WANDA NYLON – Im Couture Look durch den Regen

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Gerade jetzt wo der Mai auf April macht, wären die Trenches (ist das die Mehrzahl von Trench?) perfekt für Pfützenhüpfen und lange Spaziergänge zur Straßenbahn oder durch die wolkenverhangenen Wiener Gassen. Leider spielt sich die Regenbekleidung im oberen Preissegment ab, weswegen ich bereits den Griff zu PVC-Plane und Isolier-Tape erwäge, um meinen Heißhunger auf die perfekte Transparenz-Couture zu stillen, die vom französischen Label WANDA NYLON entwickelt wurde.
Wer wünscht sich angesichts dieser Ausblicke nicht noch mehr Regen? Ich bin dabei! Und für die Pflanzen ist es sowieso besser. Hat schon die Oma gesagt.

Übrigens wurde Wanda Nylon gerade von der Vogue Italia und Steven Meisel zum “Look of the Moment” klassifiziert. Ein wunderschönes Video, das besser als das aktuelle Lookbook (Brrrr) ist, könnte ihr hier sehen. Warum dazu dieses abscheuliche “Happy Birthday” Lied geträllert wird, weiß ich auch nicht.

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H&M, Zara, Mango – “Wir machen jetzt auf Premium.”

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Es wirkt ein bisschen so als würde man bei Hofer Aldi die Deluxe Marke kaufen oder sich ganz toll fühlen, weil man jetzt Rewe Produkte am Hohen Markt in der Innenstadt um das Doppelte als zu hause um die Ecke kauft.
Die Rede ist von den Premium Linien der Textilketten H&M, Zara und Mango. Während die Schweden mit ihrer Conscious Collection schon vor drei Jahren in der Modebranche die Diskussion entfachten, ob sie Couture (was auch immer das in diesem Zusammenhang heißen hätte sollen) werden wollen, hat sich Zara mit seinem STUDIO ebenfalls versucht abzuheben. Es wurde ein Abheben. Zara STUDIO hat sehr oft den Look als wäre eine Céline Kollektion auf LSD bei der Tür hereinspaziert und hätte sich mit einem Stoffmarkt aus dem ehemaligen Ostblock gepaart bzw. versucht auf COS zu machen.
Und jetzt? Jetzt macht Mango auch “a bisserl” Premium und launchte heute seine erste Linie. Obwohl mir die Spanier in den letzten Monaten immer mehr gefallen, im Gegensatz zu Zara, der sich mit befremdlichen Lookbooks und unkombinierbarem Wir-wollen-so-gerne-aber-wir-können-nicht-Kram (bis auf die Taschen) nicht gerade in meinen Kleiderkasten einschleimt.

Wer es gerne ein bisschen sackartig/oversize hat, der wird mit Mango Premium sehr zufrieden sein. Beige, Orange, Weiß und hin und wieder Blau mischen mit. Für den Sommer startet man mit Leinen – nicht gerade mein Favorit, wenn es nicht mit ein bisschen Kunstfaser “entknittert” wird – und wirft kurze Ripppullis in Rosa auf den Wühltisch, die schon den Flohmarkt-Look mitliefern. Soviel Understatement, also das muss wirklich Premium sein.

Fotos: Mango

Lookbook “Conscious Collection 2014″ von H&M ist da!

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Am 10. April kommt das “Engagement für nachhaltigere Mode” von H&M wieder in die Läden. Ausgewählte Stücke wird es auch auf yoox.com zu kaufen geben, in einem Bereich, der Amber Vallettas “Master & Muse” gewidmet ist. Einer Seite, die von Valletta für “socially responsible customers” entwickelt wurde. Zahlreiche Designer-Ausritte H&M’s in der Vergangenheit (Marant etc.) haben mich nicht gerade aus den Socken gehauen, diese hier hat es schon in sich. Obwohl festzustellen ist.
Elizabeth von Guttman und Alexia Niedzielski (siehe oben) von Ever Manifesto, betreiben zudem einen nachhaltigen Think Thank, der von von der monegassischen Prinzessin Charlotte Casiraghi mitbegründet wurde. Ein weiterer Step in Richtung gegen kritische Töne der Fast-Fashion-Gegner, die H&M Greenwashing vorwerfen.

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Erster Victoria’s Secret Store eröffnet in Österreich

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Man wird sich offensichtlich ein Flugticket kaufen müssen oder nie wieder zu spät zum Flieger eilen, um mal schnell in den Victoria’s Secret Store zu kommen – denn er wird sich offensichtlich am Flughafen Wien Schwechat befinden. So jedenfalls gibt es die Stellenausschreibung vor, die von der Firma “Agora Trading” auf der Website des Flughafens aufgetaucht ist. Diese könnt ihr hier (PDF) einsehen. Ein Datum, wann es losgeht, ist allerdings noch nicht fixiert! Erst im Dezember hat ein Store in München eröffnet.

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Alles kommt einmal wieder. So auch der Snakeprint.

Woran wir erkennen, dass dies eine Seite aus der deutschen VOGUE von 2001 ist? Natürlich sieht Gwyneth Paltrow fast noch pupertär aus.Die Schlangenlederteile wirken allerdings, als seien sie gerade vom Laufsteg gekapert worden. So sind gerade die Frühlingskollektionen 2014 von Gucci, Max Azria, J. Mendel über Michael Kors unter massivem Snake-Einsatz unterwegs und das kündigt sich in kürzester Zeit auch bei den großen Ketten an. Bereits jetzt ist eine Clutch im Sortiment von Zara gelandet.

Einsam wird sie dort nicht lange sein.Doch mit den falschen Schlangen werde ich mich wahrscheinlich nie anfreunden können. Genauso wenig wie mit Leopardenmuster. Für kleine Accessoires und Taschen, kann es noch sehr gut aussehen. Doch einen flächendeckenden Print auf Hosen und Mäntel? Bitte nicht! Noch am ehesten würde ich mir eine Tasche von Burak Uyan (siehe unten) zulegen.
Wo wir gerade beim Thema sind: Das gleiche Revival passiert gerade mit Hahnentritt aka Dog Tooth. Binnen drei Jahren sind wir wieder damit ausstaffiert. Und dann hätte man doch lieber den 80s Blazer nicht am Flohmarkt verschenken sollen …

jimmy choo nicole kidman
Burak Uyan

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Get Redressed! Christina Dean trägt Klamotten aus dem Müll

Ich habe euch schon an anderer Stelle Redressed vorgestellt. Eine Initiative, die von Christina Dean gestartet wurde und sich um die sinnvolle Wiederverwendung von Kleidung bemüht. Ausgangspunkt war ein Besuch von Dean auf einer Müllkippe in Hongkong. Die Massen an noch brauchbaren Klamotten gingen der damaligen Zahnärztin nicht mehr aus dem Kopf und so startete sie Redressed. Ihre erst kürzlich zu Ende gegangene Instagram Challenge, zeigte sie, wie sie 365 Tage Klamotten aus dem Müll trägt. Unten könnt ihr das Video sehen in dem sie von ihren Erfahrungen spricht.

In diesem Jahr habe ich zusammen mit theLipstick.net einen TOP SWAP veranstaltet, der mir gezeigt hat, wie hoch der Bedarf ist Secondhand Klamotten, sei es Tausch oder Verkauf, in neue Bahnen zu lenken und diesen Umweltwahnsinn (jährlich landen in Deutschland zwischen 600.000 und einer Million Tonnen Klamotten im Restmüll! Für  Österreich gibt es keine offiziellen Zahlen) ein wenig einzudämmen. 29.000 Liter werden alleine für ein Kilo herkömmlicher Baumwolle benötigt, um sie zu verarbeiten. Zusätzlich trägt der Baumwollanbau weltweit einen riesengroßen Anteil an Pestiziden, die wir schlußendlich nicht nur auf unserer Haut tragen, sondern auch noch Trinkwasser und Böden in den Produktionsländern verseuchen. (Weitere Daten erfahrt ihr bei wearfair.at)

Wie wäre es mit einem Neujahrsvorsatz für 2014, der sich darum dreht ein wenig darauf zu achten, was man wirklich benötigt und woher man gute, gebrauchte Klamotten bekommt. Vielleicht eine private Kleidertauschparty mit FreundInnen veranstalten? Mehr auf Flohmärkte gehen? Näh-Basics lernen, um dann seine neue Errungenschaften zu adaptieren?

13festival: Li Edelkoort – Mode Trends 2015

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Li Edelkoort ist mit ihrer ruhigen Stimme, wie eine Therapeutin, der man gerne zuhört und sie hinterfragt als solche, schlichtweg alles, was Menschen auf unserem Planeten treiben. So stellte sie auch gleich am Anfang ihres Vortrages beim 13festival plötzlich fest: “Fashion people do not believe in fashion anymore!” Bitte, wie? read on

Von Abercrombie & Fitch, American Apparel und der Gemeinsamkeit mit westlichem Denken

(Screenshot aus dem Video zur Kampagne #FitchTheHomeless)

Ich finde es mittlerweile bemerkenswert, nein eigentlich schon bedauerlich, wie sehr sich die “politisch korrekte” Zivilgesellschaft auf asoziale Typen wie Dov Charney oder Mike Jeffries einschießen. Sie lassen Maulkadaver fallen und schon rennen hunderte Journalisten und ach-so-empörte Blogger hinterher und putzen, wie die kleinen Putzerfische im Aquarium, den Dreck auf, brüllen nach dessen Konsumation und schreien darüber als gäbe es keinen Morgen mehr.

Denn die bösen, körperfaschistischen, sexistischen und was-weiß-ich-noch-alles, haben es gewagt wiedermal sehr medienwirksam ihr Maul aufzureißen um Maulkadaver zu spucken. Das machen sie in so regelmäßigen Abständen, dass ich ihnen mittlerweile unterstelle diese Statements in ihren Marketingplanungen festzusetzen, denn der Output einer solchen Äußerung ist keinesweges geschäftsschädigend. Ein paar Demonstranten vor einem Geschäft und schon hat man gratis Reichweite in einem Fernsehmedium. Dem dumpfen Medienkonsumenten bleibt einzig und allein das Logo im Unterbewusstsein hängen. Ein paar markige Statements über fette Menschen, die man nicht einstellen mag und schon hat man einen Shitstorm auf Twitter von dem am Ende nur die hunderttausendfache Wiederholung des Namens der Company übrigbleibt.

Ich habe in meinem Leben noch keine Filiale von Abercrombie & Fitch betreten. Mir genügen meistens schon die Gesichtern von den Menschen, die ihre Shirts tragen, um zu wissen dass ich dort nicht hingehen möchte. Und detto ergeht es mir auch mit American Apparel, die hässliche Klamotten machen und mit ihren Angestellten auch nicht besser umgehen.

Das ist allerdings kein Ausdruck ästhetischen Wahnsinns von Charney oder eines Jeffries, sondern der einer Gesellschaft, die nunmal Stores einfordern, die bis ins kleinste Detail perfekt durchgeplant sind. Übrigens habe ich noch keineN übergewichtigeN VerkäuferIn in einem Louis Vuitton, Gucci oder Chanel gesehen. Hat sich darüber schon einmal jemand aufgeregt oder nachgedacht? Ich glaube nicht. Es wird ja schließlich von einem Markenimage verlangt.
Nur weil hohlköpfige Firmenbosse laut aussprechen, was Common Sense in einer durchgestylten Medienwelt ist, heißt noch lange nicht, dass es irgendetwas an unserer Wahrnehmung ändert. Wahrscheinlich regt sich einfach nur die westliche Menschheit darüber so auf, weil es sie in Wahrheit aneekelt, wenn jemand laut ausspricht, was sie selber denken.

Wisst ihr, was ich aber viel schlimmer finde?
In Amerika werden gerade Abercrombie & Fitch Produkte an Obdachlose verschenkt, um der Marke zu schaden. Angeblich um sich an der Marke zu rächen, weil die übriggeblieben Ware in der Vergangenheit nicht an Obdachlose verschenkt hat – was keine mir bekannte Textilkette tut, sonst würde man sich ja den Preis kaputtmachen. (H&M hatte 2010 damit schon Probleme) Abercrombie zu stigmatisieren und im Umkehrschluss Menschen mit einer Marke zu stigmatisieren, damit sie schlecht dasteht, ist menschenverachtend. Es ist grotesk, gerade zu ekelerregend und selbstentlarvend.

Lasst die Dovs und Jeffries’ einfach ihren Bullshit verbreiten, so wie bei allen anderen Gelegenheiten im Leben, denn Trolle verbreiten sich erst durch Beachtung und Aufmerksamkeit.

Hier ist übrigens das Video der sehr fragwürdigen #FitchTheHomeless Kampagne

Damien Hirst kooperiert mit The Row

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Für Rucksäcke habe ich mich bis jetzt nicht so ganz erwärmen können. Als Kind der 90er hat man ja so einigen Blödsinn mitgemacht. Tattoo-Halsbänder, Latzhosen, Perlenclips in den Haaren, Edelsteinhalsketten… Die Liste lässt sich endlos führen. Und in meinen Augen durchlebt  man Trends und lässt sie dann sein. Die Revivals der Modeindustrie kann ich höchstens nicht mit Abneigung begegnen, wenn sie zumindest vor meiner Geburt liegen. Doch klitzekleine Ausnahmen wird man ja wohl noch machen…

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