Ich weigere mich ja generell gegen dieses klischeehafte Kaufverhalten “Rosa Schleifchen für die Mädchen, blaues Schleifchen für die Bübchen” und das zwanghafte Gendering unserer Konsumwelt. Einige Dinge, die jetzt in meinem Fundus sind, habe ich schon bei H&M in der Accessoires-Männerabteilung gefunden und wer sich dort nicht hintraut, weil frau Angst hat schief angeschaut zu werden, ist schließlich selber Schuld.
Genauso geht es mir bei der Beschreibung des Schmucks von Tomasz Donocik (der in London gerade den ITS-Preis gewonnen hat. Gratulation!)
The collection ist targeting a male metro sexual audience and also looks at new alternative subtile ways men should wear jewellry.
Ein sehr idealistisches Vorhaben. Von “ausschließlichem Männerschmuck” ist auch in fast allen seinen Kritiken zu lesen und so begab ich mich auf die Suche nach diesem vermeintlich maskulinen Ausbund. HAHA! Die Russian Aristocrat Collection hat einen Armreifen in Steppoptik, einen Schlaufenschal mit Ösen (siehe Fotos), der ineinander einfädelbar ist und die Central St. Martins Collection wunderschöne Ringe und Manschettenknöpfe.
So maskulin, dass mich wahrscheinlich nur der “Preis nach Anfrage” vom Kauf abschreckt und nicht die Etikettierung “Männerschmuck”.
Und so stelle ich mir eine Frage: Warum nicht mehr unisex? Oder ist das zu verstaubt? Oder gar zu schwierig?