

Indien hat eine ganz besondere Anziehungskraft, das ist ja allgemein bekannt. Betrachtet man die Fotos von der letzten Reise die Silvia Gattin nach Indien führte weiß man auch warum. Worte wie Farbenpracht oder Ausdrucksstärke kann man gar nicht oft genug erwähnen. Silvia fährt immer wieder nach Indien um hier neue Kollektionen für ihren Shop gemeinsam mit einem dort ansässigen Schneider zu produzieren. Kommunikation funktioniert da schon mal nur mit Händen und Füßen, aber wer braucht Sprache wenn man Emotionen hat? Leuchtende Kinderaugen, wenn sie mit Dingen für die Schule und das tägliche Leben von Silvia und ihren Freunden beschenkt werden, sind schließlich auch das beste Kommunikationsmittel. Die Manisha Kollektion mit Kleidern aus Sari-Stoffen ließ sie ebenfalls wieder in Indien produzieren, da Silvia dabei selbst vor Ort ist und alles in enger Zusammenarbeit mit dem Schneider entsteht kann auch garantiert werden, dass keine Kinder illegal arbeiten müssen.
Neben Delhi verbrachte Silvia Gattin die meiste Zeit ihrer letzten Reise in Pushkar im Bundesland Rajasthan. Dort ist auch der Schneider zu Hause.
Ein kleiner Bonus der aktuellen Kollektion: „Inspiriert vom bunten Holi-Fest, dem indischen Frühlingsstart, bei dem sich alle mit Farbe anmalen, und meiner großen Liebe zu bestickten Stoffen habe für diese Kollektion zudem Hippie Taschen nähen lassen. Diese werden aus lauter alten Wandteppichen aus Rajasthan und dem benachbarten Gujarat, die nach traditioneller sogenannter „Kutchi“-Arbeit bestickt und verziert wurden, zusammengenäht.”
Ein bisschen Geschichte zum Ort erzählt Silvia:
Das Dorf Pushkar entstand, so sagt es die Legende, als Gott Brahma eine Lotusblume fallen ließ und somit der heilige Pushkarsee entsprang um den sich mit den Jahren Einwohner niederließen. Jährlich pilgern zahlreiche Hindus in das Dorf um sich in diesem See reinzuwaschen und ihre Familie und Gesundheit zu segnen, was in speziellen Pujas von dort ansässigen Priestern vorgenommen wird. Als Zeichen der Segnung wird einem entweder ein roter Punkt auf die Stirn gemalt oder man bekommt einen roten Faden um das Armgelenk gewickelt. Pushkar ist weiters bekannt für den weltweit einzigen, aus dem 14. Jahrhundert stammenden, Brahma-Tempel, die Ghats (Badestellen bzw. Treppen) am See und rund 400 kleinere Tempel, die im ganzen Ort verteilt sind. Zudem findet in Pushkar jährlich die Camel-Fair, der weltweit größte Kamelmarkt, statt.
Rajasthan ist ansonsten noch bekannt für seine Kaiserstädte Jaipur, Udaipur, Jaisalmer und Jodhpur (die ich im Rahmen meiner ersten Indienreise besuchte), allesamt Städte mit einem atemberaubenden Fort (Festung), wo früher ihre Maharadschas lebten und die Gebiete regierten.
Stundenlang könnte ich ihren Erzählungen über Indien zuhören, selbst auch einmal hinzufahren wird mit jedem Wort verlockender.


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