Alt trifft neu in Bukarest

Interessant, spannend, neu, ungewohnt, anders und doch vertraut, freundlich. Beschreiben könnte man die Stadt, die sich auch Paris des Ostens, nennt mit all diesen Worten. Gleichzeitig und nein, das hätte ich mir von dieser Stadt nicht erwartet, fühlt man sich auf den Straßen, auch alleine und als Frau sehr sicher. Die einzige wirkliche Gefahr geht wohl von den unzähligen streunenden Hunden aus, an die man sich aber auch schnell gewöhnt hat. Man steht dann schon das ein oder andere Mal mit ihnen vor dem Zebrastreifen und wartet, gemeinsam dass es grün wird. Friedliches Zusammenleben also. Anders ist das aber in der Nacht, wenn auch der männlichen Begleitung anders wurde als eine bellende Gruppe beschlossen hatte die gleiche menschenleere Straße wie er zu gehen. Tagsüber kann man in den kleinen Bars und Lokalen im Stadtzentrum in der Sonne oder auch in durchwegs schöner Atmosphäre drinnen einen Kaffee und unglaublich gute Süßspeisen (achtung nur vor der Portiongröße die einem in einer Woche zehn Kilo zunehmen lässt) zu sich nehmen kann. WLAN meist sogar ohne Passwort inklusive (was mein Herz höher schlagen ließ).

Zu den Dingen die ich mir besonders in fremden Städten nie merken werde zählt außerdem: Nicht auf diverse Gitter oder Abdeckungen am Gehsteig steigen bzw. generell darauf achten wo man hintritt. Hätte unter Umständen verhindert, dass ich gleich am ersten Tag ein riesiges Loch in den Gehsteig machte und mit einem Fuß schon im zehn Meter tiefen Loch steckte. Belebte den Kreislauf ungemein, aber zum Glück hatte ich das Gewicht gerade auf den anderen Fuß verlagert. Wie mir mein Fahrer (ja ich gebe zu mir war beim Gedanken ans Taxi fahren nicht ganz wohl, weshalb ich mich darum schon von Wien aus kümmerte) erzählte, ist der Zustand der Straßen im Allgemeinen sehr gut für alle Mechaniker der Stadt. Sie verdienen besonders gut wenn man sich die Bodenplatte bei einer der unzähligen Baustellen aufschlitzt. Meist sind diese nämlich nicht abgesperrt sondern auch während dort gebaut wird frei zugänglich und selbstverständlich auch befahrbar. Ich fand es übrigens super wenn die Frau neben einem mit High Heels über schiefen und aufgerissenen Pflastersteinen geht und ich mit Sneakers ständig hängen bleibe. Ja danke, gehen kann ich nicht.

Die Stadt ist geprägt von imposanten Gebäuden, dem alles übertreffenden Parlament, zahlreichen Museen (inklusive Kunstsammlungen) sowie von, für eine Großstadt, vielen Grünflächen. Alles lädt zum stundenlangen Gehen ein und die Tatsache, dass man auch mit der Metro ganz einfach und problemlos fahren kann, lässt einem leicht von einem zum anderen Punkt in der Stadt kommen.

Und nein bevor jemand fragt: Das Draculaschloss ganz in der Nähe habe ich mir nicht angeschaut. Obwohl mir der Backpacker meines Vertrauens vor Ort das ans Herz legte und meinte man muss es unbedingt gesehen haben. Aber schließlich kann man ja nicht alles machen, oder?

Ein seltener Anblick, sind Luxusgeschäfte wie Gucci. Auch H&M sperrte den ersten Shop eben gerade erst auf.

Für Autos ist Bukarest nicht nur was die Sauberkeit sondern auch was das Parkplatzangebot betrifft, eine eher unfreundliche Stadt. Trotzdem gibt es überall Einweiser die einem den nächsten freien Parkplatz verraten, der sich dann oft auch einfach am Gehsteig befindet. read on

m4s0n501
Pages:«1...9101112131415...278»