Ceghedaccio oder wie man italienische Feste feiert

Surreal but nice, sagte einst Hugh Grant nachdem er Julia Roberts in Notting Hill geküsst hatte. Ebenso kam mir dieser Abend mit den Hits der letzten Jahrzehnte vor. Lauthals zu Songs zu singen die aus einem Jahrzent stammen in dem man noch nicht mal geboren war (die meisten anderen anwesenden allerdings schon), das hat schon was. Vor allem dann wenn man wirklich zu allen Songs nicht nur wildest tanzen sondern auch mitsingen kann macht es ja bekanntlich doppelt so viel Spaß. Lustig fand ich ja auch als sie von Falco – Der Kommisar spielten. Stellt euch vor, eine große Masse in der man wohl so ziemlich die einzige Person ist die Deutsch als Muttersprache hat. Und dann drehen sie kurz die Musik ab und alle singen: „Drah di net um, der Kommisar geht um!” Unbezahlbar, ich sage es euch. Ich mag solche Abende, an denen man nicht auf die Uhr schaut, bis drei Uhr durchtanzt, noch länger bleibt und mit den letzten nach Hause geht (oder besser mit dem Auto fährt, weil zu Fuß gehen von der Messehalle wäre nicht das ideale gewesen). Angenehm und schön war, dass die Leute alle gute Stimmung machten und tanzten, aber keineswegs irgendjemand unagenehm aufgefallen wäre. Rauchverbot drinnen und Prosciutto di San Diele in frischem Brot draußen inklusive. Perfekte Abende die das Leben tanzenswert machen. Wobei mich das lokale Fernsehen filmte möchte ich allerdings an dieser Stelle nicht erwähnen und nein es geht nicht mal darum, dass es mir irgendwann egal war wie ich eigentlich beim Tanzen aussah (ach so mit tanzen hat es doch was zu tun…).

© Teresa Hammerl

Pages:1234»