Gesehen bei MAWI LONDON
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The Inflatable Lady – Ein Interview mit Pandemonia
Genau zu diesen Zeitpunkten kann es aber in London passieren, dass es daherkommt. Eine Erscheinung, die man nur dort haben kann, und die in ihrer Wirkung wahrscheinlich auf so manch anderen Teilen dieser Welt nicht sonderlich wirkt.
Das sind Erscheinungen wie Pandemonia. Man kann sie nicht beschreiben und Fotos können auch nicht die Reaktion hervorrufen, die man in Realität hat, wenn man sie unvorbereitet trifft. Pandemonia ist eine ca. 1,90 Meter große Dame aus Latex. Mit Hündchen Snowy unter dem Arm und stets einer dazupassenden Tasche ist sie unübersehbar und von Fashion Show bis Produktpräsentationen auf sämtlichen Events zu finden, denn “Products are the new superstars”, wie Pandemonia meint. Und als solches etabliert sie sich gerade erfolgreich.
Der Künstler, der darin steckt, will unbekannt bleiben und beschrieb Pandemonia gegenüber iD-Magazine als “social parody, packaging artificiality and lack of content”. Die Masche des “lack of content” scheint in unserer Medienwelt vollends aufzugehen. Viele Interviews auf Youtube zeugen von einem steigenden Bekanntheitsgrad mit jeder Londoner Fashion Week.
Praktisch für Pandemonia: Sie kann ihren Look + Haarfarbe ständig ändern. Wie man so wunderbare Haare mit einzigartigem Volumen bekommt und was die liebe Pandemonia von Österreich hält… ein unkompliziertes Q & A mit feinem britischen Humor in dem die Zahl 15 eine komisch deutliche Wiederholung bekommt, gibt es für euch nach dem Klick.
Not Just A Label präsentiert den Livestream für das London College of Fashion
Heute abend wird um 19.00 unserer Zeit zum ersten Mal das London College of Fashion ins Internet seine Show streamen. Mit Unterstützung von NJAL wird man Womenswear- und Menswear-Kollektionen zeigen. Prominenter Ort ist dabei die Raphael Gallery im Victoria & Albert Museum. Natürlich wird das ganze auch noch mit dem Award der “Collection of the Year” gekrönt.
foto/credit: Screenshot NJAL
Das Sieber-Phänomen.
Yohji Yamamoto ‘Safety Pins’
Yohji Yamamoto hat im Londoner ‘Victoria and Albert’ Museum gerade eine Ausstellung laufen, da empfiehlt es sich doch gleich auch etwas für den Museums-Shop zu entwerfen. Und das wäre… eine Jutetasche. Hier auch bestellbar.
“Safety pins are often used as accessories and fasteners in Yamamoto’s collections especially on his knits – a motif that reoccurs throughout his oeuvre. Yamamoto feels that buttons have a perfect place and time but safety pins open one up to freedom celebrating and creating shape and volume.”
Instant princess?
Kate’s Verlobungsring von CIRO, um 120 Euro – Kleid von Issa London
Ehrlich gesagt, konnte ich es nie nachvollziehen, warum Mädchen Prinzessinnen werden wollen. Die Kleidchen, die nicht dreckig werden dürfen, dieses grässliche Dauerstriegeln und Schniegeln der Haare, jede Woche dutzende Charity-Veranstaltungen für irgendwelche mysteriösen Krankheiten besuchen, immer Lächeln, immer Winken, immer Nett-sein, immer das richtige Sagen und ach-so-bescheiden-sein…
Mein Traum als 12jährige war als Pippi Langstrumpf zu reinkarnieren. Kein Gedanke war schöner, als einmal mein Pferd hochheben zu können. Das kann ich bis heute nicht, der Wunsch nach roten Haaren ist geblieben.
Das Getue um die heutige Hochzeit ist mir fremd. Noch fremder das Geschäft rund um das zukünftige Königspaar.
Zwar besitze ich seit meinem letzten London-Trip einen (sündhaft teuren) Kaffeebecher mit elendiglich kitschig umrahmten Konterfeis der beiden, aber gefühlsduselig werde ich dabei nicht.
Wer es ein wenig ernsthafter probieren möchte, ist mit dem Nachbau des Verlobungsringes (den schon Lady Diana trug) besser beraten oder gar dem Kleid von Issa London. Obwohl ich dann wiederum solchen verzeifelten den Besuch einer Gruppentherapie mit ähnlich geschädigten empfehlen möchte.
London Fashion Week AW 11: Exhibition Space, Topshop Newgen
Das Somerset House ist für die Ausstellung, also Showrooms, in verschiedene Bereiche getrennt. Zwischen Lingerie, Accessoires und “normaler” Ready to wear kann man flanieren. In einem eigenen Trakt stellt Topshop seine “Newgen”-Designer vor, die vor allem in den letzten zwei Jahren für Furore gesorgt haben. Allen voran David Koma, der im Frühjahr mit Topshop eine exklusive Capsule Kollektion auf den Markt bringt (streng limitiert!) und Mary Katrantzou, die mit ihrer letzten Spring/Summer-Kollektion namens “Ceci n’est past une chambre” (Das ist kein Raum”) auf der letzten Fashion Week ein wahres Erdbeben verursacht und Großbritannien in puncto Printdesign wieder einmal ins Rampenlicht gepusht hat. Und so war es etwas besonderes diese schon fast sagenumwobene Kollektion aus nächster Nähe zu sehen…

Der Lampenschirm-Rock read on
Sunday in London [Themse River & Bricklane]
Show: Temperley London FW 2011
Alexa :)
“It must have cost her at least 100 000!”, murmelte der Herr in der Reihe hinter mir und mutmaßte über die Locationkosten, die sich Alice Temperley mit ihrer 15minütigen Show am Sonntag Abend aufhalste. Das gigantische British Museum war Kulisse und trotz seiner Größe gut gefüllt. Was dann kam, war gewohnt Temperley London. Keine progressiven Schnitte oder Designs, sondern Prunk und Pracht. Zur Jubiläumskollektion – das Unternehmen ist mittlerweile 10 Jahre alt und zeigte in den letzten Jahren in New York – ließ sich die Designerin von Venedig inspirieren. Die Kollektion The Unfolding Picture ist überladen mit Prints und Applikationen.
Mit Mark Ronson in der Front Row, der ein Dutzend Fotografen und Kameraleute hinter sich herschleppte, begann die Show gewaltig verspätet. Aber das kann man sich auch leisten, wenn man mittlerweile Big Player der britischen Modeindustrie ist und schon eine Zweitlinie (ALICE) hat.
Leider ist mir die Kamera während der Show eingegangen. Alle Fotos der Looks könnt ihr hier sehen.
Impressionen der London Fashion Week rund ums Somerset House
Das Somerset House ist während der zweimal jährlich stattfindenden London Fashion Week Herzstück der Veranstaltung, die übrigens das Straßenbild von London merklich beeinflusst. Sogar am Flughafen Heathrow zeigen Monitore eine Review der Shows des Tages. Das Gebäude an der Themse wirkt auf den ersten Blick nicht besonders, doch entpuppt sich mit seinen vielen kleinen Räumen, die Showrooms und im großen Hof das Zelt mit dem BFC Showspace als ideal und sogar heimelig. Wer rein kommt, braucht eine Akkreditierung. Das wirkt gegen potenzielle Überfüllung.











