The Twilight Saga: New Moon – ein subjektiver Bericht

Als Erklärung muss ich im Voraus erwähnen, dass ich weder die Bücher gelesen noch den 1. Teil zuvor gesehen habe. Twilight ist für mich ein Phänomen wie Herr der Ringe oder Harry Potter, ich bekomme gerade einmal mit, dass es existiert.
Ich weiß nicht wie oft ich gefragt wurde ob ich Twilight schon gesehen habe, ob ich mir den Film mit dem so attraktiven Schauspieler denn nicht endlich einmal anschauen möchte. Nein wollte ich nicht.
Meinungsänderung jetzt beim nächsten Teil, der verfilmt wurde. Hat ja irgendwie etwas wenn man sich an einem nebligen, kalten und verregneten Sonntag zu Mittag mit einer Runde ins Kinogetümmel stürzt, die sich zur Doppelvorführung (Twilight und die New Moon Vorpremiere – nicht zu verwechseln mit der Premiere, die ist erst in drei Tagen und nein ich steig da selbst nicht durch) im Kino versammelt hat. Endlos lange Schlange vor der Damentoilette inklusive. Außer der Reihe hinter mir bestand der Rest des Kinos wohl nur aus Frauen. Dank Schweinegrippe habe ich bei solchen Menschenansammlungen immer das Bedürfnis mir meinen Schal um das Gesicht zu binden. Schräge Blicke inklusive.

Mit halber Stunde Verspätung, erleichterndem Aufatmen, dass man sich eine peinliche Willkommensansprache gespart hat und es einen neuen Film mit Julia Roberts, Patrick Dempsey und der ganzen Hollywood Familie in diversen Nebenrollen gibt, begann dann der Film endlich. Endlich? Ja wenn man in einem Saal voller gespannter Menschen sitzt, dann überträgt sich diese Spannung auch auf so Ahnungslose wie mich. read on

2012


Eine Abfolge von beeindruckenden Spezialeffekten. Auch der Petersdom in Rom übersteht den Film nicht. Doch wie weit kann es tatsächlich beeindruckend sein wenn man weiß, dass dahinter nur eine gigantische Rechenleistung eines Computers steckt?

Bastardi senza gloria – Inglorious Bastards

In Wien habe ich mich erfolgreich davor gedrückt mir Inglorious Bastards anzuschauen. Aus mehreren Gründen, einerseits weil ich kein besonders großer Fan von Christoph Waltz bin, andererseits weil mir der ganze Film etwas zu brutal schien. In Italien habe ich mich allerdings umentschieden und dann doch Karten für Bastardi senza gloria gekauft.

Absolut nicht bereut. Ich möchte nicht wissen wie oft ich während des Films oh!, oh Gott!, oh nein!, bitte oh… und NEIN! gesagt habe bzw. wie oft man das neben mir auf Italienisch wiederholt hat. Dass es sich um einen Film von Quentin Tarantino handelt ist wohl nicht zu verkennen.

Besonders den sprachlichen Aspekt des Filmes fand ich aber sehr sehr interessant. Es wurden nur die englischen Parts Italienisch synchronisiert, der Rest wurde in Originalsprache gelassen und mit italienischen Untertiteln versehen. Und wie selten wurde mir dadurch sehr bewusst: Hitler hat Deutsch gesprochen. Dadurch, dass nicht immer alles mit Untertiteln war, war ich des Öfteren wohl die Einzige im Kino die alles verstand. Erschreckend und ich weiß nicht ob ich in diesem Moment besonders zufrieden mit meiner Muttersprache war. Beim Tonfall, dem Akzent und der Lautstärke des Sprechens die zu dieser Zeit von Hitler und seinem Umfeld verwendet wurden und die in diesem Film sehr gut nachgestellt werden, läuft es mir immer wieder kalt den Rücken herunter. Interessant fand ich dann, wie mir nach dem Film bestätigt wurde, dass dies keinesfalls passiert wenn man Deutsch nicht versteht. Wirkt dieser Tonfall etwa gar nicht so wenn man die Sprache nicht kennt? Also liegt dieser kalter Schauer einfach nur an unseren Assoziationen?

Bela B. hat übrigens auch einen kurzen Auftritt als Ticket Kontrolleur im Kino. Über das Gespräch mit meiner Begleitung nach dem Film musste ich fast schon lachen:

-Bela B. war auch kurz zu sehen!
-Wer?
-Der Musiker von Die Ärzte, er ist manchmal auch Schauspieler.
-Wer sind Die Ärzte?
-Eine deutsche Band.
-Aha. Da war ein Ticket Kontrolleur? Hab ich gar nicht gemerkt.
-Ja er war da.
-Aha.

Ich vergesse immer, dass in nicht deutschsprachigen Ländern Die Ärzte wohl nicht sehr bekannt sind… ;)

Interview mit Quentin Tarantino nach dem Klick: read on

TV Tipp: Kulturmontag Spezial aus Venedig || ORF2 22:30 Uhr

Clarissa Stadler meldet sich heute Abend live aus Venedig mit folgenden Beiträgen:

- Macht-Kampf: Berlusconi und der italienische Film
- Video-Kratie: Berlusconis Italien
- Power-Frauen: Waris Dirie und Shirin Neshat
- Film-Legende: Sophia Loren
- Glaubens-Krise: Pilgern nach Lourdes
- Wett-Streit: Remake oder Neuschöpfung

    Nähere Infos auf orf.at

    _link – La Mostra internazionale d'arte cinematografica di Venezia

    Die ersten Infos von der Biennale in Venedig findet man auf diesen Seiten: