Mode spaziert von der Straße ins Internet: Eine Gesellschaftskritik

Die Botschaft ist klar: Leute, die sich für Mode und all ihre Spielformen interessieren werden zusehends immer Internetaffiner. Modeblogs, und dabei nicht nur die sich selbst in Szene setzenden, kremplen die Szene um und damit die zukünftige Entwicklung eben dieser gleich mit. Zur richtigen Zeit auf den richtigen Zug aufzuspringen, ohne dabei auf der anderen Seite gleich wieder runter zu fallen ist ja bekanntlich nicht ganz so einfach. Wenn das jemand – neben dem Sartorialist der wohl nochmal eine etwas andere erwachsenere Zielgruppe abdeckt – international geschafft hat, dann sicherlich Yvan Rodic (der Face Hunter). Streetstyle zur Perfektion getrieben, die Kamera immer unter die Arme geklemmt, selbige nicht nur beim Sprechen stets in Aktion. Wer einige Stunden in seiner Nähe verbringt wird Zeuge zahlreicher Aufnahmen, die Fotografierten kommen und gehen und freuen sich meist ganz besonders zu den Auserwählten zu gehören. Rodic hat sich einen anerkannten Namen geschaffen, der auch, und das ebenso international, von Marken geschätzt wird. Dass er außerdem von Fashion Week zu Fashion Week gereicht wird, erklärt sich fast schon von selbst.

Letzten Donnerstag machte er Halt in Wien, kam zum vom Notorious Mag organisierten TEDx Fashion Salon. Hier hielt er auch einen kurzen Vortrag, eine Präsentation über seine Arbeit. Natürlich konnte er, obwohl man doch interessiertes und geladenes Publikum vermuten durfte, nicht auf die zuerst-war-das-Internet-und-dann-kamen-die-Blogs Geschichte verzichten. Es sei dahin gestellt warum man die Laufbahnschilderung immer wieder bei Null beginnen muss, wenn gleich sie doch für alle die sich noch nicht ausführlich mit dem Thema beschäftigt haben, interessant sein kann. Aufmerksam lauschte man dann auch der doch etwas im Pressekonferenz Stil gehaltenen Präsentation von Daniela Enzi, die über den Summer of Fashion im MQ sprach. Außerdem konnte man noch eine Präsentation über die São Paulo Fashion Week hören, sowie näheres von Sabina Rachimova über ihr Studium erfahren. Weiters, und das war besonders spannend, stellte Anouk Wipprecht mehr über Tech Couture und ein Cocktail produzierendes Kleid vor. Ein Traum, ob es wohl auch Eiswürfel macht? Schade aber, dass nur der Face Hunter selbst nachfragte, ob das Publikum Fragen hätte.

Tatsächlich möchte ich noch anmerken, dass man (und es wäre schön wenn man das 2012 nicht immer wieder erwähnen müsste, denn es sollte es bei Veranstaltungen wie diesen doch selbstverständlich sein) den Gästen ein funktionierendes und frei zugängliches WLAN zur Verfügung stellt. Internet braucht Internet um ins Internet zu kommen. Sei es nur um die Gemüter der anwesenden Gästeschar zu beruhigen… Denn wie der Face Hunter so schön bemerkte: Unter Fashion Bloggern versteht man meist eben die Lifestyle Blogger, welche sich gerne und oft selbst auf ihren Blogs präsentieren. Dies macht man aber auch gerne sofort und über zahlreiche mobile Möglichkeiten. Allesamt setzen sie aber dann doch eine Internetverbindung voraus.

Ich danke außerdem für einen lustigen anschließenden Abend mit hpunktanna und dariadaria.

Fotos: (c) Teresa Hammerl

Ein Wiener Sommer der sich der Mode widmet

Von links nach rechts: Martina Simbürger (DSCHUNGEL WIEN), Walter Heun (Tanzquartier Wien), Elisabeth Menasse-Wiesbauer (ZOOM Kindermuseum), Christian Strasser (Direktor, MuseumsQuartier), Karola Kraus (mumok – Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig), Daniela Enzi (Prokuristin, MuseumsQuartier), Christian Köberl (Naturhistorisches Museum), Maria Oberfrank (Designerin, Combinat Shop), Regina Karner (Leiterin Modesammlung, WIEN MUSEUM)

Puuuuh! Erstmal heißt es sich durch das Programm des Summer of Fashion zu wühlen. Auch auf die Gefahr hin diesen Satz in letzter Zeit schon des öfteren benutzt zu haben: In Sachen Mode ist in Wien wieder einiges los. Von 14. Juni bis 16. September nämlich dreht sich im MuseumsQuartier Wien bei Shows, Ausstellungen, Workshops, Performances, Diskussionen, Präsentationen und Führungen alles um die Mode und Kunst.

Die Eröffnung wird am 14. Juni über die Bühne gehen, der Summer of Fashion wird dann bis zur MQ VIENNA FASHION WEEK von 12. bis 16. September zugegen sein. Zugegen wird aber auch der – vom Architektenteam PPAG gestaltete – Catwalk in den MQ Höfen sein.

Die Liste der teilnehmenden Museen und Institutionen liest sich wie das who is who der Wiener Kunstszene: quartier21, mumok, KUNSTHALLE wien, LEOPOLD MUSEUM, Tanzquartier Wien, Architekturzentrum Wien, DSCHUNGEL WIEN und ZOOM Kindermuseum sowie das frame[o]ut Filmfestival, die MQ VIENNA FASHION WEEK, das Wien Museum, das Naturhistorische Museum, die Universität für Angewandte Kunst, die Akademie der Bildenden Künste, die Modeschule Herbststraße sowie zahlreiche Designer.

Das Eröffnungswochenende

Am 14. Juni beginnt der Sommer mit den Eröffnungen der Ausstellungen „Reflecting Fashion. Kunst und Mode seit der Moderne“ (mumok) und „TECHNOSENSUAL. where fashion meets technology“ (freiraum quartier21 INTERNATIONAL), weiter geht es mit einer Fashion-Party in den mumok Hofstallungen.

Weiters…

Eine Modeschau der Abschlussklassen des Kollegs für Mode-Design-Textil der Herbststraße im MQ Haupthof wird am 15. Juni stattfinden. Weiter geht es am 16. Juni mit der Performance „Benoit Maubrey. Audio Ballerinas”, nämlich mit elektro-akustischen Kleidern in Kooperation mit TONSPUR für einen öffentlichen Raum.

Der Sommer wird außerdem bieten: Eine Tanzperformance mit Lucia Glass in Kooperation mit dem Tanzquartier Wien, die Eröffnung des Filmfestivals frame[o]ut mit Diane Pernet (die persönlich zur Eröffnung kommen wird). Ein Highlight werden sicherlich die Führungen durch das normalerweise nicht öffentlich zugängliche Modedepot des Wien Museums.

Modeschauen

Weitere Modeschauen wird es geben: von Susanne Bisovsky bis hin zur Preview Modeschau Herbst & Winter 2012 von Combinat und MQ Point oder dem „Laufsteg in die Vergangenheit“, eine historische Modeschau durch die Jahrtausende von der Steinzeit bis ins Barock in Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum. Einen Fashion Mob wird Mario Soldo veranstalten.

Modemesse, Blogger-Flohmarkt, Designerprojekte und Performances von Artists-in-Residence stehen außerdem am Programm.

Den Abschluss wird dann von 12. bis 16. September die „MQ VIENNA FASHION WEEK“ machen.

 

Foto: Jürgen Hammerschmid

TEDxVienna: Ein Fashion Salon in Wien

Technology, Entertainment, Design. Dafür stehen die TED Konferenzen ursprünglich. Vorträge durch Videos einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen gehört ebenso dazu, wie, dass man nur mit Einladung vor Ort mit dabei sein kann. Anders als beim Konzept der Barcamps stehen die sprechenden Gäste aber schon vorab fest. Das Konzept von TEDx bringt eben diese Konfernezen auch in Länder außerhalb der USA.

Am 28. März findet eine solche Veranstaltung in Wien statt. Veranstaltet vom Notorious Mag findet der TEDxVienna Fashion Salon im The Ring statt. Fünf Speaker, jeder mit 18 Minuten Zeit. Den Sprechern lauschen dürfen 40 Leute, dabei werden sowohl Blogger, Presse und Leute aus der Modebranche anwesend sein.

Am Podium mit dabei sind klingende Namen wie Yvan Rodic (Face Hunter), Sabina Rachimova von Broken Cookies (die ihre Erfahrungen als Studentin im Ausland teilen wird), Alex Schönburg von Agency 4e7 (wird über die São Paulo Fashion Week berichten) , Anouk Wipprecht (macht Tech Couture) und als Gast vom The Ring Hotel, Daniela Enzi vom MQ.

Und wie bei allen anderen TED Konferenzen geht auch hier ohne einer Einladung nichts, auf einen Livestream darf man aber hoffen!

Marcel Ostertag rockt die Mercedes-Benz Fashion Week Berlin

Mein persönliches Highlight der Fashion Week in Berlin war eindeutig die Show von Marcel Ostertag am Freitag Nachmittag. Wunderschöne Kleider, eine Linie, große Taschen und ein Designer der selber mitläuft. Wie könnte es besser sein!

© Teresa Hammerl

Marc Jacobs bei der Berlin Fashion Week

Einen Tag bei der Berlin Fashion Week schon läuft Marc Jacobs an mir vorbei. Kann ich ja eigentlich wieder nach Hause jetzt.

© Teresa Hammerl

Hetzendorf Absolventin Elisabeth Maier sagte “rührt euch_at ease_repos!”

Der Titel meiner Kollektion ist ein Kommando für das militärische Exerzieren. Die englische Übersetzung  „Ease“ bedeutet aber auch Leichtigkeit, „to be at ease“ oder „feel at ease“ drückt Wohlbefinden aus. Die Bedeutung der Begriffe verknüpft den Grundgedanken meiner Kollektion: Der Bezug zum Militär und die Interpretation der Zusammenhänge in aussagekräftigen Designs- Leichte Seide unter Fischlederaccessoires, die zwischen japanischen Baumwollmustern und der Ruhe einfärbiger Flächen Akzente setzt.

Weiters erklärt die Absolventin der Modeschule Wien, die ihre Arbeiten auch bei der Show 11 im Schlosspark von Hetzendorf zeigte: “Es ist bemerkenswert, dass das italienische Wort für Uniform „Divisa“ sich aus dem Französischen herleiten lässt. „Dévise“ bedeutet Mission oder Absicht.”

Uniformen beschreibt Elisabeth Maier mit: “Die Art der eingesetzten Details bezieht sich auf Galauniformen, die noch nicht dem modernen Funktionalismus unterworfen waren und zu standardisierter Massenware zählten. In meiner Kollektion werden diese Details zu femininen Elementen. Wir alle streben nach Ausdrucksfreiheit und verstehen uns als Individuen, die durch bestehende Systeme eingeschränkt werden. Meine Kollektion macht stark auf dem Marsch in die Freiheit.”

Die Fotos sind im Theater im Nestroyhof entstanden und zeigen die Schauspielerin Juliane Gruner, in rot (Foto unten) sieht man die Absolventin selbst. Wir gratulieren herzlich zum Erfolg!

© Analoggang

Lisa aka SpiegelEule über das FashionBloggerCafé in Berlin

Als offizieller Programmpunkt der Berlin Fashion Week findet heuer bereits zum zweiten Mal das FashionBloggerCafé statt. Vorab habe ich Lisa zum Gespräch gebeten, voller Vorfreude auf das Treffen am 8. Juli!

Wie kam es zur Idee ein FashionBloggerCafé zu veranstalten?

Als im letzten Winter die Fashion Week bervorstand und es sich abzeichnete, dass es wohl ein Blogger-Get-Together wie bei der letzten Premium im Sommer nicht geben würde, kam mir die Idee ein eigenes Treffen zu initiieren. Ich hatte mit anderen Bloggern zu diesem Zeitpunkt einigen Kontakt per Mail oder Skype. Nicht nur mich begeisterte die Möglichkeit bei einem Treffen die Personen hinter den jeweiligen Webseiten, Kommentaren oder Ideen wirklich kennen zu lernen und erfahren zu können.

Ich wachte dann einige Wochen vor der Fashion Week auf und hatte die Idee. Noch im Bett griff ich zum Telefon und rief Roland von Styleranking an. Der war etwas verhalten und hatte Sorge, dass wir das zusätzlich zu den Vorbereitungen für die Berichterstattung vom Zelt und den anderen Events bewältigen könnten. Ich hab ihn dann damit überzeugt, dass ich ganz unkompliziert einen Tisch im „Mein Haus am See“  hier in Berlin reservierte und ein Facebook-Event einrichtete. Damit stand das FashionBloggerCafé.

Wer genau veranstaltet das FashionBloggerCafé?

Die Veranstalter des FashionBloggerCafé sind Styleranking und ich aka SpiegelEule.
Wir haben eine kleine Webseite unter fashionbloggercafe.de eingerichtet und dort seht ihr auch, dass wir inzwischen weitere Unterstützung eingeholt haben durch dawanda und edged berlin.

Welche Resonanz hattet ihr im letzten Jahr?

Mit ein paar einfachen Mitteln und geringem Aufwand hatten wir den Nerv der Bloggergemeinschaft getroffen und die Anmeldungen flatterten zahlreich ins Haus. Wir bekamen über 200 Zusagen. Ich hatte etwas Sorge, dass wir den Mitarbeitern vom „Mein Haus am See“ ganz schönen Stress bereiten könnten – mit der Reservierung hatte ich etwa 50 Leute angemeldet und diese Zahl im Laufe der Woche immer wieder nach oben korrigiert. Ach ja: und sehr leckeren Kuchen haben wir für alle bestellt. Der Kuchen stand dann am Buffet für alle Blogger zum Naschen bereit.
Das Treffen selber gestaltete sich sehr entspannt und es trafen nach und nach immer weitere Blogger ein. Wir setzten kein Rahmenprogramm oder eine Vorstellungsrunde durch, sondern jeder war selber dafür verantwortlich sich vorzustellen und neugierig auf die Anwesenden zu zugehen.

Was sind deine Erwartungen für dieses Jahr, welche Bedeutung haben Bloggertreffen für dich?

Gerade zur Fashion Week werden wieder viele Blogger extra nach Berlin reisen und in der Stadt unterwegs sein. Ich freue mich wahnsinnig, dass wir eine tolle Location gefunden haben: Es geht ab zur Arena. Wenn ich an den Stress während der Fashion Week denke und die Hitze im Zelt scheint mir das die perfekte Location um zu netzwerken und gemeinsam zu chillen.
Ich hoffe natürlich, dass wir wieder viele neue tolle Blogger treffen können und sich die Leute untereinander bekannt machen. Die virale Vernetzung und der Online-Kontakt sind einfach noch schöner, wenn man sich mal „in Echt“ kennen gelernt hat.
Persönlich nutze ich gerne Gelegenheiten bei Events oder Workshops andere Blogger kennen zu lernen und mit ihnen Erfahrungen und Meinungen auszutauschen. Die Treffen sind immer sehr inspirierend für neue Projekte und bringen mich auch immer wieder auf den neusten Stand, was so los ist in der Bloggerszene. Ich freue mich wirklich sehr viele neue und einige bekannte Blogger am Badeschiff zu treffen!

Infos:
styleranking.de

Fotos: © SpiegelEule

Fashion Talk: Beyond Heritage

Am Dienstag Nachmittag saß ich nachmittags im gut gekühlten Sofitel nachdem ich direkt vor dem Hotel einem der Autos meiner Fahrschule entgegen lächeln konnte. Im vierten Stock ging es beim Fashion Talk um das Thema Beyond Heritage, um die Entwicklung und Herkunft von Labels wie Louis Vuitton. Der Saal selbst war gut gefüllt, direkt neben mir saß Anna, ein Beweis für den wunderschönen Satz von Monica Titton “bloggers are everywhere”. Neben ihr nahmen an dem Gespräch auch Risto Bimbiloski, Katrin Seiler (Moderation), Lidewij Edelkoort sowie Till Reiter teil.

© Teresa Hammerl

Modepalast 2011: Cloed Baumgartner im Interview

Die beiden Modepalast Organisatorinnen Cloed Baumgartner und Jasmin Ladenhaufen

Es passiert etwas und das finde ich spannend! Man hat nicht nur eine stumpfe und platte Modemesse, sondern man überlegt sich jedes Jahr wieder neu in welche Richtung es gehen soll und was man damit bewirken will.

- Cloed Baumgartner

Modepalast bisher: Welche Bilanz kann man ziehen ?

Cloed Baumgartner: Die Bilanz ist, dass man ein stetiges Wachstum beobachten kann – nicht nur des Events selbst, dass man immer noch mehr Labels einbinden kann – sondern auch der Wiener Szene die ja auch mitwächst.

Von den Boutiquen die sich im 7. Bezirk ansiedeln haben ganz viele der BetreiberInnen beim Modepalast begonnen und sind ganz stolz darauf.

Die Bilanz ist auch, dass der Modepalast etwas bewirkt hat in Wien und das erfüllt uns schon mit Stolz. Ziemlich viele DesignerInnen können inzwischen von dem leben, was sie machen. Sie haben ihre kleinen Läden aufgesperrt, oder sogar schon größere Läden, und strecken die Fühler jetzt auch vermehrt ins Ausland aus. Sie fahren auf Ordermessen nach Deutschland oder Paris und das ist schon klasse, das gefällt uns gut. So ist es ein gemeinsames Wachsen!

Welche Weiterentwicklung gibt es?

Der Ausblick ist, dass der Modepalast inzwischen auf guten Beinen steht und wir die Chance haben jetzt auch in Richtungen zu lenken. Mit unseren Schwerpunkten, wie im letzten Jahr etwa Modepalast Green, eine ganz wichtige Strömung mit neuen ökofairen Kollektionen, die genauso sexy und gut designt sind wie andere.

Wir haben das dann in Form eines Green Path angelegt, also wirklich integrativ dort wo es hingehört. Abendmode zur Abendmode und Street Style zum Street Style. Und heuer reagieren wir auf unsere Gesellschaft die ja doch immer älter wird und auf unser Publikum das mitaltert und aber auch designaffin ist.

Wir haben aufgerufen, dass die DesignerInnen dementsprechend ihre Kollektionen auch anpassen. Größere Größen, auf gute Stoffqualität achten und vielleicht auch einmal Outfits mit Ärmeln anbieten. Einfache Tricks die aber dann auch unser Publikum befriedigen. Oder auch, dass wir neues Publikum ansprechen können. Genannt haben wir diesen Schwerpunkt “Generations”, weil wir ja von Kindermode bis eben Mode für ältere Semester alles anbieten.

Wie siehst du die Wiener Modeszene?

Die ModemacherInnen sind ja eine abgeschlossene Gruppe, auch eine Szene, so wie die Galerien eine Szene sind. Oder die KünstlerInnen oder die bildenden KünstlerInnen oder die FilmemacherInnen, ist auch die Modeszene wie eine Familie, aber innerhalb dieser Szene beobachte ich unterschiedliche Gruppierungen die verschiedene Bedürfnisse abdecken.

Es funktioniert glaube ich ganz gut nebeneinander, das für alle was dabei ist. Mode geht ja alle was an. Und sonst gibt es eben die Strömungen, dass große Modeketten nach Wien kommen, wir nennen jetzt keine Namen… (lacht) aber das bedeutet ja auch etwas. Dass Wien bereit ist für so etwas.

Welche Punkte sind beim diesjährigen Modepalast noch wichtig….

…Newcomer! Newcomer haben wir viele. Wir haben nicht immer die gleichen Namen, wir haben dezidiert heuer 40 NewcomerInnen und ganz viele davon auch aus Wien. Das wird von creativespace.at unterstützt. Weil sie letztes Jahr mit uns eine Studie gemacht haben, aus der ganz klar hervorgeht, dass der Modepalast auch ein Wirtschaftsfaktor ist.

Der Schritt in die Selbstständigkeit wird viel leichter wenn man einmal ein solches Kick-Off Event gehabt hat. Dort wo man einmal wirklich mit viel Publikum in Kontakt gekommen ist. Und das wird auch heuer wieder bei einigen so sein. Sie werden viel Feedback bekommen und ganz sicher auch Umsatz machen. Und dann auch basierend auf solchen Erfahrungen entscheiden können, ja das kommt an. Ja das passt, das machen wir weiter. Newcomer ist also ein wichtiger Punkt.

Wie wählt man die am Modepalast teilnehmenden Designer aus?

Wir haben zu viele Anmeldungen, mehr als wir Standplätze haben. Das heißt wir haben eine Jury. Das funktioniert dann online über eine Punktevergabe, weil man nicht über zwei hundert Leute eine Jury Sitzung abhalten kann. Das würde nicht funktionieren.

Wir hatten also sieben Leute die in der Jury waren und Punkte vergaben. Dann gibt es eine Reihung und wir nehmen einfach so viele DesignerInnen wie wir nehmen können. Die Kriterien dazu sind: Wir fragen nach der Ausbildung, nach dem Gründungsjahr (dementsprechend kann man dann sagen ob es sich um einen Newcomer handelt) und die Homepage, da muss man drei Bilder hochladen und einen kurzen Text. Das heißt man bekommt schon relativ rasch über die Qualität der Bilder, über die Qualität des Gesamtauftritts einen Eindruck ob das Label Potential hat. Und dann ist natürlich auch das Bauchgefühl der JurorInnen gefragt.

MODEPALAST 2011 – brand new expo
27. bis 29. Mai 2011
MAK
Weiskirchnerstraße 3
1010 Wien
Tageseintritt: €8.-/5.- (ermäßigt für Schüler und Studenten)
Kombiticket: €12.- (gültig an allen 3 Messetagen)
Öffnungszeiten:
Do 26.5. Eröffnung (nur mit Einladung)
Fr 27.5. 12-22
Sa 28.5. 11-21
So 29.5. 11-19

fotos: oben – Teresa Hammerl ; untere – MICHAEL WINKELMANN (www.winkelmann.at)

The Fashion Lunch mit Eva Poleschinski [ep_anoui]

Samstag Mittag trafen wir uns bereits zum dritten Mal (Tiberius und Doychinoff waren die ersten beiden Labels) im Wiener Luxushotel The Ring (Blog) zum Fashion Lunch mit einer Designerin bzw. einem Designer. Diesmal hatten wir die Ehre gemeinsam mit Eva Poleschinski (Interview vom letzten Jahr) – [ep_anoui] – zu Mittag zu essen und anschließend Stücke ihrer Sommerkollektion bzw. vergangener Kollektionen in einer Suite des Hotels bestaunen zu dürfen. Eva erzählte uns aus dem Nähkästchen (diese Formulierung habe ich mir erlaubt von Eva zu klauen) über ihre Arbeit als Designerin, die Vorbereitungen vor Shows, die MQ Vienna Fashion Week und auch über die im Mai anstehenden Lake’s Fashion Days in Pörtschach. Eva zeigte uns auch ihr aktuelles Video zur Sommerkolletkion, sowie viele Bilder, unter anderem auch das Plakat der Vienna Awards for Fashion & Lifestyle 2010, aufgenommen von Michael Dürr. Das Kleid auf dem Foto konnten wir dann auch gleich persönlich betrachten. Oben am Foto mein absolutes Lieblingskleid, alleine weil es so schön fällt könnte ich es mir stundenlang anschauen. Überhaupt sind Eva’s Kleider einfach wunderschön anzusehen und auch anzugreifen.

Mehr bei Stylekingdom und allen die mit dabei waren:

Fanfarella
Rainer von AustrianFashion.net
Bikinis & Passports
Style Kitchen
Mr Strictly Intimate
Modeltalk
Mangoblüte

Gegessen wurde im The Ring Restaurant at eight.

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