Wenn man sich plötzlich zwischen polyblonden Jungs wiederfindet, die wild tanzend und kreischend Tänzer im Matrosen-Look zujubeln befindet man sich … auf einem Kylie Minogue Konzert.

Gestern war es soweit!
Für 19.30 angesetzt, erschien Kylie pünktlichst um 20.00 auf der Bühne. Habe ich doch glatt die ersten drei Minuten der Show in der Vorhalle telefonierend verbracht, weil ich die Vorband on stage wähnte (die es nicht gab), wurde ich eines besseren belehrt. Wahre Profis sind eben pünktlich.

Die Bühne konnte an Opulenz jene der Showgirl Tour 2005 deutlich überbieten, hatte man doch in diese 13 Millionen Euro für Technik (der gesamte Boden war eine LED-Wand, die auch mit Visuals bespielt wurden) und die Oufits (WUNDERSCHÖN!) von Jean Paul Gaultier gesteckt, dessen Handschrift nicht zu übersehen war.
Kylie gibt sich außerdem auf dieser Tour weitaus mehr edgy, redet (!) ungewöhnlich viel, kommentiert Fan-Plakate und gab Wien am Schluß ein nicht geplantes a capella All I see.
Die Umziehpausen (12 verschiedene Looks) waren zwar manchmal etwas eintönig und langweilig, belohnt wurde man aber mit wunderschönen perfekt zu den Songs abgestimmten Bühnenbildern. Dabei erfindet sie zwar kein Rad neu, passt es aber ihrem Stil perfekt an. Einzelne Elemente von Madonna oder P!nk waren dann doch zu eindeutig abgekupfert.
Besonders eindrucksvoll: Kylie schwebt von der Decke auf einem drei Meter hohen Disco-Kugel-Totenschädel á la Damien Hirst zu Like a Drug (Video von Teresa), zieht eine Cheerleader-Performance ab, welche die Mädels der Dallas Cowboys ziemlich alt aussehen lässt oder steht in Frack, weißen Reithosen, Overknees (von Christian Laboutin!) und Hosenträgern auf der Bühne (very hot!) und rockt Kids und On a Night like this (Video).
Alles in allem: Wo Kylie drauf steht, ist Kylie auch drinnen. Ich würde heute gerne in Budapest sein.

Hier noch ein paar Detail von Kylies Outfits, die in der Jean Paul Gaultier Haute Couture Kollektion SS 2008 vorkamen:

Foto/Credit: Special Thanks to Teresa!, Style.com, Mia
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