The Inflatable Lady – Ein Interview mit Pandemonia

Ich glaube, es war die Fashion Week vor einem Jahr, als London sehr kalt war und trotz seiner 10 Grad plus eine ekelerregende Eiseskälte ausstrahlte. Nachdem wir 45 Minuten durch die Stadt irgendwo nach Westminster gegondelt waren und – wieder einmal – vor einer Party anstehen mussten, beschloss ich, dass mir das hier alles gerade überhaupt nicht gefalle. Aber wirklich nicht. Schon gar nicht, wenn kurz beschürzte Engländerinnen die Gefahr einer Lungenblasennierenentzündung in Kauf nehmen und man daneben noch in Leggings erbärmlich friert.
Genau zu diesen Zeitpunkten kann es aber in London passieren, dass es daherkommt. Eine Erscheinung, die man nur dort haben kann, und die in ihrer Wirkung wahrscheinlich auf so manch anderen Teilen dieser Welt nicht sonderlich wirkt.
Das sind Erscheinungen wie Pandemonia. Man kann sie nicht beschreiben und Fotos können auch nicht die Reaktion hervorrufen, die man in Realität hat, wenn man sie unvorbereitet trifft. Pandemonia ist eine ca. 1,90 Meter große Dame aus Latex. Mit Hündchen Snowy unter dem Arm und stets einer dazupassenden Tasche ist sie unübersehbar und von Fashion Show bis Produktpräsentationen auf sämtlichen Events zu finden, denn “Products are the new superstars”, wie Pandemonia meint. Und als solches etabliert sie sich gerade erfolgreich.
Eine Kunstinstallation, oder eher ein Performance Art Projekt, das wie ein Lovechild von Andy Warhol und Roy Liechtenstein aussieht und erstmals bei einer Vernissage von Pop-Art-Legende Tracy Emin 2009 auftauchte, ist die Projektionsfläche einer pervers nach Jugend ausgerichteten Welt. Den Alterungsprozesses hat Pandemonia mittels perfekt ausgeklügelter Latex-Kostüme, die jeden Zentimeter Haut bedecken, ausgeblendet.
Der Künstler, der darin steckt, will unbekannt bleiben und beschrieb Pandemonia gegenüber iD-Magazine als “social parody, packaging artificiality and lack of content”. Die Masche des “lack of content” scheint in unserer Medienwelt vollends aufzugehen. Viele Interviews auf Youtube zeugen von einem steigenden Bekanntheitsgrad mit jeder Londoner Fashion Week.
Praktisch für Pandemonia: Sie kann ihren Look + Haarfarbe ständig ändern. Wie man so wunderbare Haare mit einzigartigem Volumen bekommt und was die liebe Pandemonia von Österreich hält… ein unkompliziertes Q & A mit feinem britischen Humor in dem die Zahl 15 eine komisch deutliche Wiederholung bekommt, gibt es für euch nach dem Klick.

read on

Marni x H&M Pre-Shopping in Wien

Bizarr reckte die Kleiderpuppe ihre Hand mit abwehrender Geste in den Raum. Geholfen hat es ihr nichts. Die Hüte waren heiß begehrt, der Schmuck ebenfalls. Die Ohrringe habe ich nach genauerer Betrachtung dann doch den Horden für morgen überlassen, denn sie hatten Klipse statt Stecker und die mag ich nicht. Was sich sonst noch abgespielt hat: Mandelmilch wurde gereicht, oder wahlweise Granatapfelmixdingsbums.
Models kuschelten auf marokkanischen Teppichen im Untergeschoß und ließen erahnen wem diese Kollektion steht: Meinem Hintern sicher nicht. Wer viel mitgenommen hat? Na, die Blogger natürlich! Madeleine, Teresa, Michaela, Mark, Anna oder Sophie und Claudia. Ich begnügte mich für Vicky den Personal Shopper zu mimen. Bei der nächsten Gastdesigner-Kollaboration ist dann sicher etwas für mich dabei, das sich zu meinem Karl Lagerfeld-Keyholder von anno dazumal gesellen möchte.

DIY Projekt – Glitter & Pearlized Sneakers For Skateboarding Mermaids

Eines vorweg: die Idee stammt nicht von mir! Ich habe vor einiger Zeit mal auf dem DIY Blog Honestly WTF in einer anderen Version mit Kristallen gesehen.
Mit Understatement haben diese beiden Treter nach ihrer OP auf jeden Fall nichts mehr zu tun. Das ist klar. Auch für Regen oder Schnee würde ich sie als Begleiter nicht mehr in Erwägung ziehen. Doch dafür habe ich mein erstes DIY Projekt geschafft! Und ich musste keine Nadel in die Hand nehmen. Während andere, wie hpunktanna, mit ihren Fähigkeiten gleich ein Schneideratelier eröffnen könnten, begnügen ich mich mit Spraydose und Sekundenkleber.
Wer mir auf Instagram folgt (stylekingdom der Name) hat bereits in den letzten Wochen immer ein Stückchen von den Fortschritten sehen können. Da ich unter der Woche viel unterwegs bin, blieb mir nur das etappenweise arbeiten an den Wochenende. Eine blöde Idee, denn genau dann geht einem immer der Kleber oder der Goldspray (wie bei mir) aus. Unter normalen Umständen sind die Schuhe an einem Tag fertig.

read on

This is Katy Perry

Wieder ein Cover in der Reihe “Who’s that girl?” und man hätte mir hier wirklich jeden angeben können, aber auf Katy Perry wäre ich nie im Leben gekommen. Wirklich nicht. Dieses Foto erscheint dieser Tage als Cover für das INTERVIEW-Magazin im März.

“I am Love”-Regisseur Luca Guadagnino drehte für Giorgio Armani

Nachdem ich euch vor wenigen Tagen bereits das Video-Lookbook von Prada gezeigt habe, geht es heute um Armani. Für alle Fans des Films mit Tilda Swinton “I am Love” und dessen außergewöhnliche Ästhethik, wird das neue Video-Lookbook von Armani gefallen, denn “I am Love”-Regisseur Luca Guadagnino wurde dafür verpflichtet. Sofia Coppola in Ehren, aber es tut mal gut etwas anderes am Markt zu sehen.

“Der Film dauert 3 Minuten und ist vom cineastischen Stil Chantal Akermans inspiriert, bei dem es immer zu einer Interaktion von Raum und Silhouette kommt. Der Film wurden an verschiedenen Plätzen, in verschiedenen Städten in Norditalien gedreht: Ferrara, Cremona, Piacenza, Crema, als auch im ‘Museo del Violino’, einem Kunstwerk norditalienischer Architektur, das in diesem Film zum ersten Mal gezeigt wird.”

Instant Mermaid Glamazone

Ja was haben wir denn hier? Ganz einfach! Die Capsule Collection von United Nude mit Mattijs. Letztes Jahr konnte man mit den Lamellen-Schuhen von Iris van Herpen für Aufsehen sorgen, heuer ist es Mattijs van Bergen. Ebenfalls ein aufstrebender dänischer Designer.
United Nude, von Architekt Rem D. Koolhaas und Galahad Clark gegründet, ist damit ein neuer Geniestreich gelungen. Märchenhaft verspielt assoziiere ich in erster Linie eine kämpferische Meerjungfrau aus den Achtzigern, Mattijs hatte aber dann doch die lamellenhafte Fassade des Chrysler Buildings in New York im Sinne. Auch nicht schlecht.

Und damit es mir besonders schwer gemacht wird zu widerstehen, gibt es den Schuh neben Gold, Grau und Bronze auch in oszillierendem Blau.

Pleasantville gone bad

Angesichts dramatischer Wirtschaftsdaten und anderer unerfreulicher Aussichten scheint die Modewelt wieder Thermometer für gesellschaftliche Wünsche und Träume zu sein. Die Tendenz sich in Pastell zu hüllen und das Lilienporzellan von Oma abzubetteln, spricht für sich.
Doch diese Saison erinnert ein wenig an den Plot des Films “Pleasantville” mit Tobey Maguire und Reese Witherspoon. Darin wird die heile Schwarz/Weiß-Welt während des Films zu Farbe. Metaphorisch beginnen auch die Charaktere und die Umgebung nach und nach Farbe zu bekennen, je stärker sie ihren wahren Gefühlen nachgehen und die biedere Fassade ablegen. Das geschieht in der neuen Spring/Summer 2012 bei Prada mittels plastisch gewordenen Tankdeckelbemalungen oder applizierten “Rücklichtern”.  Die Clutches bekommen Motorgrill und Rosentattoos. Im Spannungsfeld dazu steht natürlich die zweite Handschrift: Pliseefalte und Pastellfarben mit stark geometrischen Henkeltaschen.

Auch Kosmetikriese Estée Lauder hat sich dem wunderschönen Retro-Packaging angenommen. Die Sonderedition, die anlässlich der 5. Staffel von MadMen Ende März herauskommen wird, gibt es wahrscheinlich leider nur auf dem US-Markt. Wer (wie ich) Verpackungs-Junkie ist, kann sich mit Paul & Joe trösten, die die “Rille” aus den 50ern seit Jahren in ihrem Signature-Look haben.

Nach dem Klick das Video-Lookbook zur Prada-Kollektion

read on

Einreichfrist für “Designer for Tomorrow” endet bald!

Marc Jacobs und Vorjahresgewinnerin Anja Kiesel

Am 29.2.2012 ist Abgabschluß für die Einreichung zum “Designer for Tomorrow”-Award von Peek&Cloppenburg bei dem Marc Jacobs wieder Schirmherr sein wird.

Wer teilnehmen darf?
Alle Modedesigner, die ihr Studium innerhalb der letzten beiden Jahre abgeschlossen haben, sich zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits zur Abschluss- prüfung angemeldet haben oder eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich Mode-design (Modenäher/-in oder Modeschneider/-in) nachweisen können.

Ende März werden die Top 30 bekannt gegeben. Im Monat darauf die Top 5. Bei der Mercedes Benz Fashion Week Berlin wird schließlich der oder die GewinnerIn gekürt.

Alle Daten und Einreichmöglichkeiten finden interessierte Jung-Designer bei Designer-for-Tomorrow.com