser Tage nicht nur kostengünstiger, sondern würde im hektischen Pariser Schauenkalender wohl auch abseits der großen Namen untergehen. Ein geschickter Schachzug, der sich auch gleich an den nächsten reiht: Ein eigenes Parfüm!

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JIL SANDER killed it!

Meine Twitter-Timeline war Samstag Nachmittags übervoll, als Jil Sander die neue Spring/Summer 2012 Kollektion in Milano präsentierte. Und den Hype finde ich einmal  gerechtfertigt. Ein Kollektion, die Paisley-Muster, Picasso-Motive und die Farbe Weiß zum Inhalt hat, begeisterte. Besonders die Interpretation eines Brautkleides, das man so wohl noch nie gesehen hat. (Und das heißt etwas in der Modeindustrie!)
Ihr könnt den Grund für den kollektiven Heiratswahn ab Minute 1:23 im Video bestaunen…

Ein Abend mit Agatha Ruiz de la Prada

Erst kürzlich feierte Ruiz de la Prada ihr 30-jähriges Jubiläum und ist neben Cristóbal Balenciaga und Paco Rabanne (die im Gegensatz zu ihr von Spanien nach Paris auswanderten) Design-Star der iberischen Halbinsel.
Die MQ Vienna Fashion Week eröffnete sie im letzten Jahr, letzte Woche kehrte sie für eine Retrospektive ihrer besten graphischen Werke in Posterform für Ausstellungen, Kongresse etc. (ja, auch das macht die Dame) in das spanische Kulturinstitut am Schwarzenbergplatz und hüpfte gar nicht müde zwischen Kameras, Journalisten und den Mitgliedern der versammelten spanischen Community in Wien herum.

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MQ Vienna Fashion Week.11 _ [ep_anoui] by Eva Poleschinski, elfenkleid, Michel Mayer & rebekka ruétz

ELFENKLEID

Mit einer wundeschönen Ready-To-Wear Winterkollektion und einer “Black & White Edition” macht elfenkleid gestern gewaltigen Eindruck. Da wurden nicht nur die Träume aller heiratswilligen bedient, sondern auch gleich mit bemerkenswert gut geschnittenen Jacken um sich geworfen, dass es eine Freude war. Übrigens liebe Kate Moss: Du brauchst nicht John Galliano – elfenkleid machen das besser.

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Interview mit Karin Schönenberger, Creative Head von HUBER® Bodywear

Nachdem wir Karin Schönenberger schon am FashionCamp Vienna Blog unseren Steckbrief beantworten ließen, gibt es hier das ganze Interview mit ihr.
Die junge Creative Head des österreichischen Unterwäscheherstellers HUBER® Bodywear besuchte erst die “Royal Academy of Fine Arts” in Antwerpen und arbeitete schließlich für Helmut Lang in New York, bevor sie wieder nach Österreich zurückkehrte.

Erzählen Sie uns ein wenig über Ihren Werdegang!

“Ich habe in Antwerpen Modedesign studiert. Danach war ich in New York bei Helmut Lang als Freelance Assistent Designer. Zurück in Österreich bin ich nun für die Damenkollektion von Huber Bodywear verantwortlich.”

Was zeichnet für Sie die Marke HUBER aus und was macht sie besonders?

“Die Marke Huber ist ein über hundertjähriges Unternehmen mit einer spannenden Geschichte; seit dem Gründungsjahre 1908 haben sich Formen und Materialien von Wäsche ja stark verändert. Huber hat sich immer nach neuesten Innovationen in der Wäscheindustrie orientiert. Dies tun wir auch heute, wenn wir zum Beispiel Stoffe wie Tencel C entwickeln.”

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Rebecca Minkoffs Imperium in spe

Rebecca Minkoff beobachte ich schon eine Weile. Nicht unbedingt wegen ihren Kollektionen, die sich sehr streng an eine hipsterige Linie halten, sondern wegen ihres einzigartigen Marketings, das sich konstant erfolgreich im Social Media Bereich breit macht. Und netter Lookbooks wie diesem hier…

Natürlich muss die junge Kalifornierin, die in New York lebt mit guten Investoren gerüstet sein, um sich dies auch leisten zu können, doch im Endeffekt bleibt immer noch die zentrale Person, die sich auch plakativ verkaufen kann, um in diesem Segment zu bestehen. Ein Segment, in dem sich in Nordamerika an der Spitze Größen wie Donna Karan und Michael Kors herumtreiben.
Vor wenigen Tagen hat Rebecca Minkoff eine Kurz-Doku veröffentlicht, die sie während den Vorbereitungen zu ihrer ersten Show auf der New York Fashion Week im Lincoln Center zeigt. Sympathisch, locker, das was man in einer “Project Runway”-Folge in der Jury sehen möchte, weil sehr authentisch und damit auch ideal für den amerikanischen Markt.

Die erste Doku in diesem Stil – “REBECCA MINKOFF: BACKSTAGE” – gab es bereits im März, wo sie ihre Sommerkollektion präsentierte und Rumi Neely von Fashiontoast im besten Marc-Jacobs-Stil ein Kleid widmete und sie hinein steckte. Soviel zur gelungenen Web-Einbindung.

“I’m focused on making this a lifestyle brand,” wurde Minkoff einst von Style.com zitiert und hat damit den Schlüssel für’s Weltimperium in der Hand.
2001 begann sie mit einer Kollektion, die nur aus fünf Teilen bestand und war mit einem eigens designten “I Love New York”-Shirt in Jay Leno’s Talkshow vertreten. Die Aufträge nach der ersten medialen Aufmerksamkeit arbeitete sie an der eigenen Nähmaschine ab, bevor sie zu Handtaschen wechselte und 2005 die (etwas unspektakuläre) “Morning After Bag” herausbrachte, die sie zahlreichen Celebrities umhängte.

‘Instant Success’ nennen das die Amerikaner, was darauf folgte. Vier Jahre blieb Minkoff den Accessoires treu bis sie sich wieder an Stoff wagte. Etwas geschmäcklerisch kommerziell, ist es wahrscheinlich gerade das was ihr die Fanscharen beschert und sie scheut sich auch nicht den einen oder anderen Anreiz von anderen weitaus teureren Designern in ihren Look-Pott zu werfen.
2011 ist Rebecca Minkoffs Jahr. Zehn Jahr nachdem sie begonnen hat. Was wieder einmal den Spruch beweist: “You need ten years to be an overnight success!”

Chanel ruft Ware zurück

Wie die Textilzeitung heute vermeldet hat, muss Chanel in den USA Produkte wie Kleider und Schals zurückrufen, denn sie würden nicht den nationalen Feuersicherheitsbestimmungen entsprechen. Betroffen davon wären 154 Teile die aus Stoff “mit 100% Seide” produziert wurden.

Nun ist es oft so, dass selbsts Labels, die eine 100% Angabe von einem bestimmten Stoff haben sich einer Varianz dieser mit anderen beigemischten Fasern entziehen. Dabei wird dann mit Kunstfaser gestreckt. Weswegen  die Waren mit Seide wirklich von Chanel zurückgerufen werden müssen, wird im Artikel der Textilzeitung nicht näher geklärt, auch bei Mode.net wurde ich über genauere Hintergründe nicht fündig.

Entzündet sich 100% Seide so schnell? Wie ist es dann mit anderen Produkten, die aus Seide hergestellt werden?
Irgendwo beißt sich bei dieser Story die Katze in den Schwanz. Oder habe nur ich diesen Eindruck?

 

foto/credit: ZEVS Chanel Logo