…verzweifelt im Jerseydschungel

Betritt man dieser Tage einen Textilhändler mit Massenkundschaft, erblickt man nichts anderes als Reihen von Jerseyware. Die Gesellschaft scheint sich in Pyjamas hüllen zu wollen. Man lechzt nach kratzigem Chiffon, ertappt sich beim Wunsch nach Polyester…. aber nada. Insgesamt in sieben Geschäften habe ich mich gestern durch die shoppingwütigen Horden gewälzt, doch kein Erfolg. Alles aus Baumwolle, sogar die favorisierten Boyfriend-Blazer sehen in starkem Jersey recht hübsch aus, die Preise rechtfertigen aber die Erfahrung diese nach dem ersten Waschen in den Müll werfen zu können nicht. Satte 70 Euro will Zara für einen solchen haben, H&M 50 Euro. Fairerweise muss ich gestehen noch einen Blazer entdeckt zu haben, der aus einem satinartigen Stoff bestand, aber bereits so durchgenudelt aussah, dass mir die Lust am Kauf gleich verging.

Trend: Flamingo

Schwalben und Katzen waren gestern. Do the funky flamingo!

By the way: Someone has to call Björk!

gefunden bei Taylors Fancy Dress

Copycat: Boohoo goes American Apparel

Für alle, die den Body von AA verpasst haben, gibt es ein günstiges Copycat bei Boohoo.com

Kombinationsmöglichkeiten hat bereits Teresa gezeigt und Zad befand das Ding für nicht-jugendfrei (leider kann ich den Link zu ihrem Posting mit den wunderschönen Zensurbalken nicht finden ^^).
Meinem ästhetischen Geschmacksempfinden nach, würde ich es auch nur Frauen mit Körbchengröße A empfehlen. In der Öffentlichkeit…

Anti-Shopping

Wenn man – so wie ich – für mehrere Tage das Bett bzw. die Wohnung hüten sollte, weil der Frühling mit seinen Wetterkapriolen einem die Füße so waschelnass geregnet hat, man zwischen Dauerschnupfen, roten Augen und mieser Stimmung durch Dauerkopfweh schwankt, sollte man am besten den Laptop angrummeln.

Doch was sehe ich? Hässliches. Und ich weiß nicht was mir gerade Schüttelfrost bereitet. Diese textilen Katastrophen oder ein Virenstamm mit Zungenbrechernamen?

Der verrüschte Alptraum, der jedes Supermodel wie ein lächerliches Sahnebaiser aussehen lässt, kommt von Desire Clothing. Wem dieser Alufolien-Look rechts daneben stehen soll… vielleicht empfängt man mit den vielen Hochglanzpailetten ja Sat-TV. Als sexy Warnweste würde es auch funktionieren (von New Look). Bei dem farbigen, balkonisierten Wahnsinn muss man sich den Schnitt genauer ansehen, denn on model sieht es so aus, als würde man auf jeden Fall bald oben ohne dastehen. Und Kleid ganz rechts (von Asos) sollte man nurmehr sehr dezent mit Accessoires unterstreichen…

Blue Lady

Ich muss ja zugeben ich war noch nie in meinem Leben beim Tichy Eis essen. Ich höre jetzt ein kollektives Luftanhalten. Was? Du warst noch nie da? Nein war ich nicht. Ich muss zugeben kein großer Eis-Fan zu sein und am Reumannplatz komme ich nie vorbei. Allerdings gefällt mir die neue Plakatserie, die seit einigen Wochen in Wien hängt.
Und irgendwie passt mein neues H&M Kleid um das ich viel zu lange herumgeschlichen bin, sehr gut zu der blaugewandeten Dame von Tichy. May summer come. Now!

…und einmal die goldenen Gladiator Schlapfen von Yesstyle
bitte. Auch wenn die für Männer (!) sein sollen, aber das ist mir hier Würstchen.

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Aber Trend.

Unter den vielen Presseaussendungen, die täglich in meinen Posteingang flattern, kam heute einmal interessantes: Das englische Label Minna, die ihre Lookbooks mitschickten, worin ich die schwalbenförmigen Brosche und Kette entdeckt habe.

oben: Minna, unten links: Miu Miu, rechts: Chanel

Verglichen mit Mustern, die derzeit die Miu Miu Kollektionen unsicher machen und Klebe-Tattoos von Chanel sehe ich einen eindeutigen Schwalben-Trend. Bleibts beim kleinen Zugvogel? Ich plädiere ja für ein Flamingo-Comeback.

The Boater Hats

‘These hats were adopted by children in Victorian England and became part of their school uniforms wearing their school or house colours as bands.’

Hut mit blauer Schleife, Asos — Hut mit schwarzem Band, Festartikel Hirschfeld — Hut mit schwarzer Krempe, Topshop

foto/credit: Standbild aus „Blaubarts achte Frau“ von
Ernst Lubitsch (via Sounds Like Me), Coco Chanel

Quelle: Lock & Co Hatters

Modepalast: GREEN. Neue Selbstverständlichkeiten [PALAST GESPRÄCHE]


v. links: Magdalena Schaffrin, Frans Prins, Milo Tesselaar, Gerlinde Lang, Thomas Köckeritz

Gestern fand vor dem Slow Fashion Award (Bericht bei Teresa) ein PALAST GESPRÄCH zum Thema Green Fashion statt an dem Gerlinde Lang (You can find inspiration/FM4), Frans Prins (thekey.to), Thomas Köckeritz (Creative Director vom Kaufhaus Steffl) und Desginerin Magdalena Schaffrin teilnahmen. Moderator war Biorama-Herausgeber Milo Tesselaar.

Da ich nicht die ganze Zeit über anwesend sein konnte und die Tonqualität der Lautsprecher zum Teil miserabel (je nach Position des Zuhörenden) war, erhebe ich hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit. read on

Paris: Näh-Café eröffnet

So funktioniert Mundpropaganda: Letzte Woche noch von Michaela (Tschilp) vom “Näh-Café” in Paris gehört über das Daniel Kalt auf AustrianFashion.Net einen ausführlichen Bericht – “Handarbeiten an der Seine” schrieb, tweetete heute Susie Bubble den Artikel des Guardian.
Das Prinzip des Cafés ist schnell erklärt: Ähnlich einem Online-Café werden dort Nähmaschinen zum Stundenpreis vermietet, für Anfänger gibt es Kurse. Und der Name des DIY-Tempels von Sissi Holleis und Martena Duss? Sweat Shop Paris. No more questions. (;