Aus der Versenkung wieder aufgetaucht: Iris Strubegger für Louis Vuitton

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Man hat sich schon gefragt, wo “Model of the Year” (Vienna Awards 2010) Iris Strubegger hinverschwunden ist. War sie einst von Karl Lagerfeld hochgejubeltes Model und für zwei Saisonen auf sprichwörtlich allen Laufstegen unterwegs, ist es in den letzten beiden Jahren gar arg still um die Salzburgerin geworden.

Das hat jetzt Louis Vuitton geändert. Für die “Alma Bag” wurde Strubegger zu Topmodel-Kollegin Karlie Kloss und Daria Strokous, sowie Jac Jagaciak gecastet. Zwar spielt Strubegger weniger die Hauptrolle in den Sujets, doch dabei ist dabei! Fotografiert wurde von Steven Klein auf der Pont du Carrousel in Paris, der Brooklyn Bridge in New York und der Waibaidu Brücke in Shanghai. Die „Alma“ wurde 1934 von Gaston-Louis Vuitton kreiert, der Name ist eine Hommage an den Place de l’Alma am Ende der “Avenue Montaigne”.

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Wie das New York Magazine berichtet, muss man sich an diese statischenKampagnen auch in Zukunft gewöhnen, denn Louis Vuitton hat gerade über WWD verlautbaren lassen, dass die berühmten Celebrity-Kampagnen mit Angelina Jolie, Bono Vox oder Sofia Coppola in Zukunft eingestellt werden. Vielleicht will man es sich auch einfach nicht mehr leisten…

Louis Vuitton’s erster TV-Spot

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Die Luxusmarke existierte zwar schon lange bevor es Fernseher gab, trotzdem hat man sie noch nie in einer Werbepause gesehen. Das ändert sich jetzt. Arizona Muse, angebliche Ex-Freundin von Chanel-Testimonial Freja Beha Erichsen, schreibt Geschichte und spielt die Hauptrolle. Unglaublich klassisch und edel. Da vergisst man die Ausrutscher von Marc Jacobs bei der letzten Kollektion wieder. Vielleicht soll die erhöhte Markenpräsenz im Massenpublikum aber auch Awareness für das erste Parfüm des Konzerns schaffen, das bald in die Regale kommen soll.

Der Spot nach dem Klick read on

“There’s a pink elephant in the room and no one is allowed to talk about it” oder “Wie keiner etwas kritisches über Louis Vuitton Spring/Summer 2013 sagte”

Wenn ich in der Show einer Modeschule sitzen würde und das präsentiert bekommen würde, würde ich mich doch fragen, ob es Wert ist noch einmal zu kommen. Ob sich das diverse Modejournalisten gedacht haben, als sie kürzlich die neue Kollektion von Marc Jacobs für Louis Vuitton in Paris gesehen haben? Vielleicht. Gesagt hat es aber keiner. Poppy Delevigne und Katie Grand säuselten gegenüber Style.com etwas über eine “iconic brand” von der nicht viel zu merken war. So funktioniert eben das Mediengeschäft, wenn Meinungen mit dem Anzeigenbudget verknüpft sind. “It’s nice to see something graphic and simple”, meinte Marc Jacobs mit aufgesetzter Stirnfalte. Simpel muss deswegen aber nicht stupide wirken. Schachbrettmuster in Schwarz, Beige und Sonnengelb – Das hat die Welt noch nicht gesehen. Karos in allen erdenklichen Farben auf weiß zu bringen, lieber Mr. Jacobs, das ist wahrlich keine Meisterleistung. Auch wenn man diese mit winzigen Pailetten handbesticken lässt.
Wie ist es soweit gekommen, dass Marc Jacobs eine Kollektion für Louis Vuitton präsentiert, die ein kommerzieller Abklatsch seiner eigenen ist? (Dieses Kommentar stammt übrigens von einer befreundeten Modejournalistin)

Aber wen interessiert das wirklich. Ein paar Millionen für die Inszenierung ausgeben und schon klappt es. Hochpolierte Böden, die einen Sternenhimmel über den Laufsteg magisch funkeln ließen, schwindelerregend hohe Rolltreppen auf denen jeweils Zwillings-Models vom Louis-Vuitton-Himmel zur Erleuchtung des anwesenden Modevolkes auf die Erde geschickt wurden. Das Publikum war wohl eher andächtig mit der Verarbeitung dieser Impressionen beschäftigt, denn der Kollektion. Ich würde mich freuen, wenn sich bald ein neuer Look einstellen könnte, als das bedauerliche Widerkäuen der Dekaden des 20. Jahrhunderts – vor allem der Sechziger Jahre.

 

Louis Vuitton goes Orient Express

Man hat ja schon ein wenig gerätselt, wozu Marc Jacobs für eine knapp viertelstündige Show bei Louis Vuitton eine customized Eisenbahn gebraucht hätte. Vor allem eine, die kolportierte 8 Millionen Dollar kostet. Nun, es braucht manchmal eben das gewisse Etwas, um eine mittelmäßige Kollektion den richtigen Tritt in die richtige Richtung zu verpassen. Das hätte man mit der Investition in den wunderschönen Stahlkoloss wohl geschafft und tatsächlich muss ich feststellen, dass mich dieser – als Nachfahrin eines Orient Express-Fahrers – ein wenig mehr gereizt hat, als die Herbst/Winter-Kollektion 2012.

Um noch einmal das eindrucksvolle Geschehen der Show in Paris Revue passieren zu lassen…

Genau dieser Zug wird jetzt von Paris nach Shanghai aufbrechen und am 19. Juli um 21.00 am Bahnsteig ankommen und – wie könnte es anders sein – mit einer Show die Eröffnung des neuen Flagshipstores in Shanghai “Louis Vuitton Maison” zelebrieren. Wie man unter www.louisvuittonexpress.com sehen kann, ist der Zug gerade in China unterwegs. Begleitet wird die Reise übrigens – wie es sich für einen ausgeklügelten Marketing-Plan gehört – von einem Blogger: Todd Selby auch besser bekannt als The Selby ist mit von der Partie. Er dokumentiert jede Station seiner Reise mit einem Video – ich warne vor dem Genuss, denn es besteht akute Fernweh-Gefahr!

“It’s about the journey, not the destination”, sagt Selby bereits in seinem ersten Videoeintrag und man kann ihm nur beipflichten. Reisen, das mittlerweile global gesehen fast ausschließlich mit Flugzeugen stattfindet und die Länder, die man dabei durchquert völlig ausblendet, ist eine Unart unserer Zeit. Dass sich diesem Thema Louis Vuitton annimmt und dazu das Reisegepäck, das mit seiner kompromisslosen Kantigkeit den stromlinienförmigen Samsonites (und wie sie nicht alle heißen) trotzt, finde ich einen genialen Marketing-Schachzug, der wiedereinmal “old fashioned is the new fashioned” eindrucksvoll beweist. Und wie sagte nicht erst vor kurzem Li Edelkoort in Wien: Wir werden in den nächsten Jahren von einer Wanderlust befallen.

foto/credit: Louis Vuitton

Paris Fashion Week: Chanel, Louis Vuitton, Givenchy

Das Karussel wirkte etwas abgekupfert, hat es doch Chanel bereits vor wenigen Jahren im Grand Palais aufgestellt. Die Spring/Summer 2012 von Marc Jacobs hält sich aber an die Reinheitsgebot 2012. Fast pures Weiß wurde mit so manchen PVC-Taschen präsentiert. Was ganz was neues. Am Ende kam Dauergast Kate Moss auch vorbei. read on

Image-Building und die Crux des handgemachten Luxus.

Die Anfertigung eines Prototypen, der im Atelier ensteht ist eine Sache, die andere ist die Massenfertigung. Mit diesem Umstand wissend, vermitteln Luxus-Marken gerne ihren potentiellen Kunden sie würden etwas besonders hochwertiges kaufen, wie es der Preis wohl auch rechtfertigen würde. Nachdem in und nach der Wirtschaftskrise das Wort “value” (Wert) und “heritage” (Kulturerbe) in dermaßen inflationärer Form in jedem Statement einer Marke auftaucht, dass einem schwindlig wird, versucht man diesen beständigen “Wert” auch visuell an den Kunden zu bringen, schließlich will der ja mittlerweile mehr für sein Geld als scheinbares Prestige.
Wie es scheint, wird in dieser neuen Blase der Wertschaffung mit allen Mitteln die Produktion ins zart gefilterte Licht gerückt. Und dabei geht eben nichts über die gute, alte Handarbeit, welche die Qualität eines Produkts manifestieren soll.
Was bei Hermès bereits seit Jahren mit der Dokumentation des Herstellungsprozesses der Birkin Bag gut läuft, versuchen auch andere immer wieder, und treffen dabei oft nur den schalen Beigeschmack.

Bereits vor über einem Jahr geriet Louis Vuitton in die Kritik, als Werbesujets veröffentlicht wurden, die wohl der Realität (siehe Bloomsberg Businessweek) entbehren. In gesoftetem Licht Handwerker wie Heiligenstatuen abzubilden, war schließlich auch für die britische Werbebehörde zuviel, die den Konzern LVMH rügte, auch wenn er die Produkte in Frankreich produziert. Louis Vuitton zog daraufhin seine Werbung zurück.


Louis Vuitton

Ein wenig erinnert mich auch der dieser Tage veröffentlichte Clip von Chanel Eyewear daran. Karl Lagerfeld, der am Schreibtisch sitzt, die minutiöse Handarbeit mit der das Brillengestell angefertigt wird… Das ist schon alles ganz nett, wenn man an die Entwicklung denkt, aber wie sieht die Anfertigung des einen bestimmten Stückes aus, das der Kunde kauft? Ebenso gesoftet und gehübscht?

Hier muss man einen Schritt zurückgehen und sich den Lizenzmarkt der Modeindustrie ansehen. Und siehe da: Seit 1999 besitzt die Mailänder Firma Luxottica (ihr Besitzer ist der zweitreichste Mann Italiens!) die Lizenz für Chanel Eyewear. Mailand, Italien, ist ja alles toll. Aber wo wird produziert? Schon ein wenig schwieriger herauszufinden.
Schließlich wird man hier fündig:

Product design, engineering/development and manufacturing take place in six production facilities in Italy, two wholly-owned subsidiaries in the People’s Republic of China and a sports sunglasses plant in California. Luxottica also has a smaller plant in India, serving the local market.

Aus welcher Fabrik aber schließlich die Chanel-Brille kommt, die Lagerfeld im Film ersann, ist nicht herauszufinden. Der suggestive Eindruck des europäischen Kollektivvertrag-Verdieners als Arbeiter reicht. Oder würden es sich Firmen trauen in solchen Filmen asiatische Gesichter zu zeigen?

In eine ähnliche visuelle Kerbe schlägt auch Schuh-Designer Giuseppe Zanotti, allerdings blieb der mit seiner Produktion ausschließlich in Italien.

Fashion Industry’s News of the Week

Image Hosted by ImageShack.usAzzedine Alaïa hat Rückgrat. Denn er lehnte gerade ab Nachfolger von John Galliano bei Christian Dior zu werden. Wie der Telegraph zu überliefern weiß: “Mr Alaïa wasn’t interested.”

Image Hosted by ImageShack.usPrada ging heute als erster italienischer Modekonzern in Hongkong an die Börse. “Der Verkauf von Anteilen bringt dem [...] bekannten Traditionsunternehmen knapp 1,5 Milliarden Euro ein – es bleibt aber unter Kontrolle der Familie.” Wie könnte es in Italien anders sein… (FOCUS Online)

Image Hosted by ImageShack.usBusiness Of Fashion merkt an: “Versace is having a moment!” Nachdem diese Woche die Kollaboration mit H&M (ab Herbst weltweit in ausgewählten Stores) erhältlich ist, hüpft die omnipräsente Lady Gaga in ihrem neuen (schrecklichen) ‘Edge Of Glory‘-Video ausschließlich in Vintage-Versace durch die Gegend.

Image Hosted by ImageShack.usNach jahrelanger Zusammenarbeit trennt sich Jil Sander vom japanischen Konzern UNIQLO. Damit wird es ihre Linie +J bald nicht mehr geben. (Mode.net)

Image Hosted by ImageShack.us100 neue Stellen sind ab sofort bei Net-a-Porter in der IT Abteilung ausgeschrieben, die wesentlich restrukturiert wird. (CIO)

Image Hosted by ImageShack.us“Her mit den neuen Gesichtern!”, scheint das Motto des nächsten Herbstes zu werden. Jedenfalls wenn es um die Kampagnen der Konzerne geht, denn Prada und Louis Vuitton entschieden sich für wenig bekannte Models. Soviel Mut gehört belohnt. (Vogue)

    foto/credit: video still, prada, uniqlo, dior

    Das Sieber-Phänomen.

    Kennt jemand Caroline Sieber? Ich meine jetzt abseits von irgendwelchen bleichen Fashion-Irren, die 24-Stunden in gebückter Haltung vor einem Screen verbringen und die Sonne nurmehr vom Hören-Sagen erahnen.
    Nicht?

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    LOUIS VUITTON Fall/Winter 2011

    Was Marc Jacobs Louis Vuitton für den Winter 2011/2012 verpasst, sieht aus wie ein Hof akkurat gekleideter Klosterschülerinnen. Gummistiefel-Highheels, Uniformmäntel und Blouson-Jacke mit Pelzpuffärmeln, dazu Peter Pan Krägen und Muster wie man sie auch von Miu Miu kennt. Man kann zwar nicht behaupten man dafür hätte sich jemand designtechnisch einen Haxen ausg’rissn, wie die Wiener sagen, wohl eher noch in den Details.

    Dann finden sich aber auch noch sehr eigenartig proportionierte Schnitte, wie dieser hier, wo nicht genau klar ist, ob es am Model oder am Kleid mangelt.

    Apropos Models. Von Stolpern (3. Minute) bis pferdartigem dahergestampfe und göttlichem á la einer rauchender Kate Moss (im Schlepptau mit Jessica Stam) war alles vorhanden.

    Wer sich selber ein Bild machen möchte, kann sich die Show hier ansehen.

    foto/credit: video stills

    Louis Vuitton – Fall Winter 2010/2011

    Ansonsten bin ich überhaupt kein Fan von Louis Vuitton, aber die Röcke der Kleider, der nächsten Fall/Winter Kollektion, sind unglaublich schön. Zu Soundtracks aus Filmen der Fünfziger Jahre, marschierten die Models um einen Springbrunnen – und Laetitia Casta, Karolina Kurkova und Ellen McPherson waren nach langer Zeit wieder auf dem Laufsteg zu sehen. Letztere war sogar seit 20 Jahre nicht mehr für eine Marke gelaufen.

    Für alle, die sich ein bisschen mehr Zeit nehmen, habe ich die gesamte Show in voller Länge hier:


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