Ein Gespräch mit Laura Carbone von der Band Deine Jugend

Laura Carbone beantwortete mir Fragen zur Band, ich sage danke und viel Spaß beim Lesen!

- Das Video zu Deine Maske hast du mit Katja Hentschel gedreht und zum letzten Videodreh wurden Bloggerinnen eingeladen. Wie stehst du zu den Videodrehs oder Musikvideos im Allgemeinen: Spaß oder Notwendigkeit?
Laura: Musikvideos sind toll! Weil sie einem einfach die Möglichkeit bieten, Dinge zu tun, die man sonst nicht so einfach machen könnte – wie zum Beispiel im Video zu “Mama geht jetzt steil”, bei dem so gut wie alle meine Freunde und Lieblingsbloggerinnen mit uns eine extrem fette Party feiern.
Ich liebe es, geschminkt zu werden und tolle Kleider tragen zu dürfen, daher ist das für mich immer wie ein kleines Fest. Was das “Schauspielern” angeht, habe ich für mich persönlich festgestellt, dass das nicht wirklich einfach ist – vor allem ohne direkte Rückmeldung wie zum Beispiel auf der Bühne. Drehtage sind immer extrem langwierig und anstrengend, aber auch so unglaublich aufregend. Deshalb wird es für mich immer cooler, Clips zu drehen!

foto: Katja Hentschel

- Weil ich gerade die Blogger erwähnt habe: Ihr habt ja auch selbst einen Blog und die Musik von Deine Jugend ist auch immer wieder auf Blogs zu finden. Was bedeuten für dich Blogs?
THE FUCKING FUCKS ist der Blog von Wox und mir, unser Bilderbuch und sozusagen unsere Dokumentation über unsere Erlebnisse und unsere Freundschaft. Der Blog bedeutet mir daher sehr viel und ich hoffe, dass wir ihn auch noch eine lange Zeit hegen und pflegen werden – genau wie unsere Freundschaft. Blogs im Allgemeinen sind ein wunderbares Medium, um seine Ansichten, Meinungen und Ideen mit Menschen zu teilen, die man wohl unter konventionellen Umständen nicht treffen würde. Durch mein Interesse an der Blogosphäre durfte ich wunderbare Menschen kennenlernen, die ich jetzt zu engen und guten Freunden zähle. Der Blog gab uns auch viele Möglichkeiten und Chancen, die wir ohne einfach nie bekommen hätten. Für mich ist die Unterstützung umwerfend, die DEINE JUGEND von der Bloggerwelt bekommt und es freut mich unendlich, dass Blogger ihre Posts nutzen, um auf uns aufmerksam zu machen. Ich hätte nicht mal im Traum gedacht, dass unser Video zu “Deine Maske” auf so vielen Blogs mit so schönen Worten auftauchen würde – ich kann mich dafür gar nicht oft genug bedanken!

Youtube Video

- Was sind die nächsten Pläne von Deine Jugend?
Wir sind gerade dabei, alles für die Veröffentlichung unseres Albums zu tun, das Ende Oktober erscheinen wird. Aktuell besprechen wir unser frisch gedrehtes Video und uns flattern die neuen Pressebilder in die Email-Ordner. Das Album ist im Moment unser primäres Ziel und es sind noch so viele kleine Dinge dafür zu tun, sodass wir im Moment auch fast nur die Vorbereitungen dafür im Kopf haben. Für uns ist aber trotzdem klar, dass wir schon im Spätherbst mit den Vorbereitungen für das zweite Album beginnen werden.

- Wenn du daran denkst was du mit deiner Band schon alles erlebt hast, gibt es eine Geschichte die dir da sofort einfällt?
Erst vor einer Woche hätten wir eine Show in Kassel spielen sollen. Der Veranstalter hatte sich seit zwei Wochen nicht mehr gemeldet, wir sind aber trotzdem 8 Stunden (dank Stau) von Berlin nach Kassel gefahren, um keinen Vertragsbruch zu begehen – um dann vor verschlossenen Türen zu stehen. Der Besitzer des Clubs meinte dann vor Ort, dass der Veranstalter sich nicht mehr melden würde, aber dummerweise unseren Show-Vertrag unterschrieben hätte. Das Ende vom Lied: Wir haben die Show nicht spielen können, da weder ein Techniker noch eine Anlage vor Ort war. Viele Leute waren extra wegen unserer Musik gekommen und konnten es nicht fassen, dass wir deshalb nicht auftreten konnten. Über meinen Blog habe ich danach mitbekommen, dass der Besitzer den Clubbesuchern wohl im Nachhinein erzählt hat, dass wir, DEINE JUGEND, nicht vor Ort gewesen wären und deshalb die Show ausgefallen ist.

foto: Katja Hentschel

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- In aller Kürze: Wie würdest du den Musikstil und die Inspirationen von Deine Jugend beschreiben?
Wir machen Popmusik mit Elektro-Punk Einflüssen und sind stark von Beats und Lyrics aus den 80ern geprägt. Wir lieben es, wie DAF Sachen mit ihren Texten auf den Punkt bringen können, wir lieben die Melodien von Lykke Li und Marina & The Diamonds und die Beats von Daft Punk. Unser Sound klingt nach Edelpop und unsere Produktionen sollen an Künstler wie Lady Gaga, Kylie Minouge oder Britney Spears erinnern!

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foto: Katja Hentschel

Im Gespräch: Sabine Scholl über Giftige Kleider

Das Buch Giftige Kleider beschäftigt sich mit vielen Themen der Mode und dies auf einer kritischen, aber gleichzeitig humorvollen Ebene. Was waren beim Schreiben Ihre wichtigsten Inspirationen und was bedeutet für Sie Mode?
Wichtigste Inspirationen waren die Gespräche mit der Designerin Lisa D. Auch sie pflegt einen kritischen Umgang vor allem mit den Produktionsmethoden der Modeindustrie und arbeitet als Künstlerin mit Kleidern. Der Humor ist ein Ausdruck meiner Wahrnehmung. Einerseits bin ich modeinteressiert, fasziniert von Materialien, den Möglichkeiten immer wieder neue Formen und Variationen zu erfinden, es ist ein Spiel, eine Möglichkeit sich zu verwandeln, immer wieder eine andere/ein anderer zu sein. Andererseits bleibt es auch ein Spiel, ein lustvolles zwar, aber es gibt im Leben noch Wichtigeres, das hinter den Kleidern lauert. Und diese “ernsten” Themen versuche ich mit dem Medium der Mode ebenfalls anzutasten. In “Giftige Kleider” konkret, den Umgang mit giftigen Inhaltsstoffen in der Textilindustrie, sowie dem gefährlichen, rückwärtsgewandten Traditionalismus von Trachtenträgern.

Der Hauptcharakter im Buch, Gina Sonnenfels, pendelt zwischen Berlin und Wien. Liegen Ihnen diese beiden Städte ebenfalls besonders am Herzen und würden Sie beide als Modestadt bezeichnen?
Berlin und Wien sind die Städte, in denen ich lebe und arbeite. Das Pendeln ist hundertprozent autobiographisch. In Wien hatte ich während meines Studiums mit jungen Modemachern zu tun, war mit ihnen befreundet und hab für sie gemodelt. In Berlin fasziniert mich die Kreativität und Vielfalt der zahlreichen kleinen selbständigen DesignerInnen. Das ist schon einzigartig hier, wie mir auch eine Freundin, die in Paris in der Modebranche arbeitet, versicherte. Dort scheint alles den großen Couture-Marken verfallen, in Berlin gibt es noch Witz und Eigenständigkeit.

Lorenzo, in den sich Gina Sonnenfels verliebt, spielt eine Rolle, die wohl vielen Frauen bekannt vorkommt: sympathisch, charmant, mit einer unglaublichen Anziehungskraft, aber doch immer ein klein wenig suspekt.
Warum haben Sie diesen Charakter, diesen Typ Mann, gewählt?

Lorenzo ist mir einfach passiert. Ich mochte ihn tatsächlich sehr gerne, aber sein Typ sollte kein Statement in der Art, so und so sind die Männer heutzutage, sein. Es gibt ja noch andere Männertypen im Buch: Lord Jim, Vertreter der sexuellen Unverbindlichkeit, Peter, der ewige Student, und Andreas, der Journalist, der seiner Verflossenen ewig nachtrauert und derart geschädigt, sich vor einer weiteren Beziehung scheut.

Ich bedanke mich sehr für das Interview!

erhältlich ist das Buch hier

Inspiration bitte!

Nachdem heute so ziemlich alles was nicht klappen kann, schief ging und ich nur einen kurzfristigen Lichtblick (im wahrsten Sinne des Wortes) mit wärmenden Sonnenstrahlen die durch das Fenster schienen hatte, brauche ich dringend, ja sehr dringend, Inspiration. Wer könnte diese besser liefern als Vivienne Westwood, im schwarz weiß Interview.

I get ready like six months beforehand. I edit the clothes (about 90 outfits for each fashion week) I think of what would look good on camera.

The whole streetstyle thing these days is like a job, it’s all planned and thought up in advance; it’s not as though you just “happen” to run into one another. Outfits are prepared in advance… I just hope it doesn’t end up making it lose its spontaneity and make it become fake.

Anna dello Russo gab Swide ein Interview, das Dinge bestätigt die wir ja ohnehin schon wussten. Trotzdem, sie ausgesprochen zu hören nimmt ihnen einfach den Zauber. Wer an Märchen in der Modewelt glaubt, liest dieses Interview bitte nicht. Die anderen klicken hier.

via Stil in Berlin
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