Als ich das letzte Mal Madita in concert mit Präsentation des damals aktuellen zweiten Albums Too gesehen habe, wurde mir währenddessen ins Auto eingebrochen. Zwei Jahre später, die Fensterscheibe ist wieder heil, das Auto ist noch immer das gleiche, stellt sie ihr drittes Album Pacemaker vor. Sound und Layout sind neu und das Ergebnis ist so Madita, but so not. Die merchandisegekaufte CD wurde gleich ins Radio (ja jetzt habe ich wieder eins) eingeworfen und musste am Nachhauseweg sofort wieder gehört werden. Ähnlichkeiten mit Elektronikerinnen á la The Gossip oder Peaches kann man durchaus erkennen, deren Nachbarschaft würde aber dieser jazzigen Stimme überhaupt nicht gerecht werden, die Madita so einzigartig macht, doch der Beat geht eindeutig in diese Richtung. Und das Bühnenoutfit (WOW!) auch.
Die Lady ist sehr fashion forward, müsst ihr wissen, und so durfte man das vorletzte Mal einer bodenlangen Florian Ladstätter Kette bei der Auflösung während des Gigs zusehen. Back to music: Vor allem in den letzten Jahren war Madita, neben Anja Plaschg alias Soap & Skin und Gustav eine der vielversprechendsten, österreichischen Musikerinnen, von der ich mir allerdings viel mehr Output erwartet hätte. So darben wir dahin und dürfen uns nur alle zwei Jahre über frisches freuen. Sehr frisch dürfte auch das Herz am Albumcover von Pacemaker sein, aus dem sie – sehr martialisch – mit einem Strohhalm trinkt. I like.
Die erste Single von Pacemaker: ET
Fotos gibt es auch bei Teresa.
web: Madita
Und ein Video vom Konzert “ET”, online gestellt am 22.3.2010


- David von