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il passato è una terra straniera
Einige Szenen aus dem Buch wurden im Film ausgelassen (danke dafür), andere hingegen ganz und gar nicht und bewirkten gleich, dass beim Anschauen des Filmes einige Leute den Saal verließen. Il passato è una terra straniera ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches von Gianrico Carofiglio, der 2008 in die italienischen Kinos kam und bei dem Daniele Vicari Regie führte. Giorgio, der Jus Student aus Bari, gespielt von Elio Germano und Francesco, der Kriminelle, gespielt von Michele Riondino sind die beiden Hauptpersonen der Geschichte. Durch eine spontane und zufällige Begegnung lernen sie sich kennen und beginnen gemeinsam Poker zu spielen. Aber sie spielen nicht einfach nur, sie spielen falsch und gewinnen damit unglaublich viel Geld. Bari wird erschreckend, beängstigend und kriminell dargestellt. Na ja eigentlich nicht die ganze Stadt sondern mehr die Kreise in denen sich die beiden im Laufe des Filmes bewegen.
Bekanntlich unterscheidet sich die eigene Vorstellung die man beim Lesen des Buches hatte ja immer von der Verfilmung. Besonders drastisch fiel mir dies beim Charakter auf, den Elio Germano spielt. Der Student sah in meiner Phantasie bei weitem seriöser aus
Ganz sicher nichts für schwache Nerven, wie es ja manchmal auch meine sind, gibt es doch einige sehr gewalttätige Szenen. Da wird schon mal ein Kopf einer Frau blutig geschlagen oder jemand der seine Spielschulden nicht bezahlen kann verprügelt… Dass man sieht wie Giorgio nach all den Erlebnissen doch noch Anwalt wird, scheint ebenso surreal wie die ganze Story selbst. Wie viel Wahrheit hinter solchen Geschichten stecken kann bzw. wie viel davon gänzlich erfunden ist bleibt dabei aber wohl dem Betrachter selbst überlassen. Ich neige aber immer wieder dazu es als auch eine Art zu sehen wie man versucht aus dem Gefängnis von einem Studium das man nicht möchte, langweiligen Freunden, einer komplizierten Beziehung und allgemeiner Unzufriedenheit im Leben zu entfliehen. Dass man aber, sollte man es je wieder schaffen aus den kriminellen Kreisen zu entfliehen, wohl auch nicht zufriedener und glücklicher wird ist eine andere Geschichte…
Alles in allem, so stark und heftig wie der Film war… das Buch hatte an melchen Stellen durchaus Szenen die so gut beschrieben waren, dass ich ganz schnell drüberlesen musste um sie mir nicht allzu genau vorstellen zu müssen. Wohl sicher nicht schlecht, dass diese dann beim Film ausgespart wurden.
Il passato è una terra straniera – Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land / Gianrico Carofiglio
War es in den letzten Romanen von Gianrico Carofiglio Avvocato Guerrieri der einem ans Herz gewachsen ist so lässt einem hier der junge Student Giorgio Cipriani aus Bari nicht mehr los. Was zuerst so harmlos beginnt und man gar nicht wirklich sagen kann wann der erste Schritt die falsche Richtung gesetzt wird endet im großen Disaster und in einem Leben das scheinbar erfolgreich aber wohl niemals glücklich verlaufen wird. Bis man allerdings zu diesem Ende kommt sind so zahlreiche Verstrickungen und Wendungen (Glücksspiel und Drogen inklusive) in diesem Buch, dass mir das Weglegen wirklich sehr schwer viel und mir diverse Zugfahrten und Warten plötzlich sehr gerecht kamen. Im gewohnten Stil begeistert mich Gianrico Carofiglio auch mit diesem Buch, das neue, Eine Nacht in Bari, kann ich kaum erwarten
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