Cire Trudon – Eine Kerze, eine Geschichte

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Der Markt für Duftkerzen der Luxusklasse ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Angefangen beim Esteé Lauder Konzern, der Jo Malone gekauft hat, über diptyque Paris, bis zu VOLUSPA oder zu DL & Company über die neueren Marken wie NEST, gibt es eine sehr große Fülle an geschmolzenem Wachs, das mit einem Docht versehen die Gründer dieser Firmen zu Wohlstand gebracht hat. Was heute nicht schon alles gebrandet wird und seinem Besitzer bei einer eventuellen Homestory, ob Blog, Magazin oder einfach beim Besuch, zu einem “Insider” der unermesslichen Fülle einer durchmarketierten Lifestylebranche werden lässt, ist eine andere Geschichte. Wenn das Glaserl schön ist, der Duft nicht allzu sehr stinkt, dann ist einem egal, was man da schließlich um gefühlte 5 Euro pro Stunde abfackelt. Hauptsache es lässt sich auf Instagram mit vielen Likes belohnen.

Umso interessanter ist es, wenn man dann auf eine Marke trifft, die sich weit über dieses Lifestyle-Gedöns erstreckt, in eine Zeit, als Licht nach Sonnenuntergang noch nicht aus einer Glühbirne kam und Kerzen eine absolute Notwendigkeit waren. Die Rede ist von der französischen Kerzenmarke Cire Trudon, die man ruhig mit dem überstrapazierten Wort “legendär” belegen kann.

Die Geschichte des Unternehmens klingt, als wäre sie dem Roman Patrick Süßkinds “Das Parfum” entsprungen oder könnte zumindest eine Seitenhandlung darin spielen. Großes Kopfkino! Wir beginnen am besten mit der Gründung. Natürlich. read on

H&M auf der Paris Fashion Week

Fast könnte man mir schon H&M Spam vorwerfen, schließlich habe ich erst vor kurzem über das Kleid von Helen Hunt bei den Oscars geschrieben. Doch das H&M nach 8 Jahren Catwalk Abstinenz (ausgenommen der Sonderkollektionen mit Designern) ausgerechnet bei der Paris Fashion Week ein ganzen Haus (genauer gesagt das Musée Rodin) zum Laufsteg umfunktioniert, kommt nicht alle Tage vor. Die Herbst/Winter-Kollektion 2013 wurde gezeigt. Am besten ihr überspringt die überflüssigen Kommentare, der Celebrities am Anfang und beginnt bei 0:57

Dior Noël

Wenn am hektischen Offline-Shopping zu Weihnachten etwas tolles dran ist, dann wohl am meisten an der Schaufenster-Dekoration. Während in Wien heuer der Steffl Department Store mit einem Winterwonderland des Pariser Illustratoren Benjamin Lacombe aufwarten kann oder GANT Mangoblüte und Afraid Of Us ausgewählt hat, tanzen bei Dior auf der Pariser Avenue Montaigne die Puppen.

Dior soll 2013 in den ehemaligen Louis Vuitton Store am Kohlmarkt einziehen. Vielleicht gibt es ja auch dann bei uns mal eine kleinere Version eines solchen Kunstwerks.

“There’s a pink elephant in the room and no one is allowed to talk about it” oder “Wie keiner etwas kritisches über Louis Vuitton Spring/Summer 2013 sagte”

Wenn ich in der Show einer Modeschule sitzen würde und das präsentiert bekommen würde, würde ich mich doch fragen, ob es Wert ist noch einmal zu kommen. Ob sich das diverse Modejournalisten gedacht haben, als sie kürzlich die neue Kollektion von Marc Jacobs für Louis Vuitton in Paris gesehen haben? Vielleicht. Gesagt hat es aber keiner. Poppy Delevigne und Katie Grand säuselten gegenüber Style.com etwas über eine “iconic brand” von der nicht viel zu merken war. So funktioniert eben das Mediengeschäft, wenn Meinungen mit dem Anzeigenbudget verknüpft sind. “It’s nice to see something graphic and simple”, meinte Marc Jacobs mit aufgesetzter Stirnfalte. Simpel muss deswegen aber nicht stupide wirken. Schachbrettmuster in Schwarz, Beige und Sonnengelb – Das hat die Welt noch nicht gesehen. Karos in allen erdenklichen Farben auf weiß zu bringen, lieber Mr. Jacobs, das ist wahrlich keine Meisterleistung. Auch wenn man diese mit winzigen Pailetten handbesticken lässt.
Wie ist es soweit gekommen, dass Marc Jacobs eine Kollektion für Louis Vuitton präsentiert, die ein kommerzieller Abklatsch seiner eigenen ist? (Dieses Kommentar stammt übrigens von einer befreundeten Modejournalistin)

Aber wen interessiert das wirklich. Ein paar Millionen für die Inszenierung ausgeben und schon klappt es. Hochpolierte Böden, die einen Sternenhimmel über den Laufsteg magisch funkeln ließen, schwindelerregend hohe Rolltreppen auf denen jeweils Zwillings-Models vom Louis-Vuitton-Himmel zur Erleuchtung des anwesenden Modevolkes auf die Erde geschickt wurden. Das Publikum war wohl eher andächtig mit der Verarbeitung dieser Impressionen beschäftigt, denn der Kollektion. Ich würde mich freuen, wenn sich bald ein neuer Look einstellen könnte, als das bedauerliche Widerkäuen der Dekaden des 20. Jahrhunderts – vor allem der Sechziger Jahre.

 

Kanye West for 25 Magazine

Das scheint an mir in meinem Prüfungsstress an mir vorbeigezogen zu sein: Kanye West hat sich mit Anja Rubik und Fotograf Barnaby Roper zusammengetan, um ein Video-Intro für das re-relaunchte 25 Magazin, das einmal seinen Sitz in Wien hatte, zu drehen, dass man auf der Website des Magazins sehen kann. Anja Rubik, die seit Anfang 2010 zusammen mit Lebensgefährten Sasha Knezevic das 25 übernommen hat, veröffentlichte heiße zwei Ausgaben bevor sie das Magazin vorübergehend auf Eis legte und neu startete. Und wer es jetzt erstehen möchte, der muss dafür auch tief in die Tasche greifen, denn exklusiv bei drei Händlern weltweit ist es verfügbar, darunter Colette. Dort kann man sich das Issue 1 für schlappe 69 Euro holen. Ein geradezu wagemutiger Schritt für Print, wie man meinen möchte. Die Fotos der Launch-Party in Paris gibt es bei Purple Mag. Da bekommt man auch einen Einblick in das Magazin, das wohl zum Buch mutiert ist und ab jetzt zweimal jährlich erscheinen soll.

Übrigens dürfte Barnaby Roper einer der wenigen Ausnahmen für das 25 Magazine zu sein, denn in Zukunft werden nur Fotografinnen publiziert, wie Emma Summerton, Camilla Åkrans, Ellen Von Unwerth, Corinne Day oder Paola Kudacki, um Erotik aus einer weiblichen Perspektive zu beleuchten.

Louis Vuitton goes Orient Express

Man hat ja schon ein wenig gerätselt, wozu Marc Jacobs für eine knapp viertelstündige Show bei Louis Vuitton eine customized Eisenbahn gebraucht hätte. Vor allem eine, die kolportierte 8 Millionen Dollar kostet. Nun, es braucht manchmal eben das gewisse Etwas, um eine mittelmäßige Kollektion den richtigen Tritt in die richtige Richtung zu verpassen. Das hätte man mit der Investition in den wunderschönen Stahlkoloss wohl geschafft und tatsächlich muss ich feststellen, dass mich dieser – als Nachfahrin eines Orient Express-Fahrers – ein wenig mehr gereizt hat, als die Herbst/Winter-Kollektion 2012.

Um noch einmal das eindrucksvolle Geschehen der Show in Paris Revue passieren zu lassen…

Genau dieser Zug wird jetzt von Paris nach Shanghai aufbrechen und am 19. Juli um 21.00 am Bahnsteig ankommen und – wie könnte es anders sein – mit einer Show die Eröffnung des neuen Flagshipstores in Shanghai “Louis Vuitton Maison” zelebrieren. Wie man unter www.louisvuittonexpress.com sehen kann, ist der Zug gerade in China unterwegs. Begleitet wird die Reise übrigens – wie es sich für einen ausgeklügelten Marketing-Plan gehört – von einem Blogger: Todd Selby auch besser bekannt als The Selby ist mit von der Partie. Er dokumentiert jede Station seiner Reise mit einem Video – ich warne vor dem Genuss, denn es besteht akute Fernweh-Gefahr!

“It’s about the journey, not the destination”, sagt Selby bereits in seinem ersten Videoeintrag und man kann ihm nur beipflichten. Reisen, das mittlerweile global gesehen fast ausschließlich mit Flugzeugen stattfindet und die Länder, die man dabei durchquert völlig ausblendet, ist eine Unart unserer Zeit. Dass sich diesem Thema Louis Vuitton annimmt und dazu das Reisegepäck, das mit seiner kompromisslosen Kantigkeit den stromlinienförmigen Samsonites (und wie sie nicht alle heißen) trotzt, finde ich einen genialen Marketing-Schachzug, der wiedereinmal “old fashioned is the new fashioned” eindrucksvoll beweist. Und wie sagte nicht erst vor kurzem Li Edelkoort in Wien: Wir werden in den nächsten Jahren von einer Wanderlust befallen.

foto/credit: Louis Vuitton

Interview: Jason vom Streetstyle-Blog Citizen Couture – Drei Jahre später

Wie schnell sich ein Leben durch einen Blog ändern  kann, ist wohl jedermann bekannt. Nehmen wir Beispiele wie Chiara Ferragni, Elin Kling oder Emily Schuman – die Liste ließ sich wohl ewig weiterspinnen – ist doch die Motivation einen Blog mit neuen Erfahrungen zu befüllen ein Kick-off im eigenen Leben, der bis heute unterschätzt wird. Wenn er mit der richtigen Portion Neugier gestartet wird und sich auf ein Thema und eine ästhetische Linie fokussiert, ist der Blog die Dokumentation einer Reise, die man ohne ihn auch nicht gemacht hätte. read on

Chanel – Paris meets Bombay

Schon fast prachtvoller und beeindruckender als die Cruise-Collection in Venedig, zeigte Chanel die Métiers d’Art 2011/12 Show in Bombay. Dreadlocks treffen traditionelle Saris und indische Cat-Eyes werden zu Gesichtsschmuck getragen. Das prachtvolle Defilee kam dann auch noch in einer surrealen Kulissse daher. Irgendwo muss ja dieser Tage noch eine Portion Dekadenz herrschen dürfen! Chanel hat übrigens eine kleine Eisenbahn im Kreis fahren lassen und positionierte eine kleine Kamera darauf. Die Reise dieses “Orient”-Express kann man sich hier ansehen.

Das Video der Show gibt es nach dem Klick.

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