Karl Lagerfeld zusammen mit Snoop Dogg in einem Musikvideo

Ja, es ist schon sehr eigenartig, wozu der liebe Onkel Karl in letzter Zeit fähig ist. Es scheint, als würde der Reinheitsgrad seines weißen Haares exponential mit den Dingen stehen, die einfach nur Kopfschütteln verursachen. Nicht falsch verstehen! Karl Lagerfeld hat bereits SALM in “Rondo Parisiano” seine Stimme geliehen und das ganze wurde ein Hit. Bei diesem fragwürdigen Keyboard-Geklimper von Snoop Dogg mit dem französischen Kirtags- Sänger Jean-Roch ist es allerdings etwas schief gegangen. Lagerfeld tritt als Gott auf und wird gefragt, wo denn das Paradies sei. Etwas stupideres schien den Machern dieser Selbstparodie nicht eingefallen zu sein.

Wie auch immer: Karl Lagerfeld ist wieder einmal einen Punkt in seinem schier endlosen Lebenssortiment an Auftritten reicher geworden. Diesen hätte er sich allerdings sparen können.

Das Video nach dem Klick

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Anna Dello Russo entwirft Accessoire-Kollektion für H&M

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Fashion Director der Vogue Nippon und Gallionsfigur sämtlicher Front Rows Anna Dello Russo ist jetzt um einen Punkt in ihrem CV reicher: H&M wird im Herbst eine Schmuck-Kollektion mit ihr auf den Markt bringen – genauer gesagt am 4. Oktober 2012. Die bereits veröffentlichten Prototypen sind vorwiegend reich verzierte Clutches mit dramatischen Arabesken, ihrem kleinen Hund, der in Gold auf einem Piece verewigt wurde und geschlungenen Armreifen, die an die besten Zeiten von Cartier in den 80ern erinnern. Leider ist die Idee wahrscheinlich wieder mal besser als die Ausführung, wirkt doch ein großer Plastikstein in türkis etwas billig.

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Nach dem Klick könnt ihr das Video mit Signora Dello Russo sehen, die durch ihr Versace-likes Wohnzimmer führt. read on

Markenbildung á la Carine Roitfeld

Ihr CV ist illust und ihr endgültiger Durchbruch kam, als BFF Tom Ford sie bei Gucci als Chefstylistin einsetzte. Was folgte: Die Models auf dem knöchelhohen Fellteppich-Catwalk hatten 2002 geglätteten Mittelscheitel, wie Madame Roitfeld, der katzengleiche Gothic-Look war eins zu eins kopiert. (Und der Kimono-Gürtel aus dieser Herbst/Winter-Kollektion verfolgt uns auf billigen Abendkleidern bis heute.) Stilsicherheit – bestimmt. Aber eine Selbstkopie auf den Laufsteg zu schicken, ist schon etwas selbstverliebt. Diese Selbstverliebtheit kam bei der Französin aber nie zu penetrant an die Öffentlichkeit. Ihr persönlicher Stil, vereint mit ihrer unglaublichen Physis, und ihrem glaubhaften Bekenntnis ihr Gesicht ohne Botox altern zu lassen, waren stets Marke. Nach ihrem Ausstieg bei Vogue Paris, rätselte man über den nächsten Schritt. Ausser einem großformatigen Buch, das einem intellektuellem Tagebuch gleicht und Fashion-Freunde mit Stammbucheintragungen verziert haben, kam nichts. Ein paar Signierstunden bei Colette, ein Shooting hier, ein Shooting da. Das war’s aber anscheinend nicht. Carine Roitfeld dürfte schon während ihrer Zeit als Chefredakteurin auf den Geschmack gekommen sein. Damals arbeitete sie parallel als exzellent bezahlter Consultant für Modehäuser wie Balmain. “Zwischen 10.000 Euro pro Stunde bis zu 50.000 Euro pro Tag bekommt eine Redakteurin”, informierte Modepilot zur Entlohnung. Im Gegensatz zu stark sinkenden Verlagsbezahlungen kann man den Redakteurs-Job dann nurmehr als Einstieg in eine Liga der Modewelt werten, wo wirklich die Kohle in Strömen fließt.

Dass die Modebranche ein hart verdientes Gewerbe ist, ist allgemein bekannt. Doch was die Modebranche umsetzt, ist nur Zuckerstreusel  für die Beauty-Welt. Verdienen sich Marken seit den Achtziger Jahren mit ihrem Namen doch nicht nur ein nettes Zubrot mit Lippenstift & Co, sondern erwirtschaften mittlerweile einen beachtlichen Anteil auf dem Beauty-Sektor. Die Modewelt glamourisiert, das Beauty-Sortiment holt den Cash – schließlich ist ein Parfüm leichter zu verkaufen, als ein Blazer um mehrere tausend Euro. Keine Neuigkeit. Doch Carine Roitfeld hat dieser Gedanke wohl ganz schön angetörnt. Die Reichweite ihres Namens versickern lassen? Mitnichten! Seit gestern ist wohl besiegelt, dass sie wohl nurmehr zu Promotionzwecken in einer Redaktion auftauchen wird – MAC holte Roitfeld an Board – und ja, sie bekommt eine eigene Kollektion. Damit ist klar: was eine Victoria Beckham kann, wird eine Roitfeld sicher auch schaffen.

foto/credit: MAC

The Inflatable Lady – Ein Interview mit Pandemonia

Ich glaube, es war die Fashion Week vor einem Jahr, als London sehr kalt war und trotz seiner 10 Grad plus eine ekelerregende Eiseskälte ausstrahlte. Nachdem wir 45 Minuten durch die Stadt irgendwo nach Westminster gegondelt waren und – wieder einmal – vor einer Party anstehen mussten, beschloss ich, dass mir das hier alles gerade überhaupt nicht gefalle. Aber wirklich nicht. Schon gar nicht, wenn kurz beschürzte Engländerinnen die Gefahr einer Lungenblasennierenentzündung in Kauf nehmen und man daneben noch in Leggings erbärmlich friert.
Genau zu diesen Zeitpunkten kann es aber in London passieren, dass es daherkommt. Eine Erscheinung, die man nur dort haben kann, und die in ihrer Wirkung wahrscheinlich auf so manch anderen Teilen dieser Welt nicht sonderlich wirkt.
Das sind Erscheinungen wie Pandemonia. Man kann sie nicht beschreiben und Fotos können auch nicht die Reaktion hervorrufen, die man in Realität hat, wenn man sie unvorbereitet trifft. Pandemonia ist eine ca. 1,90 Meter große Dame aus Latex. Mit Hündchen Snowy unter dem Arm und stets einer dazupassenden Tasche ist sie unübersehbar und von Fashion Show bis Produktpräsentationen auf sämtlichen Events zu finden, denn “Products are the new superstars”, wie Pandemonia meint. Und als solches etabliert sie sich gerade erfolgreich.
Eine Kunstinstallation, oder eher ein Performance Art Projekt, das wie ein Lovechild von Andy Warhol und Roy Liechtenstein aussieht und erstmals bei einer Vernissage von Pop-Art-Legende Tracy Emin 2009 auftauchte, ist die Projektionsfläche einer pervers nach Jugend ausgerichteten Welt. Den Alterungsprozesses hat Pandemonia mittels perfekt ausgeklügelter Latex-Kostüme, die jeden Zentimeter Haut bedecken, ausgeblendet.
Der Künstler, der darin steckt, will unbekannt bleiben und beschrieb Pandemonia gegenüber iD-Magazine als “social parody, packaging artificiality and lack of content”. Die Masche des “lack of content” scheint in unserer Medienwelt vollends aufzugehen. Viele Interviews auf Youtube zeugen von einem steigenden Bekanntheitsgrad mit jeder Londoner Fashion Week.
Praktisch für Pandemonia: Sie kann ihren Look + Haarfarbe ständig ändern. Wie man so wunderbare Haare mit einzigartigem Volumen bekommt und was die liebe Pandemonia von Österreich hält… ein unkompliziertes Q & A mit feinem britischen Humor in dem die Zahl 15 eine komisch deutliche Wiederholung bekommt, gibt es für euch nach dem Klick.

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Die “Fashion”-Simpsons

Wenn jemals Matt Groening dazu kommen würde Anna Wintour oder Iris Apfel in seine Simpsons einzubauen, würden sie wahrscheinlich so aussehen, wie Alexsandro Palombo’s Version. Wer seinen Blog “Humor Chic” nicht kennt, sollte es schnell nachholen! Zwar hätte man die einzelnen Outfits der karrikierten Personen noch besser ausführen können, doch die bitterböse Interpretation von Donatella Versace und ihrer Tochter Allegra läuft dann wieder nach alten Palombo-Mustern.
Na? Wer erkennt wen?

Grace Coddington schreibt ihre Memoiren

Anna Wintour schreibt ihre Memoiren, Tavi Gevinson schreibt ihr Memoiren und Fluffy, das dreibeinige Schwein aus der Sesamstraße auch. Na wie wunderbar. Interessiert mich alles nicht.

Was mich allerdings sehr wohl interessiert, ist der sympathisch, ungeliftete Rotschopf und Creative Director der amerikanischen Vogue namens Grace Coddington, die in “The September Issue” (Gawker-Kommentar hierzu) der einzig menschliche Lichtblick am Horizont war. Zusammen mit Michael Roberts, Fashion Editor at Large von Vanity Fair, wird die britische Katzenliebhaberin in die Tasten greifen und über ihr Leben erzählen. Ich freue mich!

via CBS News

foto/credit: screenshot

Anna Dello Russo gibt “Tipps”

Habe ich mich schon seit jeher gefragt warum die Heilige Anna, oder von Bryanboy einfach nurmehr mit ADR belegt, so berühmt und stilikonisch sein soll, bringt sie mich heute zum Schmunzeln. Warum? Nun, im Blogwatch von Les Mads die “10 rules of sales shopping” der Fashion Editrice entdeckt, musste ich gleich draufklicken.

Und was gibt die pilatesgestählte Anna so von sich? Neben bla und bla findet man auch die Regel Numero 9:

Buy only DESIGNER’S clothes.
Why? high-quality is guaranteed.

Da erinnere ich mich nur allzu gerne an gegenteiliges und selbst erlebtes, die dagegen sprechen. Aber wahrscheinlich ist es des Editor’s Schicksal unbedingt 10 Regeln rauspressen zu müssen…

Der Heilige Baptiste.

Eines muss man dem Toyboy Herren lassen: Wo er auch auftaucht, verzückt er die Damen (und Herren). Karl Lagerfelds bestes Pferdchen im Modelstall und vielzitierte “Muse” beehrt den morgen stattfindenden Life Ball, und war im Vorfeld bei einem Cocktailempfang zugegen, der sich folgendermaßen abspielte…

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Das Sieber-Phänomen.

Kennt jemand Caroline Sieber? Ich meine jetzt abseits von irgendwelchen bleichen Fashion-Irren, die 24-Stunden in gebückter Haltung vor einem Screen verbringen und die Sonne nurmehr vom Hören-Sagen erahnen.
Nicht?

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