8CHT! – 8785minarikschermann und leaving lychee

“Als wir noch jung waren….also Teenies…da war ich da hinten bei dem Geschäft mit den Gothic-Sachen…” Das Wiener Generali Center mit seiner bereits angemieften Architektur aus den frühen 90ern wurde von Mario Soldo und seiner mother agency okkupiert, sehr viel frischer Wind für diese abgestandenen Mauern. Der Showroom im zweiten Stock zeigt den Sommer über wöchentlich Designer. Gestern: 8785minarikschermann und leaving lychee. Die Kleider gibt es heute im Sample Sale im Showroom.

Robert Schermann gab übrigens vor kurzem sein Online-Magazin THE F heraus.


In der Mitte Robert Schermann und Brigitte Mair

read on

Sommerfest! INDIE! material girl!


Alexa von der Gittl signiert. So schön, dass man’s am besten gleich eintättowiert.


Smart has the plans. Stupid has the stories.

Seit gestern wissen die Gäste der INDIE & material girl Party im Feenzelt wie es klingt wenn Jazz Gitti Pokerface singt. Dass Bessss Ditto ihre liebste Sängerin ist, weil “die so blaad is wia i!”, gehört auch zu den Informationen, die man nach Hause mitbekam. Zuckerschock durch die vielen Candy-Sponsoren und auf dem Tisch getanze. So gehört sich das. Bitte mehr davon.

foto/credit:mia

Interview mit Emma Bell über … alles.

Emma reißt erstmal das Fenster auf bevor wir uns in dem Studiokomplex, den sie für die Zeit der ‘Fish and Chips Twice Please!?’ als ‘Artist in Residence’ im Museumsquartier bewohnen darf, hinsetzen: “It’s so hot in here!”, meint sie.
Draußen gibt es nur Wind, Regen, Wolken und all das was der Juni nicht mehr an Frühlingskapriolen bieten sollte. Aber das kenne ich schon von früheren, britischen Mietbewohnern. Für viele Briten sind Temperaturen über 12 Grad heiß. Sehr beneidenswert. Wirklich.

Für alle, die Emma Bell nicht kennen, hole ich ein wenig aus. Mit Popgrößen wie Little Boots oder Ladyhawke arbeitete sie bereits zusammen, kuratierte eine Ausstellung/Party für die Automarke Vauxhall (bei uns Opel) und machte einen Teil der Klamotten für den Trailer zur BBC Modesendung ‘British Style Genius’. Das ist nur ein Auszug aus ihrem bisherigen Werken, die sich noch lange Fortsetzen lassen. Bei der Londoner Fashion Week war sie drei Jahre hintereinander vertreten, letztes Jahr wagte sie den Sprung über den Ärmelkanal und probierte – unkonventionell wie sie ist – sich das erste Mal als ‘Artist in Residence’ bei der MQ Vienna Fashion Week 2009.

Wir sprechen über ihre letzte Kollektion und ihre Vorliebe für grafische bunte Muster, die sie selbst entwirft. Ein Kleid der neuen Kollektion zeigt Lebkuchen und darüber die Londoner Skyline in rot und türkis. Daneben ein Kleid, dessen rotes foliertes Herz auwändigst eingestickt wurde. Hunderte Stunden Arbeit, die sie noch neben der Organisationsarbeit aufbringen müsse, um alles bis zur Eröffnung nächste Woche fertig zu bekommen. Aber Müdigkeit und die zwei Stunden Schlaf pro Nacht sieht man ihr nicht an. Im Gegenteil.

“The whole thing behind the concept is that we wanted to present the UK as being a place for international design talent so there’re a lot of international designer involved in the exhibition, but the main idea is kind of to show what’s going on in the British industry”, erklärt sie das Konzept der ‘Fish and Chips, Twice Please?!’ , die sie zusammen mit Polona Dolzan und einem engagierten Team (Alexandra Bondi von Not Conform ist auch dabei!) kuratiert.

Auf die Frage was sie an Wien so toll finden würde, schließlich wäre es im Gegensatz zu London nicht dermaßen angesagt, meint sie: “It’s quite different here, but there’s a lot of support. You know, wherever you go it’s competitive, but here there’s so much focus on the arts and design and that’s different to back at home. It’s amazing. Especially in the MQ there’s a lot of stuff going on.”

Wir reden über Flohmärkte und dann kommen wir auf ein Thema, das ich nie gedacht hätte: Textil Müller in Kritzendorf. Laut Emma der tollste Laden der Welt. So etwas hätte sie noch nie gesehen. Die einzigartige Wirkung des Ladens kann ich bestätigen, aber in sovielen Stoffgeschäften wie Emma war ich bestimmt noch nicht, dass ich den so toll finden würde. Doch viel Zeit zum wundern habe ich nicht, sie hüpft plötzlich auf und hält mir einen dort gekauften Polster unter die Nase. Darauf: Chris Kornschober von der Reality-Serie Taxi Orange. Sie hatte den Polster entdeckt und gekauft – ich habe mich im Geschäft immer gefragt wer das wohl kaufen würde – und ich erzähle ihr die Nostalgie des wohl größten ORF-Moments (Scherz).

Emma and Chris

Zurück zum Label: Nach ihrem Abschluß 2006 wusste sie nicht genau wohin die Reise gehen sollte. “At that time MySpace was cool and when I graduated I decided to have my own MySpace profile. It opened up a lot of doors and a lot of networking from there like press requests and so on.”
Auf die Frage wie sie die Einstellung mancher DesignerInnen sieht, die das Internet als potentielle Plagiatsbedrohung sehen: “It ends up there anywhere. A lot of people take pictures at a fashion show an put it online. It’s always like the first point of contact, because everyone is online.” Na dann.

“Smoking… I always say I’m going to quit but, I think really I don’t want to because I love it so much!”, sagte sie einmal zu Cardiff Fashion und so vernichten wir einen Glimmstengel nach dem anderen. Manchmal sollte man seine dreimonatige Rauchpause unterbrechen… nur für ein Interview.


Die Ausstellung ‘Fish and Chips Twice Please?!’ findet von 10.6. bis 12.9.2010 im Wiener MQ (freiraum) statt und ist bei freiem Eintritt täglich von 10-19 Uhr geöffnet. Teil der Ausstellung werden Lectures und Workshops rund um Mode sein.

web:
Fish and Chips
Fish and Chips on Facebook

Emma Bell

foto/credit: mia

Kleines Ratespiel…

Wo war ich heute?

  • Alexa von Not Conform macht gerade ein Praktikum dort.
  • Das Büro ist in Wien.

Und wer die Tags lesen kann, weiß es schon längst… (:

Vienna Awards 2010

{Show, Anelia Peschev}

{Show, Background, Eva Poleschinski}

“Es fühlt sich wie eine Folge Gossip Girl an!” meinte Robert, der neben mir saß und ich musste ihm insgeheim beipflichten. Die Vienna Awards for Fashion & Lifestyle, die in der Halle E des Wiener Museumsquartier gestern abend zum zweiten Mal über die Bühne gingen, waren ein bisschen von allem was Wien hat und (noch) nicht hat.
Da wäre zum einen die übliche Prominenz, die man überall sieht und die auch bei diesem Event dabei war und dann eine kleine, feine Modeszene, die sich (laut Cooloutfit) selber feierte, aber deren Präsenz ansonsten oft unbeachtet bleibt. read on