Lady Gaga’s Hörnchen

Erst zeigte sie über Wochen nur ihre Hinteransicht und jetzt gibt es das neue Single-Cover. Mit behörnter, klingonischer Vorderansicht. Etwas irritierend, aber alles andere wäre ja auch eine Enttäuschung. Dass die Hintergrundmusik dann wieder nicht mit dem optischen Konzept der Dame mithalten kann, verzeiht man ihr nur allzu schnell.

source: gagadaily

the lady in town

Wenn Stefani Germanotta alias Lady Gaga heute abend auf der Bühne der Wiener Stadthalle eine Ausgabe ihrer Monsterball-Tour durchexorziert, ist diese nicht nur im Ausnahmezustand, sondern auch Zeuge eines Phänomens auf das die meisten Popmusik-Interessierten seit Madonnas letztem verzweifelten Album gewartet haben. Zu dem Zeitpunkt (und ja ich war auf der Sticky & Sweet Tour) war klar: There’s no way but down mit der Königin des Pop. Zusammen mit den italienischen Wurzeln verbindet Gaga mit Madonna den Moment ein neues Medium perfekt für sich zu nutzen. Bei Madonna war es MTV und als Reality den Video Star killte – wie Robbie Williams sein letztes Werk so schön nannte – und der Musiksender sich für blonde Nichtstuerinnen in den Hollywood Hills entschied, die den Untergang des Senders in puncto Musik beschleunigten, nutzte Gaga den Youtube-Boom perfekt und schaffte sich einen Twitter-Account an. Wenn der Dame, die schließlich erst 24 Lenze (!) alt ist, in einer Schaffenspause einmal bewusst wird, welchen Wahnsinn sie angezettelt hat, kann man schon jetzt einen kleinen Zusammenbruch prophezeien, den so viele andere vor ihr auch erlebt haben. Das Gefühl bloße Projektionsfläche für hohle Fantasien zu sein, die man in dieser Form nicht wecken wollte, sowie ein neues Album zu schreiben, das den gewaltigen Erwartungen standhalten muss, ist kein schönes. Lady Gaga ist auf der einen Seite perfekt plakativ für die Popindustrie, auf der anderen ein Gesamtkunstwerk dessen Fähigkeit sie in allen Facetten zu verstehen ich dem Otto-Normalverbraucher abspreche. Wenn sie es verkraftet auf ihr angebliches Hermaphroditen-Dasein und Fleischkleider reduziert zu werden, als dass sie z.B. auf den Missstand der US-Army hinweist in der sich homosexuelle SoldatInnen nicht outen dürfen, dann wird schon alles klappen.

foto/credit: twitpic

Fill in the blanks.

Es ist schon ein bisschen schade. So unterbelichtet wie sie sich ______ immer ablichten lässt, scheint sie in Interviews gar nicht. Und warum muss man dann solche Covers schießen? Aber, und da können wir noch was lernen, gibt es keinen optimaleren Nagellack für dieses Shooting als siehe oben. Bratzerl, ahoi! Sehr fein. Vanity Fair September übrigens. Und solche irren Zitate muss man sich auch erstmal einfallen lassen: “I have this weird thing that if I sleep with someone they’re going to take my creativity from me through my vagina.” All we wanna know…

DIESE Kelly Bag würde ich nehmen.

Der Tag an dem Mary Kate Olsen mein heimlicher Hero wurde, war als sie ihre Yves Saint Laurent mit Silberstift verschönerte und Herzchen drauf malte. Eine Tat, die wohl Ohnmachtsanfälle bei so mancher verursachen würde, verdient Respekt, schließlich ist dieser ganze Fashionfirlefanz rund um It-Bags, die den Preis eines Kleinwagens verlangen absolut lächerlich und verlangt geradezu danach diesen Tanz ums goldene Kalb zu verhöhnen. Und Nummer 2 im Bunde – ich weiß mir wurde schon angedeutet das würde hier zu einem Lady Gaga Blog verkommen – ist die Pop-Ikone respektabler ihr Stylist Nicola Formichetti, der in seinem Blog über das gespikte Ungetüm berichtet “bag by Hermes customized by House of Gaga”.
Wunderbar. Eine Recodierung des Upper East Side Looks par excellence. Ich höre sie schon in Ohnmacht fallen…

Wo wir schon beim Thema sind. Gaga hat mit Steven Klein ihr Video zu ihrer nächsten Single ‘Alejandro’ gemacht. Teaser nach dem Klick read on

Overcopykill @ Zara

Eine Bloggerin meint ein Shirt würde ihr Konterfei karrikiert abbilden, ein Jumpsuit von Miu Miu mit den markanten Schwalbenmustern wird eins zu eins nachproduziert und wird online aufgeregt diskutiert.

Und heute musste ich wieder einmal feststellen, dass die Textilkette auf gut wienerisch keinen Genierer hat, denn das T-Shirt, das vor Wochen bei New Yorker in der Lady Gaga Collection in den Handel kam, wurde hier – nur in schwarz – kopiert. Eine weitere Möglichkeit: Das Management von Lady Gaga hat die Shirts selbst designt und die Lizenzen verkauft. Was meint ihr?

Dafür fand ich dann noch etwas mir bekannt vorkommendes am Wühltisch daneben:

Sieht ein wenig nach den Grafiken von Beatrice Boyle aus.

The queen of the little monsters on ShowStudio

I need fashion for my music and I need music for my fashion.

Critisism can be very powerful if you know what you’re about to creating.

I decided to make music the one I wanted to listen to.

An einem Sonntagnachmittag im BH zwei Stunden herumzusitzen und Tee zu trinken ist keine besondere Ausnahme, außer man richtet eine Kamera auf sich, überträgt es live ins Internet und lässt sich dabei von einer weltweiten Zuseherrunde Fragen stellen. Nachdem ich nicht für den kostenpflichtigen Livestream des Lady Gaga Interviews mit ShowStudio zahlen wollte, musste ich bis nach dem Interview warten. Ihr könnt es hier in voller Länge nachsehen.

Lady Gaga´s choice @ Not just a label

NOT JUST A LABEL findet seine neueste Hostess in Lady Gaga, die sich unter anderem für das österreichische Schmucklabel AND_i entschieden hat. Sie verwendete bspw. eine Augenklappe für ihr Paparazzi Video.

Erst vor kurzem wurde eine andere österreichische Designerin – Anna Aichinger – von Lara Stone gelistet.

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