Wer bestimmt die Modezukunft in diesem Land mit?

Das BMUKK (Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur) hat heute über die APA eine Pressemitteilung ausgeschickt in dem ein “Call for Concepts” ausgerufen wurde. Wie ja bereits seit Ende 2012 bekannt ist, wird die unit f nach und nach ihre Aufgaben für die Modeförderung aufgeben. Mehr dazu bei “Dienstschluss im Büro für Mode” von Daniel Kalt.

Wer also Ideen hat, sei natürlich aufgerufen sich dem gesetzlich vorgeschriebenen Ausschreibungsverfahren  zu stellen und vor einer – natürlich – internationalen Jury zu präsentieren. Wer das Zepter der Modeförderung dann im staatlichen Bereich übernehmen wird, kommt 2014 in den Genuss der Sache. “Die Entscheidung über die Konzeptauswahl wird im Juli 2013 bekanntgegeben.”

Detaillierte Informationsunterlagen samt Aufgabenbeschreibung, Anforderung und Zielvorgabe sind auf der Homepage des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur unter http://bmukk.gv.at/kunst/service/ausschreibungen.xml und der Stadt Wien unter http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/ abrufbar.

Hinter den Kulissen der österreichischen Modeförderungen.

Passend zum heute ausklingenden 10festival hat Daniel Kalt (Paris Vienne) zwei Artikel in der österreichischen Tageszeitung Die Presse publiziert, die ein gemeinsames Thema hatten – Modeförderung - und die ich euch hiermit dringend empfehlen möchte zu lesen.

Nummer 1 vom 1.6. “Unit F – Modeförderung in Österreich” und eine ergänzende Nummer 2 vom 12.6. “Unit F: Wohin der Moderubel rollt“.

foto/credit: mia

Was auch immer in diesem Alpenland abgeht. Es ist heftig.

Einen kleinen Nachhall zu den ‘Vienna Awards’ fand ich heute, als ich die Aprilausgabe der österreichischen flair durchblätterte. Der Leitartikel der Chefredakteurin Desirée Treichl-Stürgkh und Herausgeberin Monika Athanasiadis geschrieben – eine Signatur wer den Text verfasste fehlt – offenbart doch kontroverses zur bisherigen Berichterstattung hierzulande – siehe Ausschnitt von meinem Scan.

Das Zitat “Der Modepreis der Stadt Wien wird dort nämlich nicht vergeben. Den erhalten Sie bei den Austria Fashion Awards, einer etablierten und extrem kompetenten Veranstaltung der Mode-Experten des Büro Unit F”, ist äußerst denkwürdig.
Geht die einzige Legitimation einen Mode-Preis zu verleihen von der Stadt Wien, der Republik Österreich oder eine ihrer staatlich geförderten Institutionen aus? Alleine schon dieser hierarchische Gedanke ist schauerlich. Und was, bitteschön, hat ein Award falsch gemacht, wenn alle GewinnerInnen ihre Auszeichnungen verdient haben?

Der Modepreis der Stadt Wien wird zwar an einen Designer/eine Designerin verliehen und bedeutet eine beachtliche Summe Kapital, doch der Rest der Kreativen, die diese publizieren, (hair)stylen, fotografieren, etc. fallen gnadenlos durch den Rost und werden ansonsten hierzulande nicht einmal bei den Austria Fashion Awards beachtet, weil es einfach dafür keine Kategorien gibt. read on