“Ich fing mit Naturhaaren an, die waren braun, graubraun, ein Müllgrau würde ich heute sagen. Im Personalausweis sagen sie dunkelblond dazu. Und, ganz ehrlich, ich konnte mein Gesicht nicht ausstehen: Hohe Stirn, schmale Nase, breiter Mund, die großen und blauen Augen. Ich habe keine Narbe im Gesicht, nicht mal einen Leberfleck. Sie nennen dich eine klassische Schönheit, weißt du, das sagen sie dann zu dir. Klassisch schön, klassisch schön…aha. Es ist schon langweilig genug, eine Schönheit zu sein, aber eine klassische Schönheit? Keine Ahnung, aber das ist Klassisch-Bullshit. Ich sagte mir: Jetzt bringst du es und färbst dir deine Haare.” (SZ-Magazin, 15.10.1995)
Sybil Buck ist eines dieser Models, die mit Bomben und Granaten auftauchten und schließlich im Nebel der Zeit wieder verschwanden. Heute spielt sie in einer Alternative Country Band (The Lonely Astronauts) Bass und war einmal in “5th Element” von Luc Besson zu sehen. Das wars dann auch.
Aber schöne Fotos und trotzige Zitate wie “Sybil BUCK as in FUCK” bleiben dann doch für die Ewigkeit. Irgendwie – fällt mir gerade auf – gibt es keine öffentlich-biestigen Models mehr…. Schade. Alle glattpoliert und fad.
foto/credit: via Wasted Wardrobe