Schnittbogen: Professionelles Werkstattflair als Sprungbrett für Designer

Wiens Modewelt hat ab Donnerstag, den 19. April, eine neuen Ausgangspunkt für angehende Designer. Infrastktur und Können sollen dort – nämlich am Gumpendorfer Gürtel, Bogen 3-4 im 6. Bezirk – mit ausreichendem Platzangebot kombiniert werden, etwa um Branchenneulingen den Anfang leichter zu machen. Vor der Eröffnung haben wir die Initiatorin Michaela Hudecová Königshofer zum Gespräch gebeten.

Wie kam es zu der Idee eine Plattformwie diese – für Jungdesigner zu schaffen?
Bereits nach der Ausbildung habe ich es Kollegen ermöglicht meine Maschinen in meiner Wohnung zu nutzen. Es waren zwar professionelle Maschinen, doch natürlich nicht alle, die ich mir persönlich gewünscht hätte. Man kann also durchaus sagen, es gab damals schon eine Art offene Werkstatt. Eine Erkenntnis, die gerade die konzeptuelle Entwicklung des Schnittbogens geprägt hat, war meine Erfahrung, dass sehr viele Designänderungen während der Prototypherstellung passieren und es daher sinnvoll ist, diesen Prozesschritt möglichst nahe dem Designer auszuführen. In der Zeit meiner Babypause habe ich mich ausführlich mit der lokalen Modeszene beschäftigt. Einerseits befragte ich einige Designerfreunde, andererseits bestätigte für mich eine Studie des Unit-F Büros, dass Designer wirklich das Know-How und Handwerk in Wien benötigen würden.

Welche Infrastuktur wird angehenden oder nach einer Werkstatt suchenden Designern bei Ihnen geboten? Gibt es etwa auch die Möglichkeit für Stoffdruck?
Wir bieten einerseits die Möglichkeit textile Flächen zu schaffen und diese zu verändern – vor allem in Form von Färben – andererseits aber auch zu verarbeiten und sie auch ordnungsgemäß zu präsentieren. Neben Coworking Spaces bieten wir ein breites Angebot an Industrienähmaschinen, Spezialmaschinen, Strickmaschinen, sowie Webstühle, Bügelanlagen, Zuschneidetische etc. Im Fall von Stoffdruck suchen wir zurzeit Kooperationspartner bei bestehenden Betrieben und Designern.

Wie grenzen Sie sich von sogenannten Nähcafés, wie es sie in Berlin oder Paris gibt, ab? In Wien gibt es ja auch den Trend zu Näh-Workshops in Kleingruppen, sehen Sie da Parallelen oder möchten Sie sich davon eher unterscheiden?
Das Konzept vom Schnittbogen ist in erster Reihe ein B2B Konzept und soll Designer ansprechen, die bei der Prototypherstellung mehr Einfluss auf den Prozess haben möchten. Nähbegeisterte können sich selbstverständlich auch tageweise einmieten, doch sehen wir den Schnittbogen zurzeit nicht unbegingt als B2C ausgerichtet. Wir möchten die modebegeisterten Wiener derzeit vor allem für unsere Events als Publikum begeistern. Die Abgrenzung von Nähcafés ist aus unserer Sicht im Umfang der Infrastruktur, die zur Verfügung steht. Wir bieten eine professionelle Werkstatt, die unter anderem für die Erstellung von Kleinkollektionen ausgerichtet wurde. Wo wir uns keinesfalls abgrenzen möchten, ist der Einfluss der Community. Wir wollen eine Austauschplattform schaffen.

Wird es im Schnittbogen Workshops oder begleitende Kurse für Anfänger geben, die gerade auch zum Do-it-yourself Trend passen?
Wir bieten den Raum und suchen Partner für Näh-, Strick-, Färbe- und sonstige DIY-Workshops und arbeiten, wie schon erwähnt, an einem B2C Konzept.

Bietet die Location außerdem noch Platz für weitere Schritte nach der Produktion, wie etwa Präsentationen oder als Coworking Space?
Unser Konzept besteht aus drei Bereichen – Coworking, Fertigung und Präsentation. Es werden Coworking Spaces zur fixen oder flexiblen Anmietung geboten. Die Möglichkeit der Fertigung ist eine, die einerseits die selbständige Nutzung der Maschinen beinhaltet, aber auch die Fertigung unsererseits. Als dritte Säule sehen wir die Präsentationsmöglichkeit, denn es steht ein ca 90 m2 großer Raum zur freien Nutzung – und natürlich wurde auch ein Catwalk vorhergesehen. Es gibt bereits Anfragen von Wiener Designern, die auf der Suche nach einem passenden Raum zum Arbeiten und gleichzeitig zum Präsentieren sind. Das sehen wir als den Vorteil vom Schnittbogen, da wir beides unter einem Dach bieten.

In der Ankündigung wird von der Expertise der Projektinitiatorin gesprochen, würden Sie dazu noch etwas mehr erzählen?
Ich bin Kleidermachermeisterin mit einer 15-jährigen Erfahrung in den Bereichen Schnitt- und Prototypenerstellung, Serienfertigung, zusätzlich habe ich auch Erfahrung im Unterrichten. Mein Team und ich stehen ab morgen in der offenen Werkstatt mit unserem Know-How und Erfahrung zur Verfügung.

 

Mit besonderem Dank an kathmography
Zeichnung: kathmography

Edelstoff erweitert Marktgeschehen in der Wiener Kreativszene

Da gab es Artikel die ich noch mit einem Satz darüber beginnen konnte, dass es gut ist, wie viel denn im Moment in Wien mit der Mode passiert. Dann kamen die Einleitungen wo ich nur mehr sagen konnte, dass ich genau diese soeben erwähnte schon zu oft gebraucht habe und, dass in Wien nun tatsächlich dauerhaft was los ist. Nun kann ich aber (weil ja wirklich immer was los ist) auch das nicht mehr sagen und gehe schlicht zu folgendem über: Ein neuer (Nachlese zum Thema: Kreativfestival für Kauffreudige) Designmarkt kommt in die Stadt und erweitert nochmal das Angebot für B2C und ebenso für die Designer. Edelstoff nennt sich der am 12. und 13. Mai 2012 stattfindende Markt, etwa 70 Kreative werden in der Expedithalle der ehemaligen Ankerbrotfabrik teilnehmen. Gastro-Dependancen von der Strandbar Herrmann, Cup Cakes Wien und Espressomobil inklusive. Auf Facebook werden regelmäßig die Teilnehmer einzeln vorgestellt. Veranstaltet wird von den Edelstoffern Sabine Hofstätter und Simone Aichholzer, wir haben die beiden zum Interview gebeten.

Wie möchten sie sich mit dem Designmarkt Edelstoff von anderen Wiener Märkten sowie Messen mit Ausrichtung auf Mode und Design abgrenzen? In der Pressemitteilung liest man ja vom ersten Wiener Designmarkt für Mode, Schmuck und Möbel.

Simone: Mit den großen in Wien stattfindenden Messen wollen wir uns weder vergleichen noch messen, wir nennen uns daher auch bewusst DesignMARKT.

Sabine: Unser Ziel ist es, in Wien einen Markt für nationale und internationale DesignerInnen und Kreative zu organisieren. Wir freuen uns riesig, dass beim ersten Markt bereits DesignerInnen aus Berlin, Stuttgart und Prag mit dabei sind. Bei Edelstoff 01 werden rund 70 AusstellerInnen aus den Bereichen Mode, Schmuck, Accessoires und Möbel in der ehemaligen ANKER EXPEDITHALLE ausstellen und verkaufen.

Simone: In Zukunft soll der Markt regelmäßig stattfinden und als weitere Schwerpunkte möchten wir einerseits DesignerInnen in Ausbildung eine reduzierte Standmiete anbieten und andererseits jeweils Städte- bzw. Länderschwerpunkte setzen. Die Formulierung “erster Wiener Designmarkt für Mode, Schmuck und Möbel” war bewusst provokant gewählt und ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu verstehen.

Wie kam es zur Idee der Realisierung des Marktes?

Sabine: Die Idee dazu gibt es bereits seit über 10 Jahreninspiriert durch Reisen in andere europäische Städte wie z.B. London, wo es bereits damals zahlreiche Designmärkte gab.
Ich war und bin nach wie vor begeistert von den attraktiven und kreativen Produkten auf solchen Märkten! In manche Städte (u.a. Berlin od. Budapest) fahre ich auch bewusst an Wochenenden, an denen ein Designmarkt stattfindet. Es wäre toll, wenn auch der eine oder die andere Wien-TouristIn bei unserem Markt vorbeischaut.

Wird es auch, so wie ja oft üblich, Jutetaschen vom Markt geben? Wenn ja, warum ist ihnen das wichtig?

Sabine: Eine Stofftasche wäre wirklich praktisch!

Simone: Die Sache mit den Taschen ist aber auch eine Kostenfrage. Da wir keinen Eintritt verlangen und die Standmieten sehr gering gehalten haben, bleibt uns leider nicht sehr viel Spielraum.

Sabine: Wir haben noch einen Monat Zeit… vielleicht gibt es eine Edelstoff 01 Tasche beim Markt am 12. und 13. Mai.

 

Designmarkt Edelstoff
Expedithalle der ehemaligen Ankerbrotfabrik
Puchsbaumgasse 1C, 1100 Wien

Öffnungszeiten:
Samstag, 12.05.2012 von 12.00 – 20.00 Uhr
Sonntag, 13.05.2012 von 11.00 – 19.00 Uhr
Freier Eintritt.

Vier Fragen – Acht Designer: Giraffenland

Wie schon die letzten beiden Male, bietet die Fesch Crew auch bei diesem Wintermarkt wieder eine erlesene Auswahl an Designern und Kreativen. Das Label Giraffenland ist ebenfalls mit dabei. Wir haben Designerin Tamara Jasmin Drabek zum Gespräch gebeten.

Was wird am Feschmarkt von dir erhältlich sein?
Am Feschmarkt wird sich das Giraffenland besonders bunt und fesch präsentieren. Wir werden unsere bunten Stoffe und Bänder mithaben, sowie einige Beispiele was frau daraus Lustiges zaubern kann!

Was zeichnet dein Label aus?
Das Giraffenland vereint ganz verschiedene Stile miteinander. Wir haben nicht nur Blümchenstoffe oder fade Karos, wir sind mutig und kombinieren z.B. in einem Zipptäschchen Stoffe, welche für “normal” nicht zusammenpassen würden – da trifft schon mal ein mexikanischer Totenkopf eine bunte Eule und innen lachen dich noch Kirschen an.

Warum bist du beim Feschmarkt mit dabei?
Ich finde es ganz toll, dass es endlich in Wien auch einen Markt gibt, bei dem Designer aus allen möglichen Bereichen zeigen können, was in ihnen steckt und das in einer coolen Location!

Dein ganz persönlicher Geschenk-Tipp für Weihnachten?
Dieses Weihnachten steht bei uns ganz im Zeichen von “Maps”. Egal ob es die Metro von London, der Stadtplan von Paris oder die Route 66 in den USA ist, alle Pläne werden im momentan auf Stoffen abgedruckt. Ganz im Trend haben wir gerade ein Webband produziert, welches die Skyline von Wien abbildet. Auch hier gilt für Weihnachten das Motto: Je verrückter desto besser!

Giraffenland
Währingerstraße 144
1180 Wien
Mo-Fr 10-13 & 14-18 Uhr, Sa 10-12

Zwischen Neapel und Wien: MRJ hat die Taschen die man niemals in der Hand halten muss

Das Austro-Italienische Label MRJ präsentierte sich auch heuer wieder bei der MQ Vienna Fashion Week. Gemeinsam mit Pebelle zeigte Designerin Josephine Raffaella Magno (rechts am Foto) ihre Kollektion, die man auch auf Etsy kaufen kann. Im Interview verrät sie mehr über Mode, Zukunftspläne, Wien und ihre Heimatstadt Neapel.

Ihre sogenannten Hands Free Bags bieten das was von einer Handtasche erwartet:

„The concept of hands free bags started in order to simplify travelling and everyday wear. Tired of having to put your purse down when trying to dance, at the pub, or even at a dinner party? This bag was made to simplify everything and to fit comfortably over your shoulders and equally distribute the weight but also act as a stylish accessory that will always turn heads.”

Fashion is…
Fashion is what we want it to be. As you can see when you walk down the street, everyone expresses themselves in their own way. What we may think is amazing someone else may think is horrendous or simply awful. This is why fashion is always ever changing. Fashion is also about taking risks and having confidence in what you wear.

My favourite place to shop in Naples is…
It depends on what I’m shopping for.

If it’s only shoes and leather goods the place to go is not Napoli, but Aversa, a small town on the outskirts of Caserta just twenty minutes away from Napoli. Aversa is where I studied and started working in my family’s atelier. When I had some time to myself I used to love walking down the narrow allies where you can find all the little tiny shops with minimal décor called “le Casarelle” (which means little houses in Italian). The smell of leather hypnotizes you from all the way down the street. They have great quality at ridiculously cheap prices.

If I’m shopping for fabric and clothes in general then I’ll go and pay a visit to the markets in Napoli. My favorite and the most popular is the market of Poggioreale. It’s nothing like the markets you will find anywhere else. The markets in Napoli are home for me. You can find practically anything you can imagine; designer clothes, shoes sold at less than half price, fresh fruits and vegetables, kitchen appliances, hair products, makeup, just about ANYTHING!!! They also have the most stunning fabric I’ve ever seen. You can find pure silk chiffon at less than 20 euro a meter, and if you’re shopping with my mother you will probably end up paying less than 10 euro a meter (she’s the bargain queen). You can find 100% cashmere, silk, cotton, linen, and wedding fabrics but you will always find the latest designer fabrics like Missoni, Valentino and Roberto Cavalli.

Bags are…
I like to think of my bag as “a perfect man”; a woman’s best friend, their companion, and will carry their things and never complain. A bag can also be a pain to have. If they are too small then nothing fits. If they are too big, we all know we will stuff it till it’s full and never find what we are looking for. If it’s a hand bag then you usually carry it around in your hand or on your shoulder causing back problems just like it has for me. During my last year of university I concentrated my studies on hand bags and tried to think of a perfect one; especially a more secure, comfortable, and practical bag to travel and go out with. That’s when I thought of a new concept for hands free bags; and ever since I have created my first prototype, I no longer feel comfortable wearing conventional bags.

I moved to Vienna because…
Why not? I had been here before on holiday and I loved the city. It’s elegant, quiet, full of culture, art, and history. It is the total opposite of Naples on some aspects but very similar in others. Most importantly, Vienna has given me the opportunity to grow as a designer and participate in events that would have otherwise not been possible in an oversaturated fashion market such as Italy. Plus, the first time I saw Vienna in the wintertime covered in snow, I absolutely fell in love!

My next project is…
My next project is expanding MRJ internationally. After attending the Vienna Fashion Week for the second straight year, I am planning to explore different markets. I have gotten invitations for a variety of events in the United States and Italy so I am exploring the possibility of testing these markets. One thing is for sure, you will see MRJ’s hands free bags outside of Austria very soon!

The MQ Vienna Fashion Week was…
The MQ Vienna Fashion Week was a very good stepping stone for me and my brand. The first year gave me the opportunity to meet all of the Austrian Designers and also to collaborate with the lovely London based designer Emma Box. This year Nelou Magazine gave me the fantastic opportunity to have my own runway in collaboration with Pebelle. Hopefully this is the beginning of many more to come.

Vier Fragen – Acht Designer: Pebelle

Pebelle Designerin Petra Kräutner gemeinsam mit MRJ am Laufsteg der Vienna Fashion Week

Am Sonntag ging die MQ Vienna Fashion Week.11 zu Ende, damit ist es auch an der Zeit die Interview Serie Vier Fragen – Acht Designer mit der Designerin Petra Kräutner von Pebelle zu einem Abschluss zu bringen. Sie zeigte gemeinsam mit MRJ ihre Show auf der Fashion Week.

Bitte beschreibe kurz deine Kollektion und warum du diese auf der MQ Vienna Fashion Week vorstellst!
Mein Label basiert auf Textildesign und hat bisher fast ausschließlich mit Strumpfwaren und Bodywear gearbeitet, daher ist es mir bei der Kollektion für die Fashion Week wichtig erstmals auch Kleider und andere Kleidungsstücke zu zeigen, welchen das typische Pebelle Design zu Grunde liegt. Die Arbeiten die gezeigt werden sind aus einer spontanten Kollaboration mit MRJ enstanden, ein Label, das sich auf das Design von tragbaren Taschen spezialisiert hat. Ihre momentante Kollektion hat sich ganz dem Rocker Style verschrieben, viel Leder, Nieten und Ketten. Dem wollten wir die psychedelischen Kreationen meines Labels gegenüberstellen und mit den modehistorischen und auch im Sozialkontex immer feindlich gegenüberstehen Bewegungen der Hippies und Punks/Rockers spielen.

Welche Punkte sind bei Produktion und Umsetzung deiner Kollektionen unverzichtbar?
Ich arbeite meist nicht mit Kollektionen sondern mit Arbeitserien, denen ein bestimmtes Thema zu Grunde liegt, welche sich aber nicht an saisonale Begebenheiten halten. Für mich ist die Individualität jedes einzelenen Objekts unverzichtbar, die Produktion von Unikaten. Und bisher noch, dass jedes Teil von mir gefertigt wird.

Wie definiert sich für dich der Begriff Mode?
Mode ist für mich das Spiegelbild der Seele eines Menschen – was und wie der Mensch etwas trägt verrät mehr über die Persönlichkeit eines Menschen, die Kultur eines Volkes und die Begebenheiten eines ganzen Landes als viele Studien. Der Begriff Mode definiert sich für mich daher durch seine Träger und kann somit jeden nur erdenklichen Inhalt haben.

Vom Handwerk zum kreativen Design: wo fühlst du dich am meisten zu Hause?
Im kreativen Handwerk.

 

Vier Fragen – Acht Designer mit LINIERT
Vier Fragen – Acht Designer mit CALLISTI
Vier Fragen – Acht Designer mit Shakkei
Vier Fragen – Acht Designer mit [ep_anoui] by Eva Poleschinski
Vier Fragen – Acht Designer mit Göttin des Glücks
Vier Fragen – Acht Designer mit KAYIKO
Vier Fragen – Acht Designer mit elfenkleid

© Teresa Hammerl

Vier Fragen – Acht Designer: elfenkleid

Das Wiener Label elfenkleid wurde von den beiden Designerinnen Sandra Thaler und Annette Prechtl ins Leben gerufen. Sie gewannen mit ihrer ersten Kollektion “Tirol” den Pierre Lang Fashion Award. 2003 eröffneten sie ihren eigenen Shop in einem ehemaligen Kloster und wagten 2007 den Schritt auf den internationalen Markt. Bekannt ist das Label auch für Braut- und Abendkleider. Im September präsentieren sie nun auf der MQ Vienna Fashion Week.

Bitte beschreibe kurz deine Kollektion und warum du diese auf der MQ Vienna Fashion Week vorstellst!
wir werden unsere aktuelle herbst/winter ready to wear kollektion und einen kleinen ausschnitt unserer black&white edition 2011/12 auf der mq vienna fashion week präsentieren.
bei unserer herbst/winter kollektion haben wir das hauptaugenmerk auf kleider aus wollwalkstoffen, jersey und popeline gelegt. farbthemen waren dieses mal dunkelblau, petrolblau, beige und brombeerrot. erweitert wird die kollektion mit mänteln, jacken, leggings und accessoires wie mützen und strinbänder.
bei der braut- und abendkollektion – der ‘black & white edition’ – präsentieren wir dieses mal luftige pliseekleider in erd-, rot-, rosétönen.

Welche Punkte sind bei Produktion und Umsetzung deiner Kollektionen unverzichtbar?
wir arbeiten ausschließlich mit qualitativ hochwertigen materialien und bei der fertigung legen wir höchsten wert auf beste verarbeitung.
an oberster stelle steht auch der hohe tragekomfort unserer modelle.

Wie definiert sich für dich der Begriff Mode?
mode ist eine kurzfristige äußerungen des zeitgeistes. uns ist es auch immer wichtig kollektionen zu entwerfen die eine gewisse trendunabhängigkeit widerspiegeln. wir wollen frauen ansprechen die ihren charakter unterstreichen wollen, die person bleibt bei uns immer im vordergrund.

Vom Handwerk zum kreativen Design: wo fühlst du dich am meisten zu Hause?
die kombination aus beidem macht die spannung und schlussendlich auch die elfenkleid-qualität aus.

MQ Vienna Fashion Week Show: 14.9.11, 20:00 Uhr

Vier Fragen – Acht Designer mit LINIERT
Vier Fragen – Acht Designer mit CALLISTI
Vier Fragen – Acht Designer mit Shakkei
Vier Fragen – Acht Designer mit [ep_anoui] by Eva Poleschinski
Vier Fragen – Acht Designer mit Göttin des Glücks
Vier Fragen – Acht Designer mit KAYIKO

Tickets bei oeticket.com

Foto: Victoria Schaffer

Vier Fragen – Acht Designer: KAYIKO


Karin Oèbster und Johannes Krisch im Fotostudio von Mischa Nawrata

Bereits 1998 gründete Designerin Karin Oèbster KAYIKO – The Private Luxury Label by Karin Oèbster. “Less is more” steht bei ihren Designs im Vordergrund. Stücke ihrer Kollektionen sind in im eigenen Shop in der Windmühlgasse 16, 1060 Wien erhältlich. Mehr verrät Karin Oèbster aber selbst.

Bitte beschreibe kurz deine Kollektion und warum du diese auf der MQ Vienna Fashion Week vorstellst!
Meine neue Herbst-Winter Kollektion trägt den Titel “Perfect Imperfect”. Ich setze Perfektion ein, um den gegenteiligen Effekt zu erzeugen – scheinbare Unvollkommenheit. Was unperfekt wirkt, ist mit höchster handwerklicher Präzision gefertigt. Das macht die Faszination dieser Kollektion aus.
Meine Kollektionen werden seit drei Jahren nur mehr exklusiv in meinem eigenen Shop hier in Wien verkauft. Die MQ Vienna Fashion Week ist für mich durch die Nähe zum Geschäft und dem Zugang für alle Modeinteressierten die optimale Plattform zur Präsentation. Sie braucht keinen Vergleich zu den etablierten Fashion Weeks zu scheuen. Ich war mit KAYIKO in Mailand und New York und weiß, wovon ich spreche.

Welche Punkte sind bei Produktion und Umsetzung deiner Kollektionen unverzichtbar?
Der direkte Kontakt zu den Menschen, die meine Entwürfe fertigen. Daher lasse ich ausschließlich in Österreich produzieren. Die perfekte Verarbeitung bis ins kleinste Detail. Die Auswahl hochwertiger, soweit wie möglich natürlicher Materialien.

Wie definiert sich für dich der Begriff Mode?
Als Ausdruck der Persönlichkeit und als eigener Stil, der immer erkennbar bleibt und sich doch mit jedem Outfit neu definiert.

Vom Handwerk zum kreativen Design: wo fühlst du dich am meisten zu Hause?
Sowohl als auch. Meine Kreativität fordert mich ständig, handwerklich neue Wege zu beschreiten. Andererseits spornen traditionelle Verarbeitungen meine Kreativität an.

MQ Vienna Fashion Week Show: 16.9.11, 19:00 Uhr

Vier Fragen – Acht Designer mit LINIERT
Vier Fragen – Acht Designer mit CALLISTI
Vier Fragen – Acht Designer mit Shakkei
Vier Fragen – Acht Designer mit [ep_anoui] by Eva Poleschinski
Vier Fragen – Acht Designer mit Göttin des Glücks

Tickets bei oeticket.com

Vier Fragen – Acht Designer: Göttin des Glücks

Das österreichische Label Göttin des Glücks steht für selbstbewusste und angenehm zu tragende Kleidung für Männer und Frauen jeden Alters. Fair Trade und Verantwortung sind dem Label ebenso wichtig wie ein Wiedererkennungswert und individueller Ausdruck. Auch heuer wird Göttin des Glücks wieder bei der MQ Vienna Fashion Week mit dabei sein. Vorab haben wir das Label zum Interview gebeten, die Antworten kommen von zwei Mitgliedern des Designerkollektivs.

Bitte beschreibe kurz deine Kollektion und warum du diese auf der MQ Vienna Fashion Week vorstellst!
unsere kollektion bietet für den kommenden winter 2011 viele farbenfrohe kleidungsstücke, die durch ihre grafisch aufwendigen und einzigartigen druckmotive das versprechen an die trägerInnen abgeben, zu lieblingsteilen im kleiderschrank zu werden. die mq vienna fashion week ist der beste start in die saison, um dieses ziel zu kommunizieren und bei uns seit jahren ein muss für die präsentation der göttlichen kollektionen.

Welche Punkte sind bei Produktion und Umsetzung deiner Kollektionen unverzichtbar?
wir wählen immer gemeinsam im team die farben für die jeweils nächste kollektion aus und genauso ist es bei den entwürfen und grafikmotiven. für die produktion ist es sehr wichtig, genau und professionell zu arbeiten (betrifft schnitte, prototypen, maßtabellen, grafiken, grafikpositionierung, produktionslisten) aufgrund der distanz zu unserem produktionspartner auf mauritius.

Wie definiert sich für dich der Begriff Mode?
dessi: für mich bedeutet mode die kombination aus kreativität, handwerk und business, indem diese leidenschaftlich vermischt und mit verstand vollendet werden.
lisa: eine membran als verbindung zwischen innen und außen, sie versteckt, zeigt, provoziert, tritt in den hintergrund und steht im rampenlicht – je nach bedarf, ein spiel mit der umwelt und mit sich selbst, gleichzeitig ein spiegel für sich selbst und die anderen

Vom Handwerk zum kreativen Design: wo fühlst du dich am meisten zu Hause?
dessi: zuerst kommt bei mir das design, es schwirrt sozusagen ständig in meinem kopf und meinen träumen herum. dann: die handwerkliche umsetzung. ich mag beides, je nachdem, welche muse gerade lust hat.
lisa: im design, wobei die architektur meine herkunft ist (ausbildung), die sich in meinen modeentwürfen immer durch ihre gewisse dreidimensionalität spiegelt.

MQ Vienna Fashion Week Show: 17.9.11, 16:00 Uhr

Vier Fragen – Acht Designer mit LINIERT
Vier Fragen – Acht Designer mit CALLISTI
Vier Fragen – Acht Designer mit Shakkei
Vier Fragen – Acht Designer mit [ep_anoui] by Eva Poleschinski

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Vier Fragen – Acht Designer: [ep_anoui] by Eva Poleschinski

Eva Poleschinski startet seit 2008 mit ihrem eigenen Label [ep_anoui] durch, Qualität und Liebe zu den Details sind dabei besonders wichtig. Neben ihrer Ausbildung auf der Esmod in München, war sie bereits Praktikantin bei Emanuel Ungaro und als Assistentin bei Awareness & Consciousness tätig. Auch heuer ist die Designerin wieder bei der MQ Vienna Fashion Week dabei, kürzlich zeigte Eva Poleschinski übrigens auch im Rahmen von Austrian Fashion Design auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin.

Bitte beschreibe kurz deine Kollektion und warum du diese auf der MQ Vienna Fashion Week vorstellst!
[ep_anoui] by Eva Poleschinski’s S/S 12 „d’fender“ zeigt ein erwachseneres, trotzdem experimentelles [ep_anoui]. Klassisch, dennoch  jugendlich-frisch. Nach der Show bei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin im Juli 2011 freue ich mich riesig, eben diese Kollektion anders interpretiert in Wien zu zeigen— da Österreich [ep_anoui]’s Homebase ist und im Gegensatz zu anderen Modewochen jedermann die Möglichkeit hat, sich die Shows anzusehen, ist die Stimmung bei Fashionshows in Wien eine ganz besondere.


Welche Punkte sind bei Produktion und Umsetzung deiner Kollektionen unverzichtbar?

Ursprung einer jeden Kollektion ist ein gut recherchiertes, für mich als Designerin stimmiges Konzept. An der Prototypenerstellung selbst Hand anzulegen ist für mich ein absolutes MUST, da viele Details und kreative Entwicklungen während dem Fertigungsprozess und mit der tatsächlichen „Arbeit mit dem Material“ entstehen.


Wie definiert sich für dich der Begriff Mode?

„Ausdruck von Persönlichkeit & Stimmung“- Mittel zum Zweck & sollte nicht zu ernst genommen werden!


Vom Handwerk zum kreativen Design: wo fühlst du dich am meisten zu Hause?
[ep_anoui] ist meine Passion, insofern alles Bestandteil davon –  spannend ist für mich vor allem das Wechselspiel der einzelnen Faktoren!

MQ Vienna Fashion Week Show: 14.9.11, 21:00 Uhr

Vier Fragen – Acht Designer mit LINIERT
Vier Fragen – Acht Designer mit CALLISTI
Vier Fragen – Acht Designer mit Shakkei

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Foto links: Sandra Keplinger; Fotos rechts: Philipp Jelenska
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