Ob es von Sofia Coppola wiedermal ein schelmischer Regie-Einfall war ausgerechnet einen Schwan in den Spot mit Natalie Portman einzubeziehen und einen kleinen Seitenhieb auf ihren “Black Swan”-Erfolg zu starten?
Vielleicht.
Mit Sonnenbrillen in der Badewanne liegen, hat auf jeden Fall Klasse. Den ganzen Spot gibt es nach dem Klick. Und dann könnt ihr ja beurteilen, ob er besser als der letzte mit Maryna Lynchuk ist. Ich bin ein wenig enttäuscht, war der letzte doch wirklich grandios.
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DIVA, Ausgabe Februar 2009

Warum ich die Februar 2009 Ausgabe der DIVA als Abonnentin erst wieder jetzt bekomme, ist wohl der Schnelligkeit der österreichischen Post zuzuschreiben, aber die soll hier auch keine Erwähnung finden.
Ganz im Gegenteil. Zwar schmerzt das Cover im Denver Clan Look dem 80s ungeschulten Auge und ich reichte das Exemplar nur mit der Bemerkung “Bitte nicht erschrecken weiter!”, doch der Inhalt ist grandios gelungen.
Die Kunstsammlung Yves Saint Laurents (die heute versteigert wird), sowie ein Bericht über Sofia Coppolas Louis Vuitton Kollektion und eine gar nicht kitschige Fotostrecke mit Hintergrund der Spanischen Hofreitschule sind nur einige Highlights der Ausgabe.
Hoffentlich können sich andere selbsternannte High Fashion Magazine der heimischen Medienlandschaft ein Stückchen abschneiden und ähnliches produzieren.
My Fashion Icons on Screen
Sie sind zwar nicht im realen Leben unterwegs, haben aber die Leinwand geprägt. Und mich. Meine Lieblings-Fashionikonen der Filmgeschichte im Countdown. Und ich glaube die Nummer 1 wird euch überraschen.
5. Marie Antoinette

Ein Kostümfilmchen hätte auch total nach hinten losgehen können, doch Sofia Coppola verschaffte dem angestaubten Genre einen Höhenflug ohne billig oder seicht zu wirken. Ein einziger pastellfarbener Tüll-Rüschentraum in dem sich Kirsten Dunst bewegt. Um die engen Corsagen beneide ich sie trotzdem nicht.
Keypieces: Reifröcke, Satinschleifen, blasser Teint, Sonnenschirmchen und Fächer, Schoßhündchen, Kuchen, Champagner. Ist eigentlich irgendjemand der gewollte Regiefehler mit den lilanen Converse aufgefallen?
“It’s not too much, is it?”
Costume Designer: Milena Canonero
Einen kleinen Tipp habe ich noch für euch: Eine MTV Cribs-Folge mit Louis XVI. ^^
4. Morticia Addams
Der einzige Moment in meinem Leben in dem ich mir gerne meine Haare schwarz färben wollte war, als ich Anjelica Huston in der Rolle der Morticia in der Addams-Family sah. (Ein Glück, dass ich der Versuchung wiederstanden habe ;)) Der Gothic Look wirkt bei so vielen Leuten peinlich, vor allem wenn es sich um “Mitläufer” der Szene handelt. Für eine so tiefgründige und glaubhafte Schauspielerin wie Huston eine Aufgabe, die sie aber grandios meisterte. Keypieces: Alles Schwarz! Einziger Kontrast: Blutrot. Smokey Eyes und roter Lippenstift. Schwarze Perlen, schwarze Spitze, Silberringe en masse. Schmunzeln, aber niemals lächeln und einen melancholischen Gesichtsausdruck bewahren. (Sehr anstrengend.)
“Don’t torture yourself, Gomez. That’s my job.”
Costume Designer: Theoni V. Alredge
3. Frida Kahlo

Als Salma Hayek von ihrem Klischee als Stripperin aus Tarantinos “From Dusk till Dawn” ausbrechen wollte, erinnerte sie sich ihrer mexikanischen Wurzeln und arbeitete acht Jahre lang an der Realisierung des “Frida”-Projekts. Ihr Starrsinn hat sich ausgezahlt. Obwohl ihr den Film anfangs keiner finanzieren wollte, hat er ihr zum endgültigen Durchbruch verholfen. Die surrealistische Malerin Frida Kahlo war die Ausgeburt eines revolutionären Geistes, der im erzkatholischen Mexiko Anfang des 20. Jahrhunderts auffiel.
Hayek riskierte die Kahlo-typische “Unibrow” und wirkt dadurch noch authentischer. In jeder Szene drückt sich Kahlos Stimmung und Haltung durch ihre Kleidung aus. Entweder sehr feminin oder androgyn. Sie bewahrt ihre Individualität, die aber immer die traditionellen mexikanischen Tracht als Hintergrund hat. Keypieces: Samtkleider, weiße Spitze, opulenter, bunter Schmuck, Blumen im Haar, Borten, Brokat, weite Hosen, Blusen.
“At the end of the day, we can endure much more than we think we can.”
Costume Designer: Julie Weiss
2. Holly Golightly

Die Paraderolle Audrey Hepburns: mit filmgeschichtlich wohl einzigen Product Placement im Titel, spielt sie das Manhattener Society Girl aus der Provinz Holly Golightly in Truman Capote´s “Breakfast at Tiffany´s”. Und mit welcher Brillanz! Kaum eine andere hätte dem Charakter soviel Leichtigkeit und doch Schwermütigkeit geben können. Lange bevor eine Carrie Bradshaw und Starbucks New York erobern konnten, stand Holly in aller Frühe in Givenchy vor der Auslage des Juweliers und genoss ihren Coffe-to-go. Außerdem besitzt sie die ausgefallenste Schlafbrille der Filmgeschichte und hat mit ihrem Stil das geschafft, was noch kein anderer Filmcharakter zuvor geschafft hat: Ihr Stil ist seit vierzig Jahren en vogue.
Keypieces: Schwarz zu jedem gesellschaftlichen Anlass, lange Handschuhe, Sonnenbrille, großer Hut, Designer, weiße Perlen, zwischen den manikürten Finger ein Zigarrettenspitz und bitte so oft wie möglich “Ach, Darling!” hauchen.
“That’s right. I’m just CRAZY about Tiffany’s!”
Costume Designer for Ms. Hepburn: Hubert de Givenchy
Die Nummer 1, nach dem Klick!



