
Die Ausstellung “Vanity”, die heute abend in der Kunsthalle des MQ eröffnet wurde, ist im modeausgedörrten, österreichischen Museenkalender nicht nur Lichtblick, sondern auch erfreulich gelungen. Cecil Beaton, Richard Avedon, Louise Dahl-Wolfe, Sybille Bergemann, Peter Lindbergh oder Helmut Newton und Irving Penn vereint dieser Querschnitt der Sammlung F.C. Gundlachs, wie auch dessen eigene Werke, die von einer Zeit vor Photoshop und automatischen Tonwertkorrekturen zeugen. F.C. Gundlach, der selbst für über 180 Cover und 5500 Seiten des redaktionellen Modeteils der Brigitte verantwortlich ist, war anwesend.
Wie sehr das Trittbrett der Fotografie Mode in Magazine gehoben hat, durch die sie bis heute glamourisiert kommuniziert und verkauft wird, wird einem beim Spazieren durch die 200 Werke bewusst.
Übrigens: The Sartorialist kommt auch vor. Das schien unvermeidbar, wenn das auch für meine Begriffe angebiedert und etwas peinlich wirkt. Trotzdem eine Ausstellung, die ich mir sicher noch ein paar mal ansehen werde. Mehr Besucher braucht anscheinend auch die Kunsthalle, denn wie die Kleine Zeitung berichtet, hängt der Haussegen im Moment etwas schief.
Kunsthalle Wien, halle 1
21. Oktober 2011 – 12. Februar 2012