Mode Models Marken auf 3sat

Am Sonntag verspricht 3sat “Mode Models Marken” und hat diesen einen Thementag gewidmet. Highlights sind um 13.35 “Stoff für große Träume Nino Cerruti”, dann folgt um 14.55 “Die Mode-Ikone Sonia Rykiel – Rebellisch und visionär” und um 19.00 “Ein Kleid von Chanel Hinter den Kulissen der Haute Couture”. Natürlich muss es auch um die allgegenwärtigen Topmodels gehen. Wer da noch nicht genug hat, schaltet bei einem Porträt über die Urmutter aller Supermodels um 20.15 ein: “Kate! Vom Model zur Ikone”
Wer dann wieder auf den Boden der Tatsachen geholt werden muss, sollte die negativen Seiten des Biz wenigstens per TV einmal sehen: “Schätzchenjagd in Brasilien. Hansjörg Bruderer und sein Modelgeschäft” läuft gleich danach um 21.05. Wer Hansjörg Bruderer ist? Der Schweizer hat die Sigg-Flasche berühmt gemacht, wie man hier lesen kann, jetzt “designt” er Models und vergleicht das Geschäft mit ihnen auch gleich mit der Kultisierung der Sigg-Flasche. Prost, Mahlzeit.

Angesichts einer sehr kalten Wetterprognose in Wien eine gute Idee für’s drinnenbleiben. Das ganze Programm gibt es hier.

 

foto/credit: 3sat

Chanel’s Frühling

Ich habe noch nicht viele Frühlingskampagnen gesehen, aber schon eine meiner Favoriten erwählt: Chanel. Karl Lagerfeld hat mit Carine Roitfeld und den beiden Models Saskia de Brauw (optisch kein großer Sprung zu Freja Beha Erichsen, die sie nach fünf Saisonen ablöste) und Joan Smalls ein tolles Sujet geschaffen. Damit kehrt Roitfeld auch gleich zu ihren Wurzeln zurück, wurde sie doch vor ihrem Job bei Vogue Paris vor allem für ihre kongeniale Partnerschaft als Stylistin bei Gucci mit Tom Ford bekannt. Das Making of (nach dem Klick) hat Fashionista erspäht.

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Chanel – Paris meets Bombay

Schon fast prachtvoller und beeindruckender als die Cruise-Collection in Venedig, zeigte Chanel die Métiers d’Art 2011/12 Show in Bombay. Dreadlocks treffen traditionelle Saris und indische Cat-Eyes werden zu Gesichtsschmuck getragen. Das prachtvolle Defilee kam dann auch noch in einer surrealen Kulissse daher. Irgendwo muss ja dieser Tage noch eine Portion Dekadenz herrschen dürfen! Chanel hat übrigens eine kleine Eisenbahn im Kreis fahren lassen und positionierte eine kleine Kamera darauf. Die Reise dieses “Orient”-Express kann man sich hier ansehen.

Das Video der Show gibt es nach dem Klick.

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Paris Fashion Week: Chanel, Louis Vuitton, Givenchy

Das Karussel wirkte etwas abgekupfert, hat es doch Chanel bereits vor wenigen Jahren im Grand Palais aufgestellt. Die Spring/Summer 2012 von Marc Jacobs hält sich aber an die Reinheitsgebot 2012. Fast pures Weiß wurde mit so manchen PVC-Taschen präsentiert. Was ganz was neues. Am Ende kam Dauergast Kate Moss auch vorbei. read on

Chanel ruft Ware zurück

Wie die Textilzeitung heute vermeldet hat, muss Chanel in den USA Produkte wie Kleider und Schals zurückrufen, denn sie würden nicht den nationalen Feuersicherheitsbestimmungen entsprechen. Betroffen davon wären 154 Teile die aus Stoff “mit 100% Seide” produziert wurden.

Nun ist es oft so, dass selbsts Labels, die eine 100% Angabe von einem bestimmten Stoff haben sich einer Varianz dieser mit anderen beigemischten Fasern entziehen. Dabei wird dann mit Kunstfaser gestreckt. Weswegen  die Waren mit Seide wirklich von Chanel zurückgerufen werden müssen, wird im Artikel der Textilzeitung nicht näher geklärt, auch bei Mode.net wurde ich über genauere Hintergründe nicht fündig.

Entzündet sich 100% Seide so schnell? Wie ist es dann mit anderen Produkten, die aus Seide hergestellt werden?
Irgendwo beißt sich bei dieser Story die Katze in den Schwanz. Oder habe nur ich diesen Eindruck?

 

foto/credit: ZEVS Chanel Logo

Image-Building und die Crux des handgemachten Luxus.

Die Anfertigung eines Prototypen, der im Atelier ensteht ist eine Sache, die andere ist die Massenfertigung. Mit diesem Umstand wissend, vermitteln Luxus-Marken gerne ihren potentiellen Kunden sie würden etwas besonders hochwertiges kaufen, wie es der Preis wohl auch rechtfertigen würde. Nachdem in und nach der Wirtschaftskrise das Wort “value” (Wert) und “heritage” (Kulturerbe) in dermaßen inflationärer Form in jedem Statement einer Marke auftaucht, dass einem schwindlig wird, versucht man diesen beständigen “Wert” auch visuell an den Kunden zu bringen, schließlich will der ja mittlerweile mehr für sein Geld als scheinbares Prestige.
Wie es scheint, wird in dieser neuen Blase der Wertschaffung mit allen Mitteln die Produktion ins zart gefilterte Licht gerückt. Und dabei geht eben nichts über die gute, alte Handarbeit, welche die Qualität eines Produkts manifestieren soll.
Was bei Hermès bereits seit Jahren mit der Dokumentation des Herstellungsprozesses der Birkin Bag gut läuft, versuchen auch andere immer wieder, und treffen dabei oft nur den schalen Beigeschmack.

Bereits vor über einem Jahr geriet Louis Vuitton in die Kritik, als Werbesujets veröffentlicht wurden, die wohl der Realität (siehe Bloomsberg Businessweek) entbehren. In gesoftetem Licht Handwerker wie Heiligenstatuen abzubilden, war schließlich auch für die britische Werbebehörde zuviel, die den Konzern LVMH rügte, auch wenn er die Produkte in Frankreich produziert. Louis Vuitton zog daraufhin seine Werbung zurück.


Louis Vuitton

Ein wenig erinnert mich auch der dieser Tage veröffentlichte Clip von Chanel Eyewear daran. Karl Lagerfeld, der am Schreibtisch sitzt, die minutiöse Handarbeit mit der das Brillengestell angefertigt wird… Das ist schon alles ganz nett, wenn man an die Entwicklung denkt, aber wie sieht die Anfertigung des einen bestimmten Stückes aus, das der Kunde kauft? Ebenso gesoftet und gehübscht?

Hier muss man einen Schritt zurückgehen und sich den Lizenzmarkt der Modeindustrie ansehen. Und siehe da: Seit 1999 besitzt die Mailänder Firma Luxottica (ihr Besitzer ist der zweitreichste Mann Italiens!) die Lizenz für Chanel Eyewear. Mailand, Italien, ist ja alles toll. Aber wo wird produziert? Schon ein wenig schwieriger herauszufinden.
Schließlich wird man hier fündig:

Product design, engineering/development and manufacturing take place in six production facilities in Italy, two wholly-owned subsidiaries in the People’s Republic of China and a sports sunglasses plant in California. Luxottica also has a smaller plant in India, serving the local market.

Aus welcher Fabrik aber schließlich die Chanel-Brille kommt, die Lagerfeld im Film ersann, ist nicht herauszufinden. Der suggestive Eindruck des europäischen Kollektivvertrag-Verdieners als Arbeiter reicht. Oder würden es sich Firmen trauen in solchen Filmen asiatische Gesichter zu zeigen?

In eine ähnliche visuelle Kerbe schlägt auch Schuh-Designer Giuseppe Zanotti, allerdings blieb der mit seiner Produktion ausschließlich in Italien.

Dolce & Gabbana “inspired” by Chanel

“Moment!”, brüllte es in meinem Hirn. “Das kommt mir ja sehr bekannt vor!” Tatsächlich… Chanel verarbeitete 2008 in der Sommerkollektion einen Sternchen-Pyjama-Stoff zu Jumpsuits und Kleidchen, die wir haben wollten. Dann zog Miu Miu mit Schwalben und Kätzchen nach, die ausführlich bei diversen Massentextilhändlern in Copycat-Form zu finden waren und jetzt… macht Dolce & Gabbana ein paar größere Sternchen drauf und schmeißt es 2011 wieder auf den Markt. Da kann Jessie J vom UK Glamour Cover der August-Ausgabe noch so unschuldig runterlächeln, das Motiv wirkt mehr als totgelaufen und wie die Tischdecke einer schiefgegangenen Weihnachts-Deko.

Das Sieber-Phänomen.

Kennt jemand Caroline Sieber? Ich meine jetzt abseits von irgendwelchen bleichen Fashion-Irren, die 24-Stunden in gebückter Haltung vor einem Screen verbringen und die Sonne nurmehr vom Hören-Sagen erahnen.
Nicht?

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Preview: The Tale Of A Fairy

Der Trailer zum neuen Film für die Chanel Cruise Collection 2011/2012 von Karl Lagerfeld sieht schon um einiges bessere aus und wesentlich dramatischer, als das letzte Werk “Remember Now“.
Und Karl Lagerfeld wird mit den Worten, “It is a movie about an ill-advised use of money which begins with violence and ends with feeling”, zitiert.

I like the bag and love the girl

Schön langsam schafft es Freja Claudia Schiffer den Rang bei Karl Lagerfeld in puncto Langzeit-Muse abzulaufen. Und das ist sehr gut so! Konnte ich die Schiffer doch noch nie ausstehen. Zu blond, zu IQ-less in meinen Augen. (Hui, ich freu mich schon auf die Kommentare.)

Und was Freja in der neuen Kampagne mit Dauer-Bodenhocker Baptiste Giabiconi in der Hand hält, gefällt mir auch. Ist zwar die milliardste Interpretation der 2.55, die mir seit geraumer Zeit zum Halse raushängt, aber die hat was. Ausnahmsweise.

foto via fashionising

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