
Für den Fall, dass man sich in nächster Zeit in Berlin aufhält sollte man diese Ausstellung nicht verpassen.
Über die Geschichte des Wortes Paparazzo:
Der Name Paparazzo kommt aus dem Kino. Walter Santesso heißt so, einer der Fotografen auf der Via Veneto, mit denen Marcello Mastroianni in Fellinis „La dolce vita“ das römische Nachtleben unsicher macht. Fellini hatte den Namen in einem Reiseführer gelesen und suchte nach einer Figur, auf die er passte. Ihr Vorbild in der Wirklichkeit war der Bildreporter Tazio Secchiaroli, der sich Ende der fünfziger Jahre auf Prominentenfotos spezialisierte. Secchiaroli hatte mit Sozialreportagen angefangen und übertrug deren Formprinzip auf die High Society. Er erfand die Überfallfotografie, die Rache des Mediums an denen, die es für sich arbeiten ließen. Bald hatte er mehr Feinde als Abnehmer. Nachdem ihn „La dolce vita“ unsterblich gemacht hatte, gab er die Jagd auf und arbeitete lieber für Fellini. 1963 machte ihn Sophia Loren zu ihrem Leibfotografen. Den Rest seines Arbeitslebens verbrachte er damit, ihre Schönheit zu feiern.
Und die Rolle von Jean Pigozzi?
Mit Jean Pigozzi, der als Geschäftsmann ein Vermögen gemacht hat, von dem er ohne Fotoaufträge leben kann, wird das Paparazzitum zum Triumph des Adabei. Statt den Stars nachzustellen, stellt er sich neben sie und besiegelt die Zweisamkeit mit einem Foto. Sein Risiko, sich dabei blaue Flecke zu holen, ist gleich null: Wer sich nicht mit Pigozzi knipsen lässt, gerät leicht in den Verdacht der Nichtprominenz.
Quelle: faz.net
Noch bis 16.11. in der
The Helmut Newton Foundation
Jebensstrasse 2
10623 Berlin
Train and subway station
Zoologischer Garten
Exit Jebensstrasse