Cire Trudon – Eine Kerze, eine Geschichte

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Der Markt für Duftkerzen der Luxusklasse ist in den letzten Jahren immer größer geworden. Angefangen beim Esteé Lauder Konzern, der Jo Malone gekauft hat, über diptyque Paris, bis zu VOLUSPA oder zu DL & Company über die neueren Marken wie NEST, gibt es eine sehr große Fülle an geschmolzenem Wachs, das mit einem Docht versehen die Gründer dieser Firmen zu Wohlstand gebracht hat. Was heute nicht schon alles gebrandet wird und seinem Besitzer bei einer eventuellen Homestory, ob Blog, Magazin oder einfach beim Besuch, zu einem “Insider” der unermesslichen Fülle einer durchmarketierten Lifestylebranche werden lässt, ist eine andere Geschichte. Wenn das Glaserl schön ist, der Duft nicht allzu sehr stinkt, dann ist einem egal, was man da schließlich um gefühlte 5 Euro pro Stunde abfackelt. Hauptsache es lässt sich auf Instagram mit vielen Likes belohnen.

Umso interessanter ist es, wenn man dann auf eine Marke trifft, die sich weit über dieses Lifestyle-Gedöns erstreckt, in eine Zeit, als Licht nach Sonnenuntergang noch nicht aus einer Glühbirne kam und Kerzen eine absolute Notwendigkeit waren. Die Rede ist von der französischen Kerzenmarke Cire Trudon, die man ruhig mit dem überstrapazierten Wort “legendär” belegen kann.

Die Geschichte des Unternehmens klingt, als wäre sie dem Roman Patrick Süßkinds “Das Parfum” entsprungen oder könnte zumindest eine Seitenhandlung darin spielen. Großes Kopfkino! Wir beginnen am besten mit der Gründung. Natürlich. read on

Aus der Versenkung wieder aufgetaucht: Iris Strubegger für Louis Vuitton

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Man hat sich schon gefragt, wo “Model of the Year” (Vienna Awards 2010) Iris Strubegger hinverschwunden ist. War sie einst von Karl Lagerfeld hochgejubeltes Model und für zwei Saisonen auf sprichwörtlich allen Laufstegen unterwegs, ist es in den letzten beiden Jahren gar arg still um die Salzburgerin geworden.

Das hat jetzt Louis Vuitton geändert. Für die “Alma Bag” wurde Strubegger zu Topmodel-Kollegin Karlie Kloss und Daria Strokous, sowie Jac Jagaciak gecastet. Zwar spielt Strubegger weniger die Hauptrolle in den Sujets, doch dabei ist dabei! Fotografiert wurde von Steven Klein auf der Pont du Carrousel in Paris, der Brooklyn Bridge in New York und der Waibaidu Brücke in Shanghai. Die „Alma“ wurde 1934 von Gaston-Louis Vuitton kreiert, der Name ist eine Hommage an den Place de l’Alma am Ende der “Avenue Montaigne”.

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Wie das New York Magazine berichtet, muss man sich an diese statischenKampagnen auch in Zukunft gewöhnen, denn Louis Vuitton hat gerade über WWD verlautbaren lassen, dass die berühmten Celebrity-Kampagnen mit Angelina Jolie, Bono Vox oder Sofia Coppola in Zukunft eingestellt werden. Vielleicht will man es sich auch einfach nicht mehr leisten…

Video-Tour durch David Bowie Retrospektive

In Londons V&A Museum ist derzeit eine der schillerndsten Pop-Figuren des Jahrhunderts eine Retrospektive gewidmet: David Bowie. Geboren als David Robert Jones ist er aber nicht nur mit seinen Alben wie “The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars” berühmt geworden, sondern auch mit seinen Bühnenkostümen, die stets wohlüberlegt durchgeplant wurden. Dass Bowie damit vor allem in der Menswear-Ecke Grenzen sprengte und auslotete wie kein anderer, ist kein großes Geheimnis, kann aber nicht stark genug betont werden.

Wer nicht das Glück hat nach London zu reisen, kann sich jetzt dieses Video hier ansehen, das Exponate aus der Retrospektive zeigt.

Bis zum 11. August 2013 kann man sich die Ausstellung noch ansehen. Mehr dazu gibt es auf der Website des Victoria And Albert Museum.

Nach dem Klick noch ein BBC-Beitrag
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Die Gaga-Show ist vorbei: Nicola Formichetti verlässt MUGLER

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Wie Fashionista.com heute berichtet, verlässt Creative Director Nicola Formichetti das gerade eben erst auferstandene Modehaus MUGLER, das er mit tatkräftiger Unterstützung seiner Styling-Klientin Lady Gaga wieder ins Rampenlicht gepusht hat. Während Gründer Thierry Mugler vor allem in den 80ern und 90ern mit seiner Couture Meilensteine setzte – hier könnt ihr eine der fulminanten Shows (Kollektion ‘Insect’) in voller 46(!) minütiger Länge sehen, wer genau hinsieht, entdeckt auch Mugler’s Muse Joey Arias in der Front Row -  ist es in den letzten Jahren sehr ruhig um die Marke geworden. Dann die Reinkarnation als … tja, das wusste man bis jetzt nicht so ganz was es sein soll. Zuletzt war Lady Gaga als Provokateurin unterwegs, rappte während der letzten Show eine Hass-Hymne auf New York Times Kritikerin Cathy Horyn vom Band und lenkte damit erfolgreich vom eigentlichen Geschehen am Laufsteg und von der Kollektion ab. Trotzdem hatte man stets das Gefühl es handle sich mehr um Inszenierung und Styling, als um den Aufbau einer Kollektion. Wie lange ein Modehaus bestehen kann, das nicht mit besonderen Stücken beeindrucken kann, ist eine andere Geschichte. Formichetti ist ein fabelhafter Stylist, aber kein Designer. Und darin besteht auch der Unterschied, den die Geschäftsführung von MUGLER beherzigen sollte, wenn sie einen neuen Creative Director bestimmt.

Was Thierry Mugler, der sich in den letzten Jahren in einen Muskelberg namens “Manfred” verwandelt hat, überbleibt sind wohl die Lizenzverträge für seine Parfum-Legenden wie “Angel”, die der Modeindustrie immer das zeigen wofür sie eigentlich gut ist: Fashion creates the image, beauty makes the money.

Edit: 4. April 2013

Wie der Telegraph berichtet, wird Nicola Formichetti in Zukunft für den “Total View” von Diesel zuständig sein. Mehr dazu hier.

Peek & Cloppenburg startet Online-Shop “Fashion ID”

 photo fashionid_zps79936ea3.jpgWenn man sich die Google Keyword Suche ansieht, ist es durchaus gefragt, dass der deutsche Retailer Peek & Cloppenburg einen eigenen online Versand hat. Zigtausend Mal werden im Monat bei Google die Anfragen eingeklopft. Das Geschäft wollte sich offensichtlich P&C in Düsseldorf nicht entgehen lassen und startete jetzt seinen Webshop “Fashion ID“. Derzeit wird allerdings nur innerhalb von Deutschland und nicht nach Österreich versendet.

Für alle Deutschen gibt es das zusätzliche Feature sich das Paket in eine Filiale schicken zu lassen, wo es zur Abholung aufliegt.

Modelstrucked: Emma Landen für “Diorsnow”

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Vor zwei Jahren war sie am Cover des material girl und jetzt ist sie das neue Dior Cosmetics Testimonial für “Diorsnow”. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass uns Emma Landen,  geboren in Colorado und gerade einmal 15 (!) Jahre alt, in Zukunft sehr oft begegnen wird. Ihre Karriere begann bereits 2008, als sie mit ihren Eltern bei einer Rede von US-Präsident Obama in der Menge stand und von ihrem Booker entdeckt wurde. Damals war sie zehn Jahre alt und der Fashion Spot Thread über sie wurde gelöscht, wahrscheinlich war die Angst der Forum-Betreiber groß hier könnte sich ein zweiter Brooke Shields Skandal breitmachen. Aber “Time goes by” gilt nicht nur für Madonna und ich wette in wenigen Monaten wird sie auf sämtlichen großen Fashion Weeks laufen.

Hier ist der Spot zu “Diorsnow”

Furla Sunset Bag – Transparent sollen die anderen sein

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Transparenz ist super. Transparenz ist überall. In Gesetzen, im Online-Leben. Und was hat man denn auch groß zu verstecken? Geldbörse, Handy, Buch… Und wenn es nicht so schicke Sachen sind, fängt das Problem auch schon an. Dass die transparenten PVC Taschen ständig am Durchbruch zum Massenprodukt hängen, ist wohl dem durchsichtigen Umstand zu verdanken. Wir können uns ja noch an den Hype rund um die Candy Bag von Furla, gefolgt mit vielen Kooperationen erinnern. Jetzt kommt sie in einer Neuauflage und haut mich wirklich vom Hocker. So einfach wie auch genial ist die “Sunset” Bag. Der Lederriemen passt wirklich apart dazu. Wenn da nicht bloß die Sache mit der Transparenz wäre. Das überlasse ich mal gerne anderen.

Vienna Awards for Fashion & Lifestyle 2013

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Nein, es ist kein fünfjähriges, sondern ein vierjähriges Jubiläum, allerdings fanden die Vienna Awards for Fashion & Lifestyle gestern zum fünften Mal in der Halle E des MuseumsQuartier statt. Mit einem v-förmigen Laufsteg und drei verschiedenen Fashion Shows mit insgesamt fünf Designern startete man in den Abend. Nina Kepplinger (Ninali), Guido Maria Kretschmer und die drei Finalisten des “Best Newcomer presented by Steffl” zeigten ihre Kollektionen.

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 photo DSC_1067_zps339099b5.jpgRebecca Mir (Kleid von Tiberius) moderierte mit Alexander Mazza

Während bei Ninali eine Kooperation mit dem Schmuck-Label GEMMINI in die Kreationen einfloss und so die “Wüstenköniginnen” erschuf, die sich Nina Kepplinger erdachte – eine der vielversprechendsten Couture-Kollektionen, die ich in den letzten Jahren in Österreich sehen durfte – wanderte man bei Guido Maria Kretschmer auf den afrikanischen Kontinent. Das scheue Okapi war nicht nur Namensgeber seiner Kollektion, sondern auch Inspirationsquelle und die Limited Edition Linie mit dem österreichischen Schuhproduzenten Högl spiegelte diese ebenfalls wieder.

Bei den “Best Newcomer presented by Steffl”-Finalisten 2013, die ihre Herbst/Winter-Kollektionen 2013/14 zeigten, war unter anderem Maria Steiner von Ruins of Modernity (gegründet 2010) mit ihrer Kollektion “shadows” vertreten. Monochrome Farbschattierungen, die durch ihren Materialmix die Schatten in ihren unterschiedlichen Nuancierungen wiedergeben, wurden in einem sehr sehenswerten Lookbook von Verena Mandragora festgehalten (hier schon vorab das Making of Video vom Shooting).

„Meine Kollektion zeigt die Diversität des Lichts. Schatten haben stets mehr als eine Schicht. Sie gehen unter die Oberfläche und erzeugen Abstufungen, die Gut und Böse zugleich sind. Es ist nicht die pure Verschmelzung von Dingen, sondern die Facettierung von Schichten in verschiedenen Dimensionen, in der Kanten weiche Materialien treffen. Transparente Farben werden zu neuen, indem sie von klaren Linien vermischt werden. Kirschrot kontrastiert mit kalten Farben und ergänzt sie mit einer eindrucksvollen Lebendigkeit.“ (Maria Steiner)

Maximilian Rittler ist zwar noch Student in Hetzendorf, wird aber bestimmt noch in Zukunft von sich reden machen. Sein einzigartiger Signature Look, der sich aus historischen Elementen der Herrenmode bildet, ist Resultat kunsthistorischer Recherchen, wie er mir erzählte. Motive alter Meister werden aufgeprintet und sind die einzigen Ornamente in seiner minimalistischen Kollektion.

„Die Kollektion ist im Großen und Ganzen eine Weiterführung meiner bisherigen Arbeiten. Es geht um die spielerische und raffinierte Umsetzung von historischen Eindrücken, die schlüssig, modern und geschickt zu tragbaren Stücken verarbeitet werden.“ (Maximilian Rittler)

Rebekka Ruétz, die die Kategorie für sich entscheiden konnte und in der nächsten Herbstsaison bei Steffl im DISTRICT 1 erhältlich ist, war mit ihrer Kollektion “PANEM ET CIRCENSES” vertreten. Hier treffen sich die wohl außergewöhnlichsten Materialien. Mein Highlight ist der fluffige, weite Rock in schwarz.

“Die faszinierendste Inspiration stammt vom „Dolly-Look“ mit tulpenförmigen Silhouetten, runden Krägen und außergewöhnlichen Farbkombinationen. Dazu kommt der 3D-Look, hervorgerufen durch Schnitte mit Volumen, weg von der typischen Vorder- und Rückenansicht, hin zum 360°-Blick.” (Rebekka Ruétz)

Weitere Infos zu den Kandidaten und Interview gibt es im Vienna Awards Magazin, das in sehr limitierter Stückzahl im Steffl Department Store und in den Högl Flagshipstores aufliegt. Die ersten drei, die an stylekingdom (at) live (dot) de eine Email schreiben, bekommen ein Gratis-Exemplar nach hause geschickt.

Gewinner 2013

Designer – Meshit
Make up Artist – Nicole Jaritz
Tribute to Fashion & Lifestyle – Swarovski
Photographer – Stefan Armbruster
Fashion Editor – Daniel Kalt
Stylist – Adia Trischler
Accessory Designer – Ring King
Global Citizen – Atil Kutoglu
Model – Gerhard Freidl
Best Newcomer presented by Steffl – Rebekka Ruétz
Hair Stylist – Wolfgang Lindenhofer
Style Icon – Bar Refaeli

 photo DSC_1162_zps5f2af8bc.jpgDaniel Kalt hatte das letzte Mal in der Volksschule beim Schulschikurs eine Auszeichnung bekommen, höchste Zeit, dass nicht nur sein Sporttalent, sondern auch seine journalistischen Fähigkeiten gewürdigt werden

 photo DSC_0004_zps7e2288da.jpgStephan Hilpold, Der Standard, überreichte Swarovski den “Tribute to Fashion & Lifestyle” Award

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Margit Kratky, Modechefin von WIENERIN und DIVA, und Patrick Kafka, der bereits 2011 als “Best Model” ausgezeichnet wurde, würdigten Gerhard Freidl (Wiener Models), der die Trophäe später bekommt, er düst gerade in der Weltgeschichte herum.

Wie wird bestimmt wer gewinnt?

In den Kategorien Designer, Make up Artist, Photographer, Fashion Editor, Stylist, Accessory Designer und Hair Stylist nominiert das Komitee (bestehend aus Petra Percher – Die Presse Schaufenster, Martina Cerny – making of, Christoph Steiner – WIENER, Marjan Firouz – Vienna Awards und meiner Wenigkeit) jeweils drei Personen, die im letzten Jahr mit ihren Arbeiten besonderes geleistet haben. Diese drei Nominierungen stehen pro Kategorie zur Auswahl, die von den Siegern der jeweils letzten drei Jahre (36 Personen) gewählt und den Mitgliedern des Komitees (einzeln) gewählt werden. Eine Gewichtung der Stimmen gibt es nicht. In den Kategorien Tribute to Fashion & Lifestyle, Model, Global Citizen und Style Icon entscheidet das Komitee. Eine Sonder-Jury aus Komitee der Vienna Awards und Thomas Köckeritz, Creative Director von Steffl Department Store, bestimmt den “Best Newcomer”.

Eine Diskussion, die ich angesichts der hier vorherrschenden medialen Berichterstattung rund um die Vienna Awards einmal thematisieren möchte, ist die der beständigen Frage, die ich in sämtlichen Master-Thesis Umfragen von Diplomanden gestellt bekomme: Können Blogger überhaupt journalistisch arbeiten?

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Laura Karasinski for Yves Saint Laurent “Manifesto”

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Letzte Woche wurde zugunsten des Projekts Wasserspende von World Vision ein neni Art Collective in Zusammenarbeit mit Yves Saint Laurent abgehalten. 10 Künstler (Amoako Boafo, Anna Hugo, Lucia Friedrich, Luisa Franz Kleopatra, Laura Karasinski, Coco Wasabi, Filius de Lacroix, Sobekcis (Live Painting), Martin Grandits, Mahir Jahmal, Emanuel Jesse, Suzi Vrbka und Björn Segschneider) ließen sich vom neuen Duft “Manifesto” der Couture-Marke inspirieren und schufen tolle Werke, die vor Ort versteigert wurden.

Besonders im Gedächtnis blieb mir das Foto von Laura Karasinski “Susanne Saint Widl”. Und natürlich musste ich sie dazu gleich mal befragen!

Bitte erzähle über die Dame, die man auf dem Foto sehen kann! Welchen Bezug hat sie für dich zum Duft?

Auf dem Foto befindet sich Susanne Widl, Geschäftsführerin des Cafe Korb, Aktionistin ihrer Zeit, Kunstsammler- und liebhaberin sowie eines der ältesten Models Wiens. “Manifesto” steht für Weiblichkeit und eine starke, inspirierende Frau, genau das ist Susanne Widl.

Wie und wann habt ihr das Foto gemacht?

Das Foto wurde vor kurzem in meinem Studio in 1080 Wien gemacht.
Digital, EOS 5D Mark II

Weißt du wieviel es bei der Versteigerung für Wasserspende eingebracht hat?

Mein Bild wurde um 850 Euro versteigert, 50% davon gingen an Wasserspende.

 

Ein weiteres Sujet findet ihr bei Atelier Karasinski.

Wenn die Wintour Politik macht

 photo vogueapril2013michelleobama_zps0d837c0b.jpgAngesichts der Scheuchs und Dörflers in diesem Land sind “talentierte Politiker” eine sehr rare Gattung. Da erinnert man sich ja noch mit Wehmut an einen Vranitzky zurück. Und deswegen neide ich den Amerikanern auch Obama. Sicher – wenn man dort lebt – sind die politischen Entscheidungen, die er trägt nur aus der Ferne so makellos positiv zu beurteilen, doch vom politischen Talent eines solchen, gibt es am europäischen Kontinent gerade nicht wirklich vergleichbares (in hohen Ämtern).

Doch egal wie sehr man Obama-Fan ist, dieser Subtext auf der April-Ausgabe der Vogue tut schon weh, so stupid und schleimerisch, dass es Anna Wintour mittlerweile auf der Stirn geschrieben steht, wie sehr sie einen Job im Weißen Haus (letztens war sie ja sogar als Botschafterin im Gespräch) möchte.

Ohne jetzt das Innere der Vogue gelesen zu haben: Da rüttelt jemand gewaltig an den Toren der Politik. Vielleicht doch die späte Berufung? Wintour stammt schließlich aus einer Familie, die mit Mode so gar nichts am Hut hat und sich dem politischen Journalismus widmete – ihr Vater war Redakteur für den London Evening Standard.

Weitere Indizen, die dafür sprechen? Vom Hörensagen soll sie der Gattin des letzten Gegenkandidaten Obamas (Ann Romney) die Klamotten vor der Nase weggeschnappt und ihr die Designer abspenstig gemacht haben. Mit einer Wintour ist nicht zu spaßen. Da fliegen schon mal die Hackeln tief.

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