blog and drive: Links abbiegen oder faaaaaaaaaaaaaaahr!

Wenn einem die Fashion Week des Vertrauens ablehnt, weil man nicht zu ihnen passt ist mein erster Gedanke, dass ich meine blog&drive Kolumne dringend mal wieder füttern muss. Autos, Auto fahren, Verkehr und ähnliches hat ja nun wirklich nichts mit Mode zu tun, nachdem ich aber ohnehin kein Mode-Blog bin ist dies kein Problem. Wobei… wenn man es genauer bedenkt hat im Leben nicht nur das was man direkt sieht, das was offensichtlich ist, mit einem bestimmten Thema zu tun (nicht nur vom Auto gesprochen). Auch Autos stehen seit jeher im Zusammenhang mit Mode. Nicht nur als Begleitung, auch die ein oder andere Fashion Week greift zu Autos, sondern auch selbst als modisches Statement oder Accessoire.

Aber auch die Modefotografie, die Werbung (hallo Karl!), greift gerne zum Auto. Vielleicht vereint man so zwei Branchen mit Geld? Oder kombiniert Geld mit Design?

Wer Autos mag, mag auch teure Kleidung könnte man behaupten oder auch: Wer mit einem Cabrio fährt hat eine große Sammlung an Tüchern zu Hause, die man elegant oder weniger elegant (hallo Bridget) binden kann.

Nun aber zum eigentlichen Thema, nämlich dem Sommer, der Hitze und den Nerven. Dinge die sich oft nicht so gut vertragen…

Wer mit Klimaanlage fährt ist im Sommer König. Wer mit offenem Fenster im gut aufgeheizten Fahrzeug unterwegs ist weniger. Leute die einem beim Abbiegen überholen und in den Gegenverkehrsbereich fahren, Leute die wenn man nicht schon bei der ersten Sekunde der grünen Ampel wegfährt einen Dauerhupton veranstalten oder auch all diejenigen die einem diverse Finger zeigen haben vermutlich (und diese Theorie wage ich aufzustellen) in den meisten Fällen keine Klimaanlage. Mein Lieblingserlebnis der letzten Tage möchte ich euch dabei nicht vorenthalten:

Die Situation: Links abbiegen bei einer Kreuzung mit einer eigenen Abbiegespur bei der man aber den Gegenverkehr abwarten muss (irgendwann wird es dann auch nur für die Abbieger grün). Ein Auto vor mir, ich nicht wirklich im Stress.

Der Verlauf: Ein Auto kommt entgegen, wir warten. Dann kommt längere Zeit keines, das Auto vor mir fährt. Ich rolle langsam nach, warte aber den entgegen kommenden Bus ab. Abbiegen wäre sich vermutlich ausgegangen, sah aber keinen Grund vor dem Bus rüberzuschneiden. Was gleichzeitig die beiden Lenker hinter mir zum absoluten Ausrasten bringt (wir stehen ja schon ca zehn Sekunden bei der Ampel die gleich auf Grün nur für die Abbieger schaltet), ich werde angehupt, diverse Hände sehe ich im Rückspiegel in die Höhe fliegen und werde bei Gegenverkehr links überholt. Ich wäre dann auch gerne abgebogen, ging aber schlecht wenn mir zwei vor die Nase fahren. Weitere Beschimpfungen die ich durch das geschlossene Fenster erahnte inklusive. JA DANKE, HABEN SIE EIN PROBLEM???

Nun was lernt man daraus? Wenn es warm ist liegen die Nerven blank, auch beim Auto fahren. Ich dreh dann mal meine Klimaanlage auf…

blog and drive: Mein armes Baby oder der erste Parkschaden

Meine Freunde wissen, dass ich gerne gut auf mein Auto aufpasse. Rundgangskontrolle heißt bei mir nicht nur schauen ob Reifen und Scheinwerfer in Ordnung sind, nein ich gehe auch gerne ums Auto um zu sehen ob der Lack noch überall dort ist wo er hingehört (gerne leicht vorne über und nach unten gebeugt oder/und – das ist peinlich – mit der Taschenlampe). Als ich mich neulich ausparken wollte und die Spiegel ausklappte (schon klar, dass ich die immer einklappe? man weiß ja schließlich nie ob nicht ein LKW…) entdeckte ich einen schwarzen Strich am Spiegel. Ok, der war nicht so schlimm, könnte eventuell in der Waschstraße auch so wieder weggehen. Vielleicht ist da auch nur jemand… NEIN! Da ist jemand angefahren. Denn ganz hinten auf der gleichen Seite gibt es lauter kleiner Abschürfungen (aua!). Ich muss ehrlich weinen, da ich es nicht mal selbst war. Ich kann nämlich so halbwegs gut einparken. So, dass auch mein Fahrlehrer bei der letzten Fahrt meinte, dass da ja jemand mal tatsächlich einparken kann. Auch in der engen Garage. Und dann fährt mir jemand anders an. Ok, ich weiß das passiert im Autogroßstadtdschungel. Gewesen ist es dann natürlich auch niemand. Gesehen hat es sowieso niemand. Danke schön und ich danke ganz ernsthaft, dass es zumindest keine Beule wurde. Bekanntlich geht es ja immer noch schlimmer…

blog and drive: Verkehrsschilder

Spätestens seit Blog & Drive habe ich eine ganz besondere Begeisterung für Verkersschilder aller Art sowie Bodenmakierungen entwickelt. Egal ob sie zur richtigen Fahrstreifenwahl (die ich laut Fahrlehrer nicht immer habe, ja ja ich bin eine Frau, Orientierung und so…) dienen, oder dazu eine Einbahn anzuzeigen, ich mag sie. Vor allem deswegen weil sie ganz ähnlich wie Verkehrsschilder, kombiniert mit so manchen Dingen in ihrer Umgebung, unglaublich mehrdeutig sein können.

blog and drive: Kurven mit Aussicht

Ich schreibe mir eine geistige to-do Liste. Ganz oben steht parallel rückwärts vor hupender Kolonne einparken, dicht gefolgt von bei starkem Verkehr am Gürtel oder auf der A23 Spuren wechseln. Außerdem noch bei Nacht mit Fernlicht fahren und lernen mehr als nichts zu sehen. Ebenfalls angeführt auf dieser Liste war der Punkt Kurven zu fahren und selbstständig den richtigen Gang zu wählen. (das schaffe ich nie, das schaffe ich nie)

Etwas enttäuschend wenn man dann einfach zum Lieblingslokal am nahen Berg fährt (ha, endlich nicht mit dem Bus!), oben ankommt und sich nur denkt, was war da jetzt so schwierig? Nichts! Unglaublich schön und weil das ja so leicht war entschied ich kurzfristig auch gleich den Sonnenuntergang zu genießen und im Dunkeln wieder nach Hause zu fahren. Steil, eng und finster? War wieder kein Problem. Es macht mir nun schon fast etwas Angst, dass ich keine Angst hatte. Oder fühle ich mich mit meiner Fahrerin, also mir, einfach nur so sicher?

Nächster Programmpunkt: Weiterhin zu allen Baumärkten, zum Ikea und zu diversen Einkaufszentren fahren die früher auch mit Bus ohne einer Weltreise nicht zu erreichen waren. Hallo Auto, ich mag dich, sehr!

blog and drive: hallo Wien!

Ich mag mein Auto, ich mag es mit dem Auto zu fahren. Besonders mag ich es aber (endlich) zu Baumärkten fahren zu können, ohne dann alles Eingekaufte im Bus oder in der Straßenbahn durch ganz Wien transportien zu müssen. Ich mag es auch, mich nach dem Einkaufen ins Auto zu setzen und einfach vor der Haustür alles ausladen zu können.

Was ich weniger mag ist wenn ich das alles bei starkem Feierabendsverkehr mache, in der Stoßzeit, und am Besten noch wenn es dunkel ist. Fußgänger (die ohne zu schauen) vor mir über die Straße gehen. Lebensmüde oder was? Kostet mir eventuell zwei bis drei Lebensjahre (ja ich gebe zu ich erschrecke etwas wenn man mir vors Auto springt). Was ich auch weniger mag ist, auf mir unbekannten Strecken in engen Gassen zu fahren und von Lieferwagen überholt und geschnitten zu werden. Ganz besonders lustig ist es auch wenn man auf einen aus der Station fahrenden Bus wartet und dann von den Autos hinter einem angehupt wird (JA ICH MÖCHTE AUCH WEITERFAHREN ABER WAS SOLL ICH MACHEN???).

In den letzen zwei Wochen habe ich eines gelernt: Ruhe bewahren ist sowas wie das große Geheimnis beim Fahren mit einem Auto. Einfach ignorieren wenn einen jemand anhupt oder gerne auch schimpft oder gewisse Finger zeigt.

Als ich mit der Fahrschule fuhr passierte es mir, dass ich bei einem Zebrastreifen der gerade von vielen Fußgängern überquert wurde, von einem Fußgänger übelst beschimpft wurde, weil ich da jetzt stehen bleibe und warte. Ich solle doch weiterfahren! In dem Moment war ich dann aber nicht mal verunsichert, musste einfach nur lachen. Autofahrer trifft Wiener Charme. Oder so. Vielleicht sollte ich mir angewöhnen weniger freundlich zu sein oder öfters Oida! sagen (hilft ungemein bei manchen Kreuzungen). Kreuzungen zu überqueren ohne zu zögern habe ich mir ja schon angewöhnt, nachdem ich da immer an etwas denken muss was ich von meinem Fahrlehrer hörte (hilft mir ungemein und bringt mich immer wieder zum Lachen).

Wie schon einmal erwähnt vermisse ich das teilweise sehr, dass mich mein Beifahrer zum Lachen bringt (suche also Beifahrer die mich zum Lachkrampf bringen, anyone?) und ich mich dann mit Musik im Auto vor zu großem Stress retten muss. Geht auch, macht aber weniger Spaß. Eigentlich sollte ich mit Anna fahren, die würde mich sicher zum Kichern bringen (auch wenn kichern und weinen – vor lachen – ja jetzt auch nicht so ganz ideal beim Thema gut aufpassen sind).

Lese nun Wetterbericht und freue mich auf Sonntagsfahrt in den Frühling (ohne Hut, versteht sich).

blog and drive: oben und unten

Der Verkehrsschilder Dschungel ist manchmal schon etwas Sehenswertes. In den ersten Staffeln von Kommissar Rex hat man etwa genau darauf ein ganz besonderes Kameraauge geworfen. Ich habe einen Kamerablick auf eine ganz besondere Beschriftung auf der Rückseite eines Verkehrsschildes geworfen (siehe oben ganz unten).

Ein Problem damit, dass mich nasse Scheiben oder Regentropfen beim Fahren irritieren, hatte ich nie. Mich daran zu gewöhnen den Scheibenwischer selbst einzuschalten dauerte allerdings etwas länger. Nachdem ich aber auch bei der Fahrprüfung den richtigen Griff haben musste, da der Prüfer das Einschalten sehen wollte, habe ich auch die Scheu davor verloren (wenn ich das bei der Prüfung kann, dann kann ich das immer).

Regen wie man ihn sich wünscht (wenn man nachprüfen möchte warum es sowas wie Mindestprofiltiefe beim Reifen gibt)

blog and drive: Von Blicken und Gängen

Ich nähere mich dem Punkt wo das Auto fahren relativ unspektakulär wird und man es ganz alltäglich ansieht (nein, damit meine ich keinesfalls, dass man weniger aufpassen muss). Schnell vergisst man da wie es sich noch vor wenigen Wochen anfühlte in einen PKW zu steigen (hallo warum halte ich einen Schlüssel in der Hand uns was mache ich damit?) und nicht am Beifahrersitz Platz zu nehmen. Mit der Zeit ist dann schließlich das, worüber man am Meisten erzählen kann, die Suche nach dem Parkplatz und nicht mehr die Suche nach dem Haltepunkt der Kupplung.

Die Sache mit dem Fahrstreifen wechseln ist da ähnlich wie das Abbiegen oder das Suchen nach dem Haltepunkt. Jetzt muss ich lachen, dass mich einmal eine blinkende gelbe Ampel, die außer Betrieb war, beim links abbiegen so verunsicherte, dass mir ständig der Motor abgestorben ist und ich kaum weiterfahren konnte. Jetzt muss ich über vieles lachen was ich am Anfang nicht konnte und verstehe nicht wie mich das so unversichern konnte, dass ich nach einer Stunde kaum noch aufmerksam geradeaus schauen konnte. Auto fahren ist anstrengend wenn man ständig an den 3S-Blick, an den Pendelblick, an den Sicherungsblick denken muss und trotzdem nie alles im Blick hat. Erster Schock spätestens dann wenn der Radfahrer plötzlich neben dem Auto fährt ohne, dass man weiß wie er dort hinkam (sollte ja eher nicht passieren – ungünstig, sehr ungünstig).

Jetzt mit Führerschein, einer äußerst guten Fahrschule und einer für mich sehr angenehmen Prüfungsfahrt fühle ich mich schon um einiges sicherer.

Aber eine Geschichte aus der Fahrschulzeit ist mir noch besonders in Erinnerung, von dem ersten Mal auf einer Autobahn:

Auffahren, beschleunigen, einordnen, schalten. Nicht gleichzeitig, sondern hintereinander. Ja, aber trotzdem schnell zu viel. Ich habe ja ein ganz besonderes Talent über etwas genau im falschen Moment besonders nachzudenken, mir zu überlegen wie ich es besonders richtig mache, wenn gerade so Fragen wie vor oder hinter dem LKW einordnen, wichtiger wären. Dies führte dazu, dass mir mitten am Beschleunigungsstreifen einfiel, dass ich ja eigentlich noch im falschen Gang war. Was tun bevor ich die Spur wechsle? Richtig und ganz klar, schalten. Etwas ungünstig nur wenn man dann genau in dem Moment den Gang nicht wieder hineinbekommt und im Leerlauf auf eine Autobahn auffährt. Bitte nicht nachmachen, ist wirklich unglaublich lustig (nämlich nicht).

Das Schöne war, dass ich in dem Moment noch einen Fahrlehrer neben mir hatte der wieder einen Gang einlegte und mich auch wieder zum Lachen brachte (befürchte ich schaute etwas erschreckt). Mich wieder zum Lächeln bringen war übrigens eine nicht zu unterschätzdende Aufgabe meiner Fahrlehrer.

Aber… alles gut gegangen und ich merke mir: Nicht im Leerlauf auf eine Autobahn auffahren, das Gaspedal zu betätigen bringt dann nämlich eher wenig…

blog and drive: Launch am 1. Februar

Wenn ihr in Zukunft diese Logo links vor einem Blogpost stehen seht, dann wisst ihr, dass es sich um einen Artikel in der neuen Rubrik blog and drive handelt. Wer sich in Wien mit einem Auto fortbewegt, hat nämlich so einiges zu erzählen, was ihr euch entweder sicherlich vorstellen könnt oder auch schon selbst erfahren habt. Linksabbiegen, einparken oder auch den Schranken zur Garage aufmachen bevor man mit Schwung um die Kurve fährt (kein Kommentar).

All die nervenaufreibenden Momente oder die mich etwas nervös machenden Situationen sollen aber doch für etwas gut sein: Nämlich dafür in einer Kolumne festgehalten zu werden. So entschand die Idee zu blog and drive, die eigentliche Idee, die Suche nach dem Parkplatz auch schriftlich festzuhalten, hatte übrigens Lisa und wir würden uns freuen wenn auch Mela ihre Erlebnisse demnächst schriftlich festhalten wird.

Auf jeden Fall also hier, bis zum 1. Februar bei blog and drive!

Stay tuned and… spread the word!